Bealach na Bà (626 m)

Verstecke den Buchungsstand der quaeldich-Reisen & Events
netzathleten

Bealach na Bà (626 m)
Cattle Pass, Applecross Road

Highlands, Northwest Highlands.
Alpine Streckenführung
Oberflächliche Recherchen können schnell dazu führen, dass man glaubt, es handele sich beim Bealach na Bà um die höchste Passstraße Schottlands und auch Großbritanniens. Tatsächlich kann dies aber nur der Cairnwell Pass mit seinen 670 m Höhe für sich beanspruchen, während die hier beschriebene Straße nach Applecross auf der gleichnamigen Halbinsel nur Rang 3 der höchsten Passstraßen bzw. Rang 4 der höchsten Straßen Schottlands (und Großbritanniens, was keinen Unterschied macht) belegt. Das macht sie jedoch nicht weniger berühmt, denn die Rankings für Schönheit, Straßenführung und Abgeschiedenheit kann sie klar für sich entscheiden.

Die Geschichte des Passes beginnt allerdings einige Zeit bevor Menschen sich Gedanken zu überflüssigen Rankings machten: Der kleine Ort Applecross an der Westküste der zu den Northwest Highlands gehörenden Halbinsel wurde erst 1822 durch eine Schotterstraße mit Kishorn, den Ortschaften an der Spitze des Loch Kishorn, verbunden, welche jedoch nur schwer zu räumen und schlecht befahrbar war. So blieben der Ort Applecross und die Ansiedlungen nördlich davon, zu denen nicht einmal eine Straße führte, bis ins 20. Jahrhundert oft nur per Schiff erreichbar. Dass der Fährmann im Winter auf seiner Route zwischen dem Festlandsort Kyle of Lochalsh (wenige Kilometer südlich der Applecross-Halbinsel) und Stornoway auf der Insel Lewis (knapp 100 km nordwestlich) nur in Richtung Stornoway in Applecross anlegte, verschlechterte die Situation noch einmal. Erst in den 1950er Jahren wurde die Straße nach Applecross asphaltiert, wodurch zumindest der südliche Teil der Halbinsel besser erreichbar wurde. Die von Applecross nach Norden entlang der Küste weiterführende Straße, wo sich weitere kleine Siedlungen befinden, entstand erst 1975 und bot damit von Shieldaig aus einen weiteren, deutlich flacheren Zugang. (Quelle: Undiscovered Scotland)

Doch zurück zum höheren und interessanteren Vieh- oder Rinderpass, wie die Übersetzung von Bealach na Bà aus dem Gälischen oder der üblichen englischen Bezeichnung Cattle Pass ist. Mit seiner alpin anmutenden Straßenführung in Form mehrerer Spitzkehren und Steigungen von bis zu 15 % hat dieser Pass eine herausragende Stellung unter den anderen die Highlands durchquerenden Straßen. Die in Schottland sowieso schon recht karge Vegetation erreicht in der Nähe der rauhen Küste nochmals ein Minimum und sorgt für Hochgebirgsstimmung vom ersten, quasi auf Meereshöhe liegenden Höhenmeter bis zum letzten Höhenmeter zur Passhöhe auf 626 m, wo eine unbefestigte Straße auf den benachbarten Berg (>750 m) abzweigt (Bild). Der Cattle Pass hat damit das Potential, das radsportliche Highlight jedes Schottlandurlaubs zu werden.
Für die Beschreibung danken wir Reinhard Mail an Absender

Liste der Auffahrten

Ostauffahrt von Tornapress/Kishorn9,6 km618 HmSchön: 5 SterneHart: 5 Sterne
Westauffahrt von Applecross8,5 km615 HmSchön: 4 SterneHart: 5 Sterne

Ostauffahrt von Tornapress/Kishorn  9,6 km / 618 Hm Schön: 5 Sterne Hart: 5 Sterne

Profile und Tracks

Profil der Auffahrt Ostauffahrt von Tornapress/Kishorn
Die Anfahrt zum Pass in Richtung Applecross beginnt an einem Abzweig von der A896 zwischen Lochcarron und Shieldaig. Tornapress ist vermutlich nicht viel mehr als die Bezeichnung für diesen Abzweig selbst; die Siedlungen südlich davon werden, wie schon oben erwähnt, als Kishorn zusammengefasst. Der Abzweig selbst ist nicht zu verpassen, deuten doch große Hinweisschilder auf die Road to Applecross hin und warnen gleichzeitig vor schwierigen Fahrbedingungen.
Als Radfahrer hat man keinen Grund, sich davon abschrecken zu lassen und durchquert schnell die Talsenke des in das gleichnamige Loch führenden River Kishorn. Der Pass meint es anschließend weiterhin gut und gönnt dem Radfahrer einige Eingewöhnungszeit, während er zunehmend ansteigend nach Querung des Baches Russel Burn in das zum Pass hinaufführende Tal leitet. Dabei wendet sich der Blick bald ab von der Seezunge, und das Hochgebirgsgefühl kann sich ungetrübt einstellen. Typisch schottisch handelt es sich natürlich beim ganzen Pass um eine Single Track Road mit Ausweichstellen in regelmäßigen Abständen, die auch mal eine sichere Pause zum Fotografieren oder Verschnaufen ermöglichen. Wenn sich auf 500 m Höhe die Passhöhe schon fast andeutet, beginnt mit dem Serpentinenteil der schönste Abschnitt, in dem es wohl auch den letzten Fotoapparat nicht mehr in der Trikottasche oder dem Rucksack hält. Topographisch gehen ausgedehntere Pausen hier auch völlig in Ordnung, denn der schwierigste Teil ist geschafft, und bis zur nicht ganz so spektakulären Passhöhe wird es immer flacher.
Wessen Tagesziel nur der Campingplatz in Applecross ist, sollte es auf der Abfahrt einfach nur rollen lassen und die bezaubernd karge Schottlandidylle mit tiefen Atemzügen reinster Highlandluft in sich aufnehmen.
Für die Beschreibung danken wir Reinhard Mail an Absender

Highscores

Highscore eintragen.
Platz   Fahrer     Zeit                    Datum            Aktion
Reinhard Mail an Absenderohne Zeit01.09.2011
Dracho Mail an Absenderohne Zeit01.09.2011

Westauffahrt von Applecross  8,5 km / 615 Hm Schön: 4 Sterne Hart: 5 Sterne

Profile und Tracks

Profil der Auffahrt Westauffahrt von Applecross
Diese Beschreibung ist noch offen - Hier kannst du lesen, wie du die Beschreibung beisteuern kannst. quäldich.de lebt von deiner Mithilfe. Vielen Dank!

Highscores

Highscore eintragen.
Platz   Fahrer     Zeit                    Datum            Aktion
Columbusgenius Mail an Absenderohne Zeit17.08.2008