Grosse Scheidegg (1962 m)

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Grosse Scheidegg (1962 m)

Alpen, Berner Alpen, Berner Oberland, Bern.
Herbststimmung: hinten der Eiger, rechts davon die Kleine Scheidegg
Die Grosse Scheidegg (1962 m) ist trotz der Nähe zu den zentralschweizer Pässen Sustenpass und Grimselpass relativ unbekannt. Erst 1996 fuhr die Tour de Suisse erstmals hinüber und machte ihn auch außerhalb der Region bei Insidern bekannt.
Im Gegensatz zur Kleinen Scheidegg, die mit 2061 m Höhe paradoxerweise gut 100 m höher liegt als ihre große Schwester und nur mit der Zahnradbahn (oder per MTB) zu erreichen ist, zählt die Grosse Scheidegg zu den sportlichen Höhepunkten für Rennradler im Berner Oberland. Im Schatten des erhabenen Berner Dreigstirns Eiger (3970 m Höhe), Mönch (4107 m Höhe) und Jungfrau (4158 m Höhe) gelegen, ist die seit 1979 bestehende durchgehende Straßenverbindung von Meiringen nach Grindelwald ein unverzichtbares Highlight in den Berner Alpen.
Die auf beiden Seiten des Passes lediglich 3 Meter breite Straße ist für Kfz gesperrt – allein der Postbus von Grindelwald nach Meiringen darf hier verkehren, und unser Begleitfahrzeug im Jahr 2001 aufgrund einer Sondergenehmigung. Nur am Wochenende ist zwischen Rosenlaui und Schwarzwaldalp auf der Ostseite mit Verkehr zu rechnen.
Die Passstrecke ist wunderbar einsam und landschaftlich wunderschön. Steigungswerte von bis zu 15 % und kurz auch darüber auf beiden Seiten (bei durchschnittlich fast 10 %) lassen hier Höchstwertungen zu. Die Ostrampe von Meirigen ist aber die wesentlich längere der beiden Auffahrten.
Von der Passhöhe der Grossen Scheidegg hat man einen wunderbaren Blick auf das Wetterhorn (3701 m Höhe), das die Ostauffahrt dominiert, sowie auf die Kleine Scheidegg vor der Jungfrau im Westen.
Achtung: mit der rücksichtslosen Fahrweise der Postbusse (die von Juni bis September verkehren) auf der Strecke Grindelwald-Meiringen haben nicht nur wir schlechte Erfahrungen gemacht. Die Busse nehmen die ganze Straße ein, so dass ein Verlassen der Straße manchmal der einzige Ausweg ist.
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Liste der Auffahrten

Nordostrampe von Meiringen17,6 km1370 HmSchön: 5 SterneHart: 5 Sterne
Südwestrampe von Grindelwald10 km927 HmSchön: 4 SterneHart: 4 Sterne

Nordostrampe von Meiringen  17,6 km / 1370 Hm Schön: 5 Sterne Hart: 5 Sterne

Profile und Tracks

Profil der Auffahrt Nordostrampe von Meiringen
Idealer Ausgangspunkt für die rund 17 km lange Anfahrt von der Ostseite her ist der Bahnhof Meiringen. Von dort aus führt der Weg gut ausgeschildert (kleine rote Veloschilder) in Richtung Willigen, wo er kurz vor dem Ortsausgang rechts abzweigt und sich sogleich auf einem schmalen Sträßchen Richtung Schwendi/Zwirgi hinauf windet.
Bis zur Passhöhe sind nun insgesamt fast 1400 Höhenmeter zu überwinden. Die gute Nachricht: die Bergstraße schlängelt sich derart abwechslungsreich durch wild-romantisches und gottverlassenes Gelände, dass einem schier die Spucke wegbleibt. Im spärlich besiedelten Alpgebiet trifft man nur gerade auf eine Handvoll Gasthäuser, daneben nichts als Bergwiesen, Wasserfälle und Fels. Die schlechte Nachricht: der Pass ist steil, an gewissen Stellen sogar sehr steil (12 bis 14 %). Bei der kurzen Rampe unmittelbar nach der Schwarzwaldalp ist man sogar geneigt, den 18 % Glauben zu schenken, die immer wieder angegeben werden.
Doch die Mühe lohnt sich gewaltig. Die letzten Windungen bis zur Passhöhe sind bald wieder zügiger befahrbar, und wenn der kleine Parkplatz und das Hospiz in Sichtweite rücken, ist eigentlich schon fast an einen Schlussspurt zu denken. Sehr gut trainierte Rennradler benötigen von Meiringen bis auf die Grosse Scheidegg etwa 1 bis 1,5 Stunden, jene, die es etwas gemächlicher angehen, noch etwas länger.
Die Abfahrt hinab nach Grindelwald ist nicht weniger romantisch, wenngleich die schmale Straße und die nicht immer optimale Asphaltdecke immer wieder einige Konzentration erfordern. Auch hier ist die Steilheit spürbar, 60 (und mehr) km/h sind locker drin. In Grindelwald angekommen, kann man die Runde bis nach Interlaken verlängern, immer alles leicht abwärts und auf besten Straßen. Der ausgeschilderte Radweg unterhalb Grindelwald ist zwar theoretisch für Rennräder fahrbar, trotzdem ist die Hauptstraße empfehlenswerter, vor allem wenn man seinen Schnitt noch etwas aufpolieren möchte. Bis Interlaken kommen so etwa 2,5 Stunden Fahrzeit und rund 50 km zusammen.
Jan Mail an Absender

Highscores

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Fahrer     Zeit                    Datum            Aktion
Schnellste Zeit: Torch79 Mail an Absender1 h 05 m 12 s31.07.2011
Mittlere Zeit: Greenhorn Mail an Absender1 h 35 m 03 s30.06.2006
Langsamste Zeit: 2 h 40 m 00 s13.07.2009

Südwestrampe von Grindelwald  10 km / 927 Hm Schön: 4 Sterne Hart: 4 Sterne

Profile und Tracks

Profil der Auffahrt Südwestrampe von Grindelwald
Ausgangspunkt für die schöne Tour auf die Grosse Scheidegg ist der Ortskern von Grindelwald. Man folgt der Hauptstraße in Richtung Nordosten und gelangt automatisch auf die richtige Straße. Wer etwas Kraft und sich die Parkplatzsuche im Ort sparen möchte, der kann auch am Rasthaus Oberer Gletscher am Fuße des Anstieges starten. Von dort aus schlängelt sich der eigentliche Anstieg auf der ca. 7 km langen Asphaltstraße hinauf. Im Hintergrund thronen Eiger, Mönch und Jungfrau. Vorsicht ist geboten bei den ab- und auffahrenden Postbussen, die aber in der Regel vor engen und unübersichtlichen Kurven eine Fanfare blasen.
7 km Aufstieg hören sich nicht wild an, aber es werden hier 735 Höhenmeter überwunden, und folglich ist die Steigung meist jenseits der 10 % und hat zusätzlich ein paar knackige Steilrampen, die ordentlich in die Beine gehen und den Puls in die Höhe treiben. Zum Glück ist es aber mit über 20 Kehren eine sehr abwechslungsreiche Strecke. Man sollte im Tretrausch auf keinen Fall vergessen, sich auch einmal umzudrehen und den Blick ins Tal sowie über die Gipfel des Oberlandes schweifen zu lassen. Schöne Plätze zum Rasten gibt es genug. Im unteren Viertel kommt man an auch einer bewirtschafteten Hütte vorbei, und wer schon zuviel Kraft gelassen hat, kann hier eine Rast einlegen.
Oben auf der Grossen Scheidegg gibt es ebenfalls eine Gastwirtschaft. Wer noch nicht genug hat, setzt seine Tour in Richtung First nach Westen fort, wo man auch an der Alp Grindel vorbeikommt, die ebenfalls eine noch wesentlich brutalere Variante zur Grossen Scheidegg bietet.
Je nach Wandersaison und Wochentag kann man entweder die asphaltierte Straße nehmen oder den Singletrail befahren, der normalerweise jedoch stark von Wanderern frequentiert ist. Den Weg zum First findet man problemlos, da die Bergstation (2167 m Höhe) immer vor einem liegt. Für diese Strecke sind gut 20–30 Minuten einzuplanen. Der Downhill für MTB nach Grindelwald verläuft dann von dort gemischt auf Schotter und Asphalt und verlangt nach standfesten Bremsen.
Für die Beschreibung danken wir hefateig Mail an Absender

Highscores

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Fahrer     Zeit                    Datum            Aktion
Schnellste Zeit: Amboss Mail an Absender0 h 43 m 10 s24.08.2011
Mittlere Zeit: Fe_der_Bergfloh Mail an Absender1 h 06 m 00 s17.08.2011
Langsamste Zeit: 1 h 45 m 00 s19.05.2007