Älggialp (1638 m)

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Älggialp (1638 m)

Alpen, Zentralschweiz, Urner Alpen, Obwalden.
Die Älggialp liegt in der Gemeinde Sachseln im Kanton Obwalden auf ca. 1640 m Höhe östlich des Sarner Sees und des Lungerersees. Wir befinden uns hier zwischen dem Melchtal und dem Kleinen Melchtal in den Urner Alpen. Über dem Almboden erheben sich die Gipfel des Haupt (2312 m) und des Hochstollen (2481 m).
Die Älggialp liegt an ganz besonderer Stelle, und zwar am geographischen Mittelpunkt der Schweiz. Dieser wurde im Jahre 1988 anlässlich der 150-Jahrfeier des Bundesamtes für Landestopografie ausgemessen. Bei dem Mittelpunkt handelt es sich eigentlich um einen Flächenschwerpunkt. Dieser Punkt liegt schwer zugänglich oberhalb der Felswand von Chli-Älggi, weshalb 500 m weiter südöstlich ein öffentlich zugänglicher Stein angebracht wurde, der den Mittelpunkt symbolisiert und an dem auch alljährlich der Schweizer oder die Schweizerin des Jahres geehrt wird.
Die Auffahrt zur Älggialp gehört wohl zu den anspruchvollsten in der gesamten Schweiz. Sie gliedert sich in zwei gleich lange Abschnitte. Die ersten 5 km verlaufen über die bereits beschriebene Blitzlischwandstraße. Auf dieser Strecke werden bereits 600 Hm gewonnen. Dann zweigt die etwa 5 km lange Stichstraße zur Älggialp ab. Für diese gilt eine Einbahnstraßenregelung. Noch einmal wollen über 500 Hm gewonnen werden.
Für die Beschreibung danken wir kletterkünstler Mail an Absender

Liste der Auffahrten

Nordauffahrt von Edisried9,8 km1130 HmSchön: 4 SterneHart: 5 Sterne

Nordauffahrt von Edisried  9,8 km / 1130 Hm Schön: 4 Sterne Hart: 5 Sterne

Profile und Tracks

Profil der Auffahrt Nordauffahrt von Edisried
Wir beginnen die Auffahrt in Edisried (510 m). Am Abzweig von der Hauptstraße zwischen Giswil und Sachseln weist uns ein Schild schon auf die Älggialp hin. Daher beginnen wir mit der Beschreibung auch schon in Edisried und nicht erst am Abzweig auf 1090 m. Die ersten 5 km sind dann also identisch mit der Auffahrt zur Blitzlischwand. Längere Rampen mit 15 % Steigung und Spitzen bis zu 20 % verlangen einem viel ab. Der Sarner See gerät nicht oft ins Blickfeld, da der Anstieg meist im Wald verläuft und gerade dort besonders steil ist. Hinzu kommt der schlechte Belag und die Enge der Straße, auf der keine zwei Autos nebeneinander Platz finden. Gelegenheiten zur Pause gibt es auch kaum welche, da die hohe Steigung in Verbindung mit der schmalen Straße ein Anfahren meist nicht zulassen. Flachere Abschnitte sind die Ausnahme.

Nach 5 km ist der Abzweig in der Spitzkehre auf 1090 m Höhe erreicht. Hier sollte man die Möglichkeit zu einer Rast nutzen, denn viele Gelegenheiten dazu ergeben sich auch weiterhin nicht. Im Gegenteil: Die Straße wird nun noch schmaler. Daher gilt hier auch eine Einbahnstraßenregelung: Zu geraden Stunden (z.B. 10 bis 10.40 Uhr) ist die Auffahrt erlaubt, zu ungeraden Stunden (z.B. 11 bis 11.40 Uhr) die Abfahrt. Daran sollte man sich auch als Radfahrer halten, denn die Breite der Straße reicht kaum für ein Auto und ein Rad nebeneinander aus, und entgegenkommende Autofahrer rechnen nicht mit Gegenverkehr. Daher schießt einem auch ganz schön das Adrenalin in die Adern, wenn sich von hinten ein Auto nähert. Oftmals geht es nämlich rechts der Straße steil hinunter, und Leitplanken o.ä. gibt es nicht. Und wer absteigt, hat verloren und darf zu Fuß weitergehen.

Die Steigung bleibt weiterhin hoch. Weicht der Wald kurzzeitig Wiesen, flacht das Sträßchen deutlich ab. Hier ist das Profil sogar kurzzeitig leicht wellig, so dass man sich kurz erholen kann, ehe es wieder im gewohnten Stil weitergeht. Die Straße windet sich sehr abenteuerlich nach oben. Links erhebt sich meist die Felswand, während es rechts ungeschützt tief und steil hinunter geht. Unter uns liegt das Kleine Melchtal, in das unterwegs ein zumindest zunächst noch asphaltierter Weg abzweigt. Mittels Betonplatte werden unterwegs drei Wasserfälle überquert, wobei letzterer den Schlussteil einläutet, und gleich zu Beginn stellt sich uns eine kurze, bis zu 22 % steile Rampe in den Weg.
Zwei enge Kehren bieten die Gelegenheit zu einer kurzen Erholungspause. Durch einen Rechtsbogen hindurch erreichen wir schließlich die Alpfläche und kurz darauf hinter dem Parkplatz auf der rechten Seite das Berggasthaus Älggialp. Hier endet auch der Asphalt. Am Berggasthaus vorbei gelangt man über einen unbefestigten Weg zum geographischen Mittelpunkt der Schweiz.

Die Abfahrt ist nun mit Vorsicht zu genießen. Viel mehr als 30 km/h wird man wohl nicht erreichen, wenn man ein wenig an seinem Leben hängt. Schlechter Belag, Abflussrinnen, Weideroste, Steine auf der engen und kurvigen Fahrbahn lassen diese Abfahrt nicht zu einem Vergnügen werden und strengen fast genauso an wie die Auffahrt. Insbesondere Arme und Hände werden sehr gefordert. Alles in allem ein sehr abenteuerliches, durch wildromantische Landschaft führendes Stück Bergstraße. Unbedingt zu empfehlen!
Für die Beschreibung danken wir kletterkünstler Mail an Absender

Highscores

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Platz   Fahrer     Zeit                    Datum            Aktion
kletterkünstler Mail an Absenderohne Zeit02.08.2009
Laracroft Mail an Absenderohne Zeit10.07.2007
nino_schurter_fan Mail an Absenderohne Zeit30.05.2009