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Kunkelspass (1357 m)

Keine Angst, der tut nix!

Auffahrten

Von Uwe – Unsere Route beginnt an derselben Stelle wie die Auffahrt ins Calfeisental hinter St. Martin in der kleinen Ortschaft Pfäffers (955 m Höhe) im Taminatal.
Zuerst geht es relativ flach gemütlich über den Talboden. Die schmale Straße ist teilweise mit Recycling-Asphalt versehen, was heißt, dass auch teilweise etwas loser Splitt zwischen den Fahrspuren liegt. Wenn man aber keine Schlangenlinien fährt, ist das für uns weiter nicht von Bedeutung. Der wenige motorisierte Verkehr passt kaum an uns vorbei und friedliebende Radler müssen wohl gelegentlich einmal kurz etwas Platz machen, wenn ein Traktor oder noch seltener ein PKW kommt.
Bei Kilometer 5,0 ab Vättis wird es etwas steiler bis ca. 8 %, und ab Kilometer 6,0 auch bis 13 %. Dann bei Kilometer 6,8 beginnt ein ca. 400 Meter langer Abschnitt mit Naturbelag mit bis zu 13 % Steigung, der aber in gutem Zustand ist und kein echtes Problem darstellt. Danach kommen noch gut 200 Meter bis zur Passhöhe, an der das Berghaus Überuf steht, in dem es sogar ein Matratzenlager und ein Restaurant gibt.
Hier tummeln sich bei schönem Wetter viele Mountainbiker, und es kann auch sein, dass man als Rennradler etwas mitleidig betrachtet wird, da man als Rennradler angeblich nicht weiter fahren kann. Wir haben den Gegenbeweis versucht und sind gut durchgekommen. Außer einem verlorenen Rücklicht, welches die Schüttelei nicht überstanden hat und sich heimlich verabschiedete, waren keine Schäden zu beklagen. An der damit verbundenen Umweltverschmutzung (Entsorgung von Elektronikschrott, Altbatterien, Plastikteile) ist leider nichts mehr zu ändern.

29 Befahrungen Befahrung eintragen
Schnellste Zeit
00:31:11 | 27.08.2017
Jerrythemerry
Mittlere Zeit
01:23:20 | 08.08.2008
Owingerjan
Dolce Vita
02:00:00 | 25.06.2014
denbergfloh
Von Uwe – Da wir dieses Naturerlebnis nur bergab erlebt haben und es auch nur in dieser Richtung anbieten können, folgt diese Beschreibung auch in dieser Richtung. Wer diese Strecke befahren möchte, sollte sich eventuell auf eine Schiebestrecke von maximal 3,5 Kilometern einstellen und vielleicht ein Paar Laufschuhe mitnehmen. Vorsichtige Steuerkünstler schaffen es vielleicht auch ohne zu schieben, könnten aber ihre Schuhplatten bei den vielen Aussichtstopps zerstören. Raser sollten ihrem Hobby besser an anderer Stelle nachgehen.
Wer den Kunkelspass von Süden auffahren möchte, kann dies gerne versuchen, sollte sich aber dessen bewusst sein, das das kein Kindergeburtstag ist. Von der Passhöhe kommend endet nach wenigen Metern bei der Einfahrt in den Wald der Asphaltbelag der einspurigen Straße. Es wird bocksteil und grober Schotter fordert meine nur sehr schwach ausgebildeten Steuerkünste. Mitleidig oder sogar verächtlich schauenden MTB-lern grüßen wir freundlich und tun unsere Begeisterung über die Schönheit der Natur und die supertolle Streckenführung kund.
Schon nach wenigen hundert Metern erreichen wir das absolute Highlight der Strecke, das Foppaloch, einen nackt in den Fels gehauenen, unbeleuchteten Tunnel, der steil und in Schlangenlinien durch eine ausgesetzte Stelle der Steilwand führt. Anhalten und Landschaft genießen!
Uns sind sogar in diesem Tunnel einige Autos begegnet, was heißt, dass man auf jeden Fall vom Rad muss und eine Stelle suchen muss, wo man sich überhaupt begegnen kann. Der Tunnel hat einige seitliche Öffnungen, die einen Blick in die Tiefe bieten – also unbedingt anhalten und aus dem Fenster sehen!
Nach ca. 3,5 Kilometern ab Passhöhe sind nicht mehr nur kurze Passagen mit Recycling-Asphalt befestigt, sondern die ganze Strecke bis nach Tamins, wo wir nach 6,3 Kilometern ankommen. Die letzten Kilometer sind auch nur noch bis zu 12 % steil, meistens auch noch flacher.
Die Südrampe des Kunkelspasses war nach meinem Geschmack bisher eine der schönsten Strecken, die ich mit dem Rad gefahren bin. Schon seit vielen Jahren kenne ich diesen Pass nur von der Landkarte (genau gesagt seit 1986) und habe seitdem immer auf eine brauchbare Gelegenheit gewartet, dieses für mich „schönste Problem in Graubünden” zu lösen. Gelegentliche Recherche im Internet, um Infos zu bekommen, ob dieser Pass mit dem Rennrad zu befahren ist, führten zu keinem wirklichen Ergebnis, obwohl gerade hier auf quaeldich einige Leute vorsichtige Tipps abgegeben hatten. Dass der Kunkelspass für MTB ein Highlight ist, war sehr schnell heraus zu finden. Hiermit ist jetzt somit eine verwertbare Info für andere abenteuerlustige Rennradler verfügbar.

15 Befahrungen Befahrung eintragen
Schnellste Zeit
00:45:00 | 13.06.2010
Bike-Martin
Mittlere Zeit
01:08:00 | 08.10.2008
roger2
Dolce Vita
01:10:00 | 17.05.2009
Renko
Eigenwerbung von quaeldich.de

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