Heiligenberg (Odenwald) (440 m)

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Heiligenberg (Odenwald) (440 m)
Michaelsberg

Odenwald, Bergstraße, Baden-Württemberg.
Der 440 m hohe Heiligenberg erhebt sich am Nordufer des Neckars über den Heidelberger Stadtteilen Neuenheim und Handschuhsheim. Er wurde aufgrund seiner vorteilhaften, da exponierten Lage bereits in sehr früher Zeit besiedelt. Eine keltische Ringwallanlage zeugt heute noch von der Besiedlung durch die Kelten. Auch die Römer machten keinen Halt vor dem Heiligenberg. Auf diese könnte das mysteriöse 55 m tiefe Heidenloch zurückgehen, was vermutlich als Zisterne oder Brunnenschacht genutzt wurde.
Darüber hinaus gibt es eine Reihe weiterer Baureste aus vergangener Zeit, die den Heiligenberg zu einem wahrhaft historischen Ort machen. An vorderster Stelle steht da sicher die Thingstätte. Sie wurde 1935 nach einem Entwurf von Hermann Alker basierend auf der Gestalt antiker griechischer Theater errichtet und diente vorwiegend der Abhaltung nationalsozialistischer Propagandaveranstaltungen. Heutzutage frönen dort jährlich tausende Jugendliche in der Nacht zum 1. Mai dem Alkohol und der Spaßkultur. Daher ist von einer Befahrung am 1. Mai abzuraten, möchte man nicht Slalom um Abfälle und Scherbenhaufen fahren, um schließlich dennoch die Luft aus den Reifen zu verlieren.
Weitere wichtige Bauwerke sind die Ruine des im Jahre 1023 erbauten Michaelsklosters auf dem Hauptgipfel, die Ruine des im 11. Jahrhundert erbauten Stephansklosters auf dem vorgelagerten Michaelsberg, der angrenzende Heiligenbergturm und der Bismarckturm, ein Denkmal für den ersten Reichskanzler.

Bei der Straße auf den Heiligenberg handelt es sich um eine ziemlich holprige Stichstraße. Sie ist bis zum Michaelsberg asphaltiert, die restlichen wenigen Höhenmeter bis zum Hauptgipfel muss man auf einem sehr gut fahrbaren Schotterweg zurücklegen. Doch dies lohnt sich, möchte man einen Eindruck von der Größe der Thingstätte erhalten. Inwiefern man auf passablen Waldwegen beispielsweise noch weiter in Richtung des Weißen Steins gelangt, ist dem Autor bisher nicht bekannt und muss noch weiter erforscht werden.
Für die Beschreibung danken wir kletterkünstler Mail an Absender

Liste der Auffahrten

Westauffahrt von Handschuhsheim4,2 km325 HmSchön: 3 SterneHart: 2 Sterne

Westauffahrt von Handschuhsheim  4,2 km / 325 Hm Schön: 3 Sterne Hart: 2 Sterne

Startpunkt ist die Kreuzung der B3 mit der Dossenheimer Landstraße. In diese biegen wir ein. Locker rollen wir auf noch flacher Straße durch den sehenswerten historischen Ortskern. Nach einer Rechtskurve steigt die Straße erstmals ein wenig an. An der folgenden Gabelung halten wir uns rechts in Richtung Heiligenberg. Die Steigung nimmt nun stetig bis auf ein Maximum von 10 bis 11 % zu. Wir befinden uns immer noch in Handschuhsheim.
Schließlich folgen wir den Hinweisschildern scharf nach rechts. Geradeaus geht es weiter zum Weißen Stein. Der Belag wird spürbar schlechter, doch das wird erst bei der Abfahrt richtig ungemütlich. Wir tauchen in den Wald ein und klettern bei hohen einstelligen bis zweistelligen Prozentwerten in südlicher Richtung aufwärts.
Ein langer Links-, dann ein langer Rechtsbogen und schließlich eine Kehrtwendung um 180 Grad, und schon stehen wir an den Fundamentresten des ehemaligen Stephansklosters und am Heiligenbergturm, der 1885/86 aus Resten des Klosters errichtet wurde. Wir befinden uns hier auf dem dem Heiligenberg vorgelagerten Michaelsberg, von wo aus wir durch die Bäume hindurch eine hübsche Sicht auf Heidelberg samt Schloss und Königstuhl genießen.
Wir folgen nun dem Weg über den Parkplatz. An einer Gaststätte oder ähnlichem endet dann der Asphalt, doch der folgende Schotterweg ist in einem sehr guten Zustand. An der Thingstätte vorbei wird es noch einmal etwas steiler. Hier lohnt es sich, kurz einen Abstecher nach rechts zu machen. Das Gleiche gilt dann auch weiter oben, wenn man am oberen Ende der Stätte angekommen ist. Hier erhält man einen beeindruckenden Blick über die Größe dieser Arena mit ihren mehr als nur zweifelhaften Wurzeln. Informationstafeln geben zudem Auskunft hierüber.
Nun ist es auch nicht mehr weit bis zum Gipfel. Bereits nach wenigen Metern stehen wir an den Überresten des Michaelsklosters, welches wir nun auf einem Ringweg umfahren können, und damit also auch den Gipfel des Heiligenberges. Da dieser bewaldet ist, ergeben sich hier keine Ausblicke. In der nun folgenden Abfahrt ist, wie schon gesagt, Vorsicht geboten. Auf dem anfänglichen Schotter lässt es sich vermutlich noch besser fahren als auf der schlaglöchrigen Straße.
Für die Beschreibung danken wir kletterkünstler Mail an Absender

Highscores

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Platz   Fahrer     Zeit                    Datum            Aktion
TL Mail an Absenderohne Zeit03.07.2005
alpinbiking Mail an Absenderohne Zeit23.08.2010
Limes Mail an Absenderohne Zeit15.04.2011
frank0985 Mail an Absenderohne Zeit08.08.2010