Col du Granier (1134 m)

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Col du Granier (1134 m)

Alpen, Chartreuse, Rhône-Alpes.
Mont Granier
als Abschluss des Hauptkamms
Das Tor zur Chartreuse von Norden ist der Col du Granier. Von Chambery und den südöstlich vorgelagerten Ortschaften sind etwa sechs Auffahrtsvarianten möglich mit beträchtlichem Höhenunterschied von über 800 Hm, von der Hochebene jedoch führt nur die D912 zum Pass. Grund für die vielen Strecken ist wohl, dass an diesen Hängen zahlreiche Weinberge angesiedelt sind und somit eine deutliche dichtere Besiedelung in den unteren Bereichen existiert.
Gelegen ist der Pass am Fuß des mächtigen Mont Granier mit 1933 m Höhe, dessen imposante Nordansicht wild und steil über dem Pass in die Höhe ragt. An der anderen Passseite befindet sich der kleinere Mont Joigny mit nur 1556 m Höhe. Im Jahre 1284 ereignete sich hier eine Katastrophe, als die gesamte Bergflanke zwischen beiden Bergen einstürzte und einige Dörfer unter sich begrub (ca. 5000 Tote). Das dürfte dann auch die Geburtsstunde dieses Passes gewesen sein. Es dauerte danach viele hundert Jahre, bis wieder eine Besiedelung dieses Bereiches stattfand.
Die Bezeichnung Tor ist hier sehr passend, da man nach dem langen Anstieg im wahrsten Sinne des Wortes die grüne Hochebene betritt, die sich vor einem nach innen abfallend ausbreitet. Flankiert von den typischen Felsbergen kann man dann in der Abfahrt nach St. Pierre d’Entremont schön einen ersten Eindruck des Naturschutzgebietes gewinnen.
Für die Beschreibung danken wir stb72 Mail an Absender

Liste der Auffahrten

Ostanfahrt von Chapareillan10,1 km844 HmSchön: 3 SterneHart: 4 Sterne
Nordanfahrt von Chambery15,3 km864 HmSchönheit nicht bewertetHärte nicht bewertet
Nordostanfahrt von St.-Baldoph11,5 km823 HmSchönheit nicht bewertetHärte nicht bewertet
Südanfahrt von Saint Pierre d'Entremont10 km476 HmSchön: 4 SterneHart: 2 Sterne

Ostanfahrt von Chapareillan  10,1 km / 844 Hm Schön: 3 Sterne Hart: 4 Sterne

Der tiefste Punkt dieser Variante zum Granier ist Chapareillan im breiten Isère-Tal und somit eigentlicher Ausgangspunkt auf ca. 290 m Höhe.
Es gibt jedoch im Verlauf der ersten nicht allzu schweren 2 bis 3 km noch einige Möglichkeiten, von Norden oder Süden in diese Straße einzumünden. Besonders im kleinen am Hang gelegenen Ort La Palud treffen sich einige Straßen gerade rechtzeitig, bevor der schwierige Teil beginnt. Hierher mündet man auch in die Auffahrt ein, wenn man beispielsweise die Umrundung des Chartreuse-Hauptkamms über den Col du Coq und die wellige Höhenstraße einschließlich des Col de Marcieu in Angriff nimmt.
Ab dieser Kreuzung auf ca. 500 m Höhe gibt es dann für die letzten knapp 7 km nur noch einen Weg, und dieser ist bei über 9 % im Schnitt auch nicht von der einfachen Sorte. Waren bis hierher die ersten 3 km durch offenes bebautes Gelände bei um die 7 % Steigung, wird es für den nächsten Kilometer meist zweistellig. Die Tatsache, dass die Straße nun recht bald in den Wald hinein führt, sorgt wenigstens für keinerlei Ablenkung.
Hat man die erste Kehre im Waldstück erreicht, so nimmt sich die Steigung meist wieder ein wenig zurück und führt nun kurvig nach oben. Kilometer 7 ist dann am steilsten, hier sind dann auch kurze Spitzen bis zu 14–15 % drin.
Bei dem folgenden geraden Teilstück öffnet sich der Wald dann nach Süden ein wenig, und man hat die steil aufragende Nordwand des Mont Granier direkt vor Augen. Irgendwie erinnert die teilweise rötlich schimmernde Felswand an vertraute Western-Motive aus den Wüsten Amerikas. Und wunderbar passend nimmt die Steigung hier wieder ab, so dass man den Anblick auch ein wenig auskosten kann.
Dies sollte man auch tun, denn die letzten 2 km zum Col sind dann durch einige Kehren hindurch noch mal deutlich schwieriger, öfter im zweistelligen Bereich. Ein würdiger Abschluss für eine der steileren Auffahrten hier, die man nicht unterschätzen sollte. Die verkehrsarme Straße mündet dann direkt am Pass in die gemäßigte Hauptroute (D912) von Chambery her kommend, die mit zahlreichen lohnenswerten und steileren Varianten in die Chartreuse führt. Hier dürfte (sofern asphaltiert) besonders die kleine Straße von Les Abymes interessant sein.
Für die Beschreibung danken wir stb72 Mail an Absender

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stb72 Mail an Absenderohne Zeit09.06.2007

Nordanfahrt von Chambery  15,3 km / 864 Hm Schönheit nicht bewertet Härte nicht bewertet

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1.Quälbastian Mail an Absender0 h 59 m 55 s26.07.2009

Nordostanfahrt von St.-Baldoph  11,5 km / 823 Hm Schönheit nicht bewertet Härte nicht bewertet

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KenR Mail an Absenderohne Zeit27.03.2003

Südanfahrt von Saint Pierre d'Entremont  10 km / 476 Hm Schön: 4 Sterne Hart: 2 Sterne

Die Anfahrt beginnt im Zentrum von Saint Pierre d’Entremont an der einzigen großen Straßenkreuzung, der Pass ist hier auch ausgeschildert. Man kann sich auf dem ersten Kilometer auf einem Flachstück noch einfahren und die schönen grünen Berghänge genießen, dann aber zieht die Steigung ein wenig auf 4–5 % an, auch kurze Spitzen mit 6 % sind dabei. Rechts plätschert ein Bach und lädt zur Abkühlung ein.
Wir aber fahren weiter auf einem kurzen Flachstück, bis sich dann bei wieder 5 % Steigung das Tal zu einer kleinen Schlucht verengt. Weiter geht es bei 4 % bis zu einer kleinen Brücke, danach beginnt ein längeres Stück des Weges mit konstanten 7 % Steigung, die erst kurz vor Entremont-le-Vieux nachlässt.
Ab dem Ortsausgang liegt man für die nächsten beiden Kilometer wieder bei 5–6 %. Erschwerend ist, dass man jetzt so gut wie keinen Schatten mehr hat, sehr schweißtreibend also, wenn die Sonne brennt. Eine schöne Ablenkung ist da die atemberaubende Kulisse des Mont Granier, der rechts über einem empor ragt.
Nach einer Doppelkehre kann man bei 2–3 % kurz die Beine ausschütteln, dann geht es aber mit gleichbleibenden 6 % wieder weiter auf eine kleine Hochebene, wo man nochmals kurz verschnaufen kann. Nach einer Rechtskurve beginnt der Schlussanstieg mit 7 %. Auf der Passhöhe ohne Fernsicht findet man ein kleines Café mit Souvenirshop.
Für die Beschreibung danken wir Pusinelli Mail an Absender

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Pusinelli Mail an Absenderohne Zeit09.04.2011