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Forca di Castiglione (1354 m)

img 1593.

Auffahrten

Von Droopy – Ich mag keine Pferde, auch nicht als Steak, höchstens Jolly Jumper oder als Emblem in einem Markenzeichen auf der Motorhaube. Als Radfahrer hatte ich mit ihnen schon oft kritische Begegnung im Alltag, denn der Fluchtreflex und die Nervosität dieser Spezies ist schon sehr ausgeprägt, insbesondere wenn der Campagnolo-Leerlauf knattert. Ein echter Tierschreck. Von bösen Leserkommentaren bitte ich indes abzusehen. Jeder hat so seine Vorlieben und auch ein Umstieg auf Shimano ist keine Option. Dass ich auf dieser einsamen Passstraße gleich Dutzende treffen werde, weiß ich aber beim Einstieg noch nicht.
Zunächst geht es durchaus beschattet auf etwas holpriger Strecke nach oben. Da die Steigung keine fünf Prozent überschreitet, geht es zügig voran und wir erreichen eine aus San Nicola einmündende steile Bergstraße. Der Asphalt ist in der Zwischenzeit besser geworden und bleibt bis zum Scheitel akzeptabel. In Richtung des Raiotals begleitet mich nun ständig eine freie Aussicht. Selbst die Autobahn Rom–Pescara fügt sich harmonisch in dieses Landschaftsbild.
Außer dem Rascheln der vielen Eidechsen am Straßenrand ist nichts zu hören. Dafür stinkt es kräftig nach Tier. Der schweißige Geruch kommt mir bekannt vor, aber ich kann ihn leider nicht zuordnen. Erst im oberen Teil der Strecke löst sich das Rätsel auf. Wilde Pferde, und zwar eine ganze Herde. Mit Glöckchen um den Hals wie weiland in den Alpen die Bergkühe. Sie grasen hier frei an den Hängen im Unterholz und auf den kargen Bergkuppen. Abruzzesische Almwirtschaft einmal ohne Schafe.
Kurz vor der Passhöhe dann der erste und einzige Brunnen des Anstiegs an einem verlassenen Haus. Fremdbesetzt. Zwei Muttertiere samt ihren Fohlen tränken. Bevor ich aus respektvoller Entfernung ein Bild schießen kann, haben die Tiere mich entdeckt und traben aufgescheucht den Hang hinauf. Schade. Dafür kann ich jetzt trinken. Die Passhöhe selbst ist unspektakulär.
Was ich heute gelernt habe? Aus der Konfrontationstherapie mit den ungeliebten Huftieren leider nichts, Kühe sind mir immer noch lieber. Und bei der Gluthitze am Auffahrtstag hängen meine Gedanken auch direkt bei frischen Almwiesen, einem rauschenden Wasserfall oder einer frischen Brise in den Schweizer Bergen. Trotzdem: bellissima salita!
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Dolce Vita
Von Droopy – Für diese Strecke reicht die Kurzfassung. Bis San Nicola unspektakulär. Im Dorf selbst gibt es auch nichts zu sehen. Anschließend geht es weiter auf schmaler Straße, die sich kurvenreich nach oben windet. Allerdings kann dieses Stück ziemlich weh tun. Auf rund 1,5 Kilometer werden knapp über 200 Höhenmeter gemacht, in Spitzen bis 13 Prozent. Das braucht in dieser lieblichen Umgebung wirklich niemand. Auch für die Abfahrt kein guter Tipp, denn durch die engen Kurven kleben die Finger an den Bremsen. Und die Abkürzung zur Hauptstrecke? Nicht der Rede wert.
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