Von kendo05 – Wer noch die letzten weißen Flecken auf seiner Mallorca-Tourenkarte erkunden möchte, sollte sich an – nennen wir es mal so – der Mauer von Es Verger versuchen. Es handelt sich dabei um ein fast durchgehend bestens asphaltiertes Sträßchen ohne nennenswerten Verkehr, das die Ma-1042 kurz vor Establiments mit Esporles verbindet. Es führt auf gut 550 m Höhe durch die Streusiedlung Es Verger und stellt damit einen der höchsten Rennradberge der Insel dar, in jedem Fall einen der anspruchsvollsten. Doch wer diese Herausforderung sucht, für den gibt es einen Wermutstropfen in Form eines ca. 2 km langen Abschnitts im Gipfelbereich mit sehr marodem und mit Schlaglöchern übersätem Asphalt.
Klingt schlimmer, als es ist. Hoch lässt sich das meiner Meinung nach durchaus noch vernünftig fahren. Und die paar hundert Meter, die es Richtung Esporles so noch runtergeht, muss man halt langsam fahren.
Von kendo05 – Auf der Ma-1042 von Calvia kommend biegt man ca. 3 km vor Establiments nach links ab. Hier beginnt der Berg auf ca. 110 m Höhe. Zunächst noch mit ein paar Wellen geht es durch ein offenes schönes Tal. Wenn die Straße im Pinienwald verschwindet (1,5 km), wird es anspruchsvoll. Immer wieder geht es in steilen Rampen und Kehren hoch. Wirklich flach wird es nirgends, nur mal etwas weniger steil. Von Kilometer 1,5 bis 4,5 sind es 340 Hm und damit gut 11 % Steigung im Durchschnitt! Tatsächlich gibt es einige Rampen von 20 % und wohl etwas mehr. Selbst mit einer Übersetzung von 30/25 musste ich zusehen, dass mein Vorderrad schön am Boden blieb. Bei Kilometer 4,5 erreicht man dann einen ersten Aufschwung. Bis hierher zählt eine Streckenkilometrierung alle 100 m runter. Es scheint hier wohl schon Bergzeitfahren gegeben zu haben. Von nun an geht es auf dem maroden Abschnitt in mehreren Wellen (weiterhin steil) noch 1,5 km weiter auf etwas über 550 m Höhe. Die Abfahrt ist dann nach weiteren ca. 500 m wieder tadellos asphaltiert und genussvoll zu befahren. 57 Befahrungen
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Von kendo05 – Da ich diesen Anstieg nicht gefahren bin, kann ich dazu nur soviel sagen: er ist weniger anspruchsvoll, weil die Strecke überwiegend in Stufen mit Flachstücken verläuft. Auch ist die maximale Steigung nicht so extrem. Die Route ist schwieriger zu finden. Das fängt schon unten in Esporles an, und dann gibt es mehrere Abzweigungen, an denen beim Hochfahren wohl nicht immer eindeutig ist, wo es weitergeht. Auch die extrem steile Abfahrt nach Süden dürfte nicht wirklich ein Genuss sein. Landschaftlich ist es schön mit mehr Ausblicken als bei der Südrampe. 36 Befahrungen
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