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Furt (1522 m)
Garschlu, Pizolbahn

Alpen, Glarner Alpen, St. Gallen.
Der Falknis mit 2562 m Höhe
Der Pizol mit seiner berühmten 5-Seen-Wanderung gilt im Sommer eher als Wanderparadies denn als Rennradziel. Bei näherer Betrachtung ist dies jedoch nicht zwangsläufig richtig, gibt es doch an seinen und den benachbarten Berghängen zahlreiche lohnende Stichstraßen zu den so genannten Sässen der Bergbauern.
In diesem Fall ist es jedoch eine Einrichtung der touristischen Infrastruktur des Berges, sowohl im Sommer als auch im Winter.
In Wangs hat eine der beiden Pizolbahnen ihren Ausgangspunkt. Die Gondelbahn führt hierbei bis Furt auf 1522 m Höhe, anno 2009 jedoch wird aktuell eine neue Bahn gebaut, und die Gondeln ruhen. Ab Furt gehts dann per Sesselbahn weiter über die Gaffiahütte bis zur Pizolhütte auf 2227 m Höhe, spätestens ab hier muss dann berggewandert werden.

Erfreulicherweise (oder auch nicht) für uns führt ein Zubringerweg (wie auch bei der anderen Pizolbahn ab Bad Ragaz) nach oben bis zum Berghotel Furt. Auf dessen Homepage heißt es so schön: „Wer sich am Abend noch sportlich betätigen möchte, kann der Kegelchampion werden.” Nun, wer sich auch am Tage sportlich betätigen möchte, dem sei alternativ vielleicht auch die Befahrung dieses Bergsträßchens mit dem Renner ans Herz gelegt, was ein Genuss der besonderen Art ist. Die ersten und letzten paar flacheren Meter ausgenommen bringt der Weg einen sehr deftigen Schnitt jenseits der 14 % auf über 7 km und ist somit ein Anstieg so richtig zum raufquetschen. Die permanente Postkartenkulisse des Rheintals mit Falknis, Gonzen und Churfirsten wirkt sich aber durchaus (zumindest ein klein wenig) beflügelnd auf die gequälte Beinmuskulatur aus.

Wer eher in Ruhe nach oben gurken will, der sollte vor Mitte Juni den Anstieg versuchen, bevor nämlich die Sommersaison im Pizolgebiet beginnt. Für Interessierte werden in deren Verlauf solch kuriose Veranstaltungen wie die Schnupfmeisterschaft veranstaltet, als Geheimfavorit gilt unbestätigten Gerüchten zufolge Christoph Daum. Leider bleiben dem Rennradler aber die informativen Winterveranstaltungen samt Referentinnen verwehrt.
Für die Beschreibung danken wir stb72 Mail an Absender

Liste der Auffahrten

Nordauffahrt von Wangs7,8 km1022 HmSchön: 4 SterneHart: 5 Sterne

Nordauffahrt von Wangs  7,8 km / 1022 Hm Schön: 4 Sterne Hart: 5 Sterne

Profile und Tracks

Profil der Auffahrt Nordauffahrt von Wangs
Wir beginnen in Wangs am Gasthof Sternen. Eine Stärkung ist an diesem Tag noch nicht notwendig, da es zum Glück der erste Anstieg ist. Gespannt fährt man in Richtung der Pizolbahn, und die ersten Meter durch das Dorf sind auch noch locker zu fahren. Nach der Linkskurve am Ortsausgang nimmt die Steigung an der (an diesem Tag) verlassenen Talstation aber bereits zweistellige Werte an, welche bis oben praktisch nicht mehr unterschritten werden. Da etwas ähnliches zu erwarten war, hält sich die Überraschung in Grenzen, die permanente Steilheit meist bei 12–16 % ist aber trotzdem etwas unerwartet.
Wie steil es wirklich ist, merke zumindest ich vor allem an der gegen Null tendierenden Geschwindigkeitsanzeige, die ausgeruhten Beine treten dagegen brav hinauf. Es macht trotzdem richtig Spaß, da nach der Station die kehrenreiche gut asphaltierte Straße sehr aussichtsreich durch die Wiesen und Wäldchen hinauf führt.
In acht Kehren führt der erste Teil bis Garschlu auf 1118 m Höhe. Eine Asphaltierung bis hier war ziemlich sicher, ob es noch weitergeht, war an diesem Tag noch die Frage. Bis hier hat man auf den ersten 5 km bereits 626 Hm in den Beinen, maximal kurz bei 18–20 %.

Kurz nach dem „Passschild” des kleinen Ferienortes teilt sich dann der Weg. Der (gut fahrbare) rechte Schotterweg quert eben zur Auffahrt nach Hinterwald, unser Weg geht leicht nach links weiter – und das tut er glücklicherweise zwar schmaler, aber weiter asphaltiert, und zwar noch mit dem einen oder anderen Prozent mehr. Auf diesem zweiten Teil sind noch die restlichen knapp 400 Hm zu bezwingen, verteilt auf 2,8 km, wobei die letzten 350 m teilweise fast flach sind. Das heißt jetzt noch häufiger Werte über 16 %, vielleicht sogar hier und da kurz auch mal über 20 %, jedoch sind keine unbezwingbaren Horrorrampen dabei, so dass (eine gute Bergübersetzung natürlich vorausgesetzt) alles ganz gut fahrbar ist, ausgeruht zumindest.
Teil 2 beginnt mit einer lang gezogenen Rechtskurve, welche durch eine Waldserpentine ein- und wieder ausgeläutet wird. Danach folgen einige kurze Kehren, die eine schmale Skipiste nach oben führen. Dies scheint laut Plan auch die Seilbahntrasse zu sein, mir fallen aber weder Masten noch Seile auf, was vielleicht am gerade stattfindenden Neubau liegt, vermutlich ist die alte Bahn schon demontiert.
Nach den Kehren führt noch eine giftige Gerade bis zu den Häusern der Station Furt. Die Steilrampe endet am ersten Haus, dem Zürihus. Dann folgen noch ein paar Meter, bis man endgültig die kleine Hotelsiedlung erreicht. Ins Auge stechen einem zuerst das Hotel Graue Hörner, bevor das Berghotel Furt das Ende bedeutet. Eine lockere Kehre weiter am Brunnen mit Infotafel endet dann der Asphalt. Geradeaus weiter führt dann der Schotterweg weiter zur Gaffiahütte, rennradtauglich sieht das ganze nicht aus, zum Glück – die 1000 Hm bis hier reichen auch völlig aus.
Für die Beschreibung danken wir stb72 Mail an Absender

Highscores

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Platz   Fahrer     Zeit                    Datum            Aktion
1.silvangaertner Mail an Absender1 h 07 m 00 s30.09.2009
stb72 Mail an Absenderohne Zeit30.05.2009
Owingerjan Mail an Absenderohne Zeit20.08.2011
tortenbäcker Mail an Absenderohne Zeit19.05.2012