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Col de la Croix de Chaubouret (1201 m)

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Rennradreisen von quäldich.de

quäldich-Rennradreise zum Croix de Chaubouret

quäldich.de bietet eine Rennradreise am Croix de Chaubouret an. Hauptsache bergauf!

Zum Beispiel Auvergne-Rundfahrt vom 12.08. bis 19.08.2023

Auffahrten

Von majortom – Wir beginnen unsere Auffahrt in Saint-Etienne, genauer gesagt an einem großen Kreisverkehr am südlichen Ortsende, wo der Cours Fauriel in den Boulevard Alexandre de Frassinette übergeht, und wo es auch eine (für Radfahrer irrelevante) Auffahrt auf die Schnellstraße N88 gibt. Hier folgen wir dem Boulevard Alexandre de Frassinette in südlicher Richtung und werden sofort mit den höchsten Steigungswerten der gesamten Auffahrt konfrontiert, maximal etwa 10 bis 11 %. Kurz darauf biegen wir in die Rue de l’Abbé Dorna ab, ausgeschildert in Richtung Rochetaillé, und gelangen so auf die D8, der wir bis zum Pass folgen können.
Die Rampe zu Beginn währt nur kurz, und die Straße flacht sogleich wieder ab. Bei angenehmen 3 bis 5 % dümpeln wir auf Rochetaillé zu, das an den Hang gebaut ist. Nach rechts fällt das Gelände steil ins Tal des Furan ab, der sich hier tief ins Gelände eingeschnitten hat. Rochetaillé, malerisch gelegen, erreichen wir nach etwa 4,2 km.
Anschließend zieht die Steigung noch einmal leicht an, maximal 8 % sind auf den folgenden zwei Kilometern zu bewältigen. Dann haben wir auch so viel Höhe gegenüber dem Tal gewonnen, dass wir die Hochebene des Pilat erreichen, wo der dichte Wald des Flusstals einem etwas spärlicheren Bewuchs weicht, so dass immer wieder schöne Ausblicke über den Naturpark Pilat möglich sind. Auch die Gipfel um den Crêt de Perdrix kann man nun schon erahnen.
Bei moderater Steigung fahren wir nun auf die Passhöhe zu. Kurz davor durchqueren wir bei Kilometer 14,5 noch den Ort Le Bessat, dann ist die Croix de Chaubouret auch schon erreicht. Der genaue Hochpunkt ist auf der Hochebene nur schlecht auszumachen, er scheint aber an der Kreuzung unserer D8 mit der D2 aus Saint-Chamond zu liegen. In Richtung Süden können wir nun weit in die Monts du Vivarais im Departement Ardèche blicken.

Zur Weiterfahrt haben wir die Qual der Wahl zwischen den verschiedenen Auffahrtsvarianten. Zieht es uns noch höher hinauf, so sollten wir auf der D8 weiterfahren und kurz nach der Passhöhe entweder die Stichstraße nach La Jasserie beim Crêt de la Perdrix oder die Querverbindung zum Col de l’Œillon wählen.

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Von pedalgeist

Die Nordauffahrt stellt von St-Étienne oder St-Chamond eine verkehrsärmere Variante zur Nordwestauffahrt dar. Dazu benötigt man aber noch untere Anfahrtsteile, so zuletzt von Izieux zur Barrage de la Rive, die mehrere Flüsse aufstaut, darunter den hier bedeutenden Le Gier. Ebenso wie man dem Gier entlang von unten zum Anfahrtspunkt der Kreuzung M 2/M 76 gelangen kann, gibt es auch eine Bergroute entlang des Gier von oben, auf der man zuvor einen Sattel (Croix du Planil, 847 m) aus Richtung Doizieux bzw. La Terrasse-sur-Dorlay kommend überwindet. So abwärts fahrend gibt es zuvor noch eine abkürzende Lokalstraße, die aber wohl häufiger gesperrt ist. Der Abzweig etwas tiefer lohnt insofern auch, weil man somit noch einen Blick auf den Stausee gewinnt, wenn auch mit etwas eingeschränktem Sichtfeld. Ferner gibt es noch eine zweite Staumauer oberhalb der Barrage de la Rive, die aber das Wasser des Gier offensichtlich zugunsten des unteren Staudamms durchlässt. Die Passstrecke wird kilometerweise von radsportlichen Steigungstafeln mit Höhen- und Restkilometerangaben begleitet.

Da der Anfahrtspunkt namenlos ist, müssen wir uns etwas umständlich mit örtlichen Namen der Umgebung behelfen, unterhalb der Barrage de la Rive und oberhalb der erste zu passierende Ort, La Valla-en-Gier. Gleich im Anbeginn erwartet uns eine kleine Steilrampe, zunächst ohne Blick ins fortführende Tal und mit spärlicher Sicht auf den Stausee. Ist man etwas um den Berghügel herumgefahren, entspannt sich die Steigung kurz und ein Tal mit den Nebenflüssen des Gier (Le Jarret, Le Ban) öffnet sich ebenso wie der Blick auf La Valla-en-Gier. Das Tal des Gier liegt verwirrenderweise zur östlichen Seite des Berghügels und ist hier noch nicht zu sehen. Der Ort müsste also eher La Valla-en-Jarret heißen. La Valla-en-Gier hat eine spärliche Infrastruktur mit Post, einer Epicerie, einem Café und noch ein paar kleinen Läden. Im letzten Dorf an der Strecke, in Luzernod, gibt es nur noch eine Gîte zum Übernachten, sonst aber nichts zum Einkehren.

In La Valla-en-Gier wirkte einst der Ordensgründer Marcellin Champagnat ab 1816 als Priester. Mit den Maristenbrüdern suchte er eine neue Solidarität nach den hasserfüllten, gottlosen Wirrungen der französischen Revolution zu predigen. Noch heute zählen die Maristenbrüder zu den wichtigsten Männerorden der katholischen Kirche. Eine Heiligsprechung durch Johannes Paul II. durfte da nicht ausbleiben. Eher am unteren Ortseingang findet sich eine weiße Statue von ihm vor einer schlossähnlichen Privatvilla.

Im Ort gibt es bereits erste Anstiegsrampen, die sich wellig außerhalb fortsetzen. Es weitet sich ein Hügelpanorama zu fernen Horizonten, vor allem nach Norden. Weniger spiritistisch, dafür astronomisch fundiert bestückt den Hügel oberhalb von Luzernod ein Observatorium, gleichwohl nahebei nochmal beschützt von einer weißen Madonna (beides nicht direkt an der Strecke). Das Auge schweift weiterhin über das Bergweideland mit typischem Auvergne-Charakter. Nach dem Talwechsel über den Bergrücken bei Luzernod fällt der Blick in das östliche Gier-Tal, welches nunmehr der Leitfaden für den weiteren Aufstieg bleibt. Die Steigungen wechseln fortan weniger stark, sind aber durchgehend anspruchsvoll mit bis zu 10 oder 11 %, meistens bei gehobenen einstelligen Werten.

Der Autor hat nunmehr ein Beschreibungsproblem, setzte doch die dunkle Nacht ein. Gleichwohl blieb noch erkennbar, dass die Strecke weiter oben in dunklen Wald eintaucht und die Aussicht verschwindet. Beim Weiler Le Rot flunkern Lichter durch die Bäume und man glaubt sich nahe der Passhöhe, da die Strecke hier merklich abflacht. Tatsächlich handelt es sich wohl um einen nicht benannten Zwischenpass. Die Strecke zum Croix de Chaubouret treibt aber noch knapp zwei weitere Kilometer durch den Wald, mal kurz von aufgerückten Felsblöcken aufgelockert. Die Steigung zieht wieder an, bleibt dennoch moderat unter den vorherigen Werten. Auf der Passhöhe erwartet den Radler eine Parkplatz-Orgie mit ausgedehnter versiegelter Fläche (für Wohnmobile, für Tagestouristen sowie für Busse bzw. die Buslinie nach St-Étienne), die dem Naturparkgedanken doch etwas entgegensteht. Wanderer dürfen sich an einem Asphaltplatz auf die Forstsetzung der hässlichsten Bank vom Col du Gratteau beim Col de l'Œillon freuen, allerdings hier ohne Aussicht, aber mit Infotafeln zum regionalen Naturpark Pilat. Mal vorhandene Toilette war im September 2022 außer Betrieb, von den zwei Lokalitäten nur eine geöffnet, eine etwas größere Ferienapartmentanlage versteckt sich etwas oberhalb des Endes der Nordauffahrt hinter Bäumen.


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Von pedalgeist

Diese Auffahrt zur Passhöhe darf man als die verkehrsärmste aller Varianten bezeichnen. Genau betrachtet gibt es sogar nochmals zwei Untervarianten dieser Route. Will man die Auffahrt vollständig aus einer Talsohle starten, beginnt die Auffahrt bereits in Bourg-Argental, wo gleichermaßen die alternative Südauffahrt über die D 2 und später D 8 erfolgt. Die erweiterte Anfahrt über die D 1082 ist identisch mit einem Teil der der Südostauffahrt des Col de la République, der sowohl radsporthistorisch als auch verkehrstechnisch eine größere Bedeutung hat, daher allerdings auch stärker befahren ist. Wir wählen den Abzweig am Croix de Laye auch deswegen als Startpunkt, weil man im Rahmen einer Pässetour vom Col de la République abwärts kommend ggf. nicht über Bourg-Argental fahren wird. In diesem Fall kann man sogar noch ein wenig höher in La Versanne abzweigen und über eine Lokalstraße (C 4) auf zur D 29 bei Thélis-la-Combe aufschließen. Dieser Einstieg befindet sich wahlweise bei etwa 900 m Höhe westlich oder bei 874 m unterhalb von La Versanne und beinhaltet gleichwohl zusätzliche 80 Hm aufgrund der Wölbung zwischen den beiden Tälern.

Wir beginnen die Auffahrt ungewöhnlicherweise gleich an einem Pass, der gleich neben der Kreuzung der D 1082 und der ableitenden D 29 liegt, deren Spur wir bis zur Passhöhe folgen. Ersatzweise zum Croix de Laye (auch Croix de l’Aye) können wir noch den an der Straße anliegenden Weiler Dame Chalay als Ortsbezeichnung notieren. Nur wenige Meter abseits der Transitader der D 1082 stoßen wir auf einen Wanderwegweiser mit Passschild. Wir schauen bereits ins Tal des Riotet und haben das Argental über eine Minikluse verlassen. Nach Süden führt gleichermaßen ein asphaltierter Fahrweg, der weiter unten über Schotter eine MTB-Variante von oder nach Bourg-Argental eröffnet. Der Straßenradfahrer wendet sich aber nach Norden und gleitet fast unmerklich ca. 40 Hm abwärts, um in einem Knick mit Nebenbach bei 742 m Meereshöhe die nun durchgehende Auffahrt anzugehen.

Die Talmulde im unteren Teil formt ein anschmiegsames, bäuerliches Landschaftsbild mit recht steilen Weidehängen und Streuobstwiesen mit Walnuss- und Apfelbäumen, manchmal von Hainen unterbrochen und mit aufgelockerter Besiedlung. In den oberen Etagen beschneiden dicht bewaldete Bergkuppen das heimelige Panorama, welches auch an liebliche Schwarzwaldtäler erinnert. Weite Fernsichten wie etwa auf der Nordseite sind nicht möglich. Der Verkehr besteht fast ausschließlich aus Anliegern, da für den Transit die östlichere Alternative genutzt wird. Mit der Zufahrt von La Versanne bei Thélis-la-Combe (871 m) steigert sich der Waldanteil mit pilz- und moosreichen Böden, über die sich Farne räkeln. Nach einer letzten freien Taleinsicht verschwindet die Straße schließlich dauerhaft in teils recht dunklem Wald. Zur Seite offenbaren sich kleine Lichtungen mit einer geheimnisvoller Aura von Stille, in den Morgenstunden von Spinnweben durchzogen und mit den Lichtbrechungen von Tautropfen. Die Straße wird indes schmaler und schlechter, während der erdige Geruch des Waldes in die Nase strömt. Die steileren Abschnitte liegen in den Waldpassagen, bleiben aber überschaubar und schwanken in den Werten wohl so zwischen 5 und 9 %, vielleicht auch mal kurz knapp zweistellig. Im Falle einer Abfahrt und mit dem stark verbreiteten Rollsplit muss man auch wegen der vielen Licht-Schatten-Wechsel erhöhte Vorsicht walten lassen. Der Pass erscheint dann nahezu unvermittelt aus der träumerischen Einsamkeit heraus mit seiner schändlichen Asphaltfläche.


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