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Calfeisental (1340 m) St. Martin

...an schroffen Felsen entlang...

Auffahrten

Von Uwe – Wir beginnen unsere Fahrt nach St. Martin in Vättis (955 m Höhe), indem wir der Beschilderung Calfeisental/St. Martin folgen. Die schmale, gut einspurige Straße mit Ausweichstellen führt wunderschön zuerst durch Wald, bis man in einer Talstufe mit Bergweiden ankommt. Dort befindet sich das Gasthaus Gigerwald mit Blick auf die Staumauer des Gigerwaldstausees.
Wir fahren auf der linken Talseite am Hang in zwei Kehren bergauf und erreichen erst eine Lawinengalerie, die dann in einen nur einfach in den Fels gehauenen, schwach beleuchteten Tunnel mündet. Am Ende des Tunnels kommen wir auf die Krone der Staumauer, auf der wir die Talseite wechseln.
Hier haben wir eventuell etwas Wartezeit, bis wir die weitere fast flache Strecke nach St. Martin befahren dürfen. Der Verkehr auf der schmalen Straße entlang des Sees ist zeitlich als Einbahnstraße geregelt: in den ersten 20 Minuten einer vollen Stunde darf die Straße taleinwärts befahren werden und in den ersten 20 Minuten ab einer vollen halben Stunde darf man wieder von St. Martin zurück fahren. Man kann aber die Wartezeit bestimmt sehr gut nutzen, um die Landschaft zu genießen.
Ist man an der Reihe, verläuft die weitere Strecke fast flach am Ufer des Sees entlang und führt durch mehrere, sehr schwach beleuchtete Tunnels, die einfach nur in den Fels gehauen sind. Die Fahrbahn ist ordentlich mit nur wenigen Schlaglöchern. In den Tunnels plätschert an vielen Stellen Wasser aus dem Fels und man wird garantiert etwas nass. Einige Tunnels haben auch seitliche Lichtöffnungen, wo es sich bestimmt lohnt, einmal kurz anzuhalten, und einen Blick aus dem Fenster zu werfen.
Am Ende der Straße kommen wir dann endlich in St. Martin an. So abgelegen und einfach wie hier leben die Walser an einigen Orten der Alpen schon seit 300 und mehr Jahren. Eine kleine Kapelle und einige wenige urige Holzblockhäuser bilden den gesamten Ort, der schön gepflegt ist und sogar einen gastronomischen Betrieb aufweist, wo wir uns erfrischen können und auch einige hausgemachte Spezialitäten bekommen können. Eine Empfehlung sind die hausgemachten „Totenbeinli”, die hier etwas anders aussehen, als man sie aus dem Supermarkt kennt. Wer sich schon hierhin fast an das Ende der Welt verirrt hat, kann vielleicht auch noch als weitere Erkundung ab Vättis einen Ausflug zum Kunkelspass unternehmen, der aber leider auf seiner Südseite nicht rennradtauglich ist. Wir haben es trotzdem versucht und haben eine weitere superschöne Strecke erlebt.
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00:45:00 | 12.09.2018
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