Col de Morbieux (790 m)
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DLRF: 2
Col de Morbieux (790 m)
Vogesen, Lorraine (Lothringen).
Über den Col de Morbieux führt ein asphaltierter Waldweg, der das obere Moseltal mit dem unteren Moselottetal verbindet. Wir nennen es jetzt einmal unteres Moselottetal, weil es vom nördlichen Ausgangspunkt der Paßstraße, Saulxures-sur-Moselotte, nicht mehr weit ist bis Remiremont, wo – poetisch gesprochen – sich die klaren Wasser der Moselotte in die Mosel ergießen und sie ihren kurzen Weg beendet. Auf einigen Internetseiten sieht man den Namen des Passes als Col de Morbieu, was aber vom Paßschild widerlegt wird. Muß man den Col de Morbieux kennen? Nein! Aber wer eine fast verkehrsfreie Alternative zum langweiligen Col du Ménil im Osten sucht, der wird hier fündig. Ansonsten sollte man bedenken, dass ein asphaltierter Waldweg in den Vogesen (aber auch anderswo) mit einer gewissen Holprigkeit verbunden ist.
Für die Beschreibung danken wir AP 

Liste der Auffahrten
| Südanfahrt von Ramonchamp | 5,5 km | 325 Hm | ![]() | ![]() |
| Nordanfahrt von Saulxures-sur-Moselotte | 5,8 km | 340 Hm |
Südanfahrt von Ramonchamp 5,5 km / 325 Hm

Die Südanfahrt zum Col de Morbieux ist der klassische Fall einer Auffahrt, bei der man ein Steigungsprofil, das die Kilometerdurchschnittsprozente zeigt, zusammenknüllen und in die Tonne treten kann. Die ganze Strecke ist in Wirklichkeit einfach eine Folge von mal mehr, mal weniger langen Rampen und Flachstücken, wobei als Maximum 15 % Steigung geboten werden. Also die Art Berg, die Radler, welche die Gleichmäßigkeit schätzen, in den Wahnsinn treibt.Zudem ist der Pass in Ramonchamp nicht ausgeschildert. Allerdings gibt es ein Hinweisschild zur Auberge de Morbieux, das an dem Abzweig der rue de Morbieux von der Hauptstraße plaziert wurde. Zweimal „Morbieux”, das müsste eigentlich jedem auffallen. Und somit ist die erwähnte Kreuzung auch der Startpunkt der Auffahrt.
Erstmal geht es flach aus dem Ortskern heraus, wobei zunächst aber immer wieder Häuser am Wegrand stehen. Wie schon oben erwähnt, zieht die Straße hin und wieder deutlich an und nimmt dann wieder raus, wobei die Flachpassagen länger als die Rampen sind. Hinter Ramonchamp fährt man durch ein ruhiges Vogesental mit der üblichen Mischung aus Wiesen, Hecken und Obstbäumen; man kann sich nicht ganz des Eindrucks erwehren, dass sich der Wald von den flankierenden Berghängen aus langsam sein verlorenes Terrain zurückholt.
Die Szenerie ändert sich nach etwa 2,5 km hinter der Auberge de Morbieux. Nicht nur verschwindet die Straße im Wald, die Rampen gewinnen nun auch die Oberhand gegenüber den Flachstücken. Auf dem vierten Kilometer findet man die steilsten Abschnitte, wobei die Straße dort einen großen Schlenker im Wald macht und später wieder nach Norden biegt.
Das Ende der Auffahrt ist recht kurios. Es wird flacher und flacher, man biegt um eine Rechtskurve, die ganz offensichtlich der höchste Punkt des Kamms zwischen den Bergen links und rechts ist, und erwartet die Passhöhe dahinter. Pustekuchen! Es folgt eine lange, ganz leicht abfallende Gerade, und dann erst steht das Passschild am Waldrand.
Für die Beschreibung danken wir AP 













