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Hoher Schneeberg (723 m) Děčínský Sněžník

Aussicht Richtung Westen

Auffahrten

Von rentnerritzel – Will man den Děčínský Sněžník mit dem Rennrad erklimmen, eignet sich hierzu vor allem die Anfahrt von Jilove auf tschechischer Seite. Die Auffahrt von Königstein über Bielatal und Rosenthal ist zwar landschaftlich reizvoll, der (ehemals) asphaltierte Weg nach dem für PKW gesperrten Grenzübergang ist aber auf ca. 1 km in einem derart schlechten Zustand, dass die Benutzung mit dem Rennrad nicht empfohlen werden kann.
Jilove hingegen erreicht man am besten von Dresden aus auf dem Elbradweg (ca. 90 km). Dieser ist topfeben, bietet aber herrliche Aussichten auf das Elbsandsteingebirge. Wer nicht ganz so lang im flachen Radeln möchte, kann auch bis Bad Schandau oder Schmilka mit der S-Bahn fahren. Die Stationen liegen jeweils direkt am Radweg. Der Radweg endet ziemlich genau am Ortseingang von Decin. Von dort aus fährt man ein Stück die Hauptstraße entlang, bis an der ersten großen Kreuzung rechts Jilove ausgeschildert ist.
Nach ca. 6 km über mehrere kleine Wellen mit anschließender Abfahrt erreicht man dann Jilove. Direkt im Ort nach einer kurzen Abfahrt ist dann rechts der Ortsteil Jilove Sněžník ausgeschildert. Dieser Beschilderung folgt man einfach durch ein Wohngebiet und schon ist man mitten im Anstieg.

Die Auffahrt zieht sich über ca. 6,7 km hin. Zur Motivation ist auf dem Asphalt jeden Kilometer der Abstand bis kurz vor dem Gipfel angegeben, da hier gelegentlich Rennen im Amateurbereich zu Fuß und per Rad ausgetragen werden. Besonders „motivierend” ist der erste Kilometer des Anstiegs, der noch komplett durch den Ort führt. Hier zeigt der Radcomputer nahezu permanent zweistellige Steigungsprozente. Gleich zu Begin wartet eine 16 % steile Rampe. Hinzu kommt, das es komplett geradeaus geht. Man blickt etwas frustriert den Berg hinauf, der wie eine Leiter vor einem steht.
Nach diesem ersten Stieg enden links und rechts die Häuser, und man kommt in ein Waldgebiet. Die Straße macht hier einen leichten Rechtsknick. Für ca. 200 bis 300 m wird es mit ca. 7 % etwas flacher. Danach geht es aber für weitere 1,5 km mit zweistelligen Steigungswerten weiter. Die Straße verläuft jetzt komplett im dichten Wald, hat man aber dieses Steilstück überwunden, wird die Straße flacher, und der Wald auf der rechten Seite gibt immer wieder herrliche Aussichten auf das Elbtal und die angrenzenden Berge frei.
Nach diesen sehr angenehmen 1,5 km hört der Wald plötzlich auf, und man befindet sich im Örtchen Jilove Sněžník. In diesem Ort warten mehrere Gaststätten auf die zahlreichen Wanderer und Radfahrer, die den Berg erklimmen wollen. Man selbst fährt durch den Ort einfach gerade hindurch. Nach ca. 800 m weist ein Schild nach rechts zum Aussichtsturm auf dem Děčínský Sněžník. Der asphaltierte Wanderweg ist für PKW gesperrt, aber mit dem Rennrad gut zu befahren. Wenn man nicht der absolute Bergspezialist ist, empfiehlt sich für die letzten gut 1,5 km in jedem Fall eine Kompaktkurbel oder gar ein Dreifach-Kettenblatt vorn.
Nachdem man abgebogen ist, fährt man vielleicht noch 200 m bei angenehmen 7 % geradeaus auf den Schlussanstieg zu. Dann macht der Weg einen Linksknick, und der härteste Teil der Auffahrt beginnt. Die nächsten 500 m gehen wieder straff zweistellig mit Steigungsspitzen bis 17 % nach oben. Auf den folgendenden 200 ca. 5 % steilen Metern sollte man noch mal ordentlich Luft holen, denn was jetzt kommt, hat dem Autor bei der ersten Auffahrt schlicht die Sprache verschlagen.
Man steht plötzlich vor einem aus dem Wald herausragenden Felsen. Die Auffahrt hinauf wurde einfach draußen drum herum gebaut. Da es an Platz für eine richtige Serpentine mangelte, wählte man den kurzen Weg. Dieser bringt dem Radler dann Steigungen bis zu 23 % ein. Hinzu kommt die imposante Beschaffenheit der Strecke. Rechts von einem befindet sich eine schroffe Felswand, links hinter einer Leitplanke ein mindestens 50 m abfallender Steilhang, der aber auch eine herrliche Aussicht auf die umliegenden Berge und Städte sowie auf die östlichen Ausläufer des Erzgebirges preis gibt. Hat man diese Rampen dann überwunden, kann man die letzten Meter genüsslich flach bis zum Aussichtsturm mit Gastwirtschaft radeln.
Die Aussicht, die sich einem von dort bietet, entschädigt für die Strapazen der Auffahrt.
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00:39:15 | 28.06.2008
rentnerritzel
Dolce Vita
Von Reinhard – Geschmäcker sind verschieden und Gelegenheiten begrenzt, so erklärt sich, dass auch die Auffahrt von deutscher Seite trotz des leicht schottrigen Abschnitts im Bereich des Grenzübergangs ihre eigene Auffahrtsbeschreibung erhält. Die Anfahrtsmöglichkeiten aus Deutschland mit der Elbe als sinnvollem Startpunkt sind vielfältig und nicht alle Kombinationsmöglichkeiten auflistbar. Nichtsdestotrotz lässt sich in allen Varianten ein tendenzieller Aufstieg feststellen, der die Fahrt auf den Hohen Schneeberg auch aus Norden wie eine zusammenhängende Auffahrt wirken lässt.
Die logischste Variante, die als Grundlage für die Eckdaten und das Profil dieser Auffahrtsbeschreibung dient, dürfte die in Königstein beginnende und zunächst durchs Bielatal führende sein, auf der es tatsächlich kontinuierlich bergauf geht. Nach 10 km wird die Nähe zur Biela aufgegeben, um nach links durch Rosenthal zu fahren und sich dem Grenzübergang zu nähern. (Die Variante weiter entlang der Biela und nach Ostrov in Tschechien wäre zu überprüfen. Vermutlich gibt es hier aber erst recht keinen Asphalt mehr.) Ein knapper Kilometer im Wald nach Überschreiten der tschechischen Grenze ist dann in der Tat in die Kategorie „rudimentärer Asphalt mit Schotterelementen“ einzusortieren, aber problemlos fahrbar, da flach. Bald darauf gelangt man durch Sněžník fahrend an die Kreuzung, deren östlicher (linker) Arm die letzten zwei, teils sehr steilen, mit obiger Anfahrt identischen Kilometer darstellt.
Weitere, mit kurzen Zwischenabfahrten gespickte Auffahrtsmöglichkeiten ergeben sich von der Elbe aus über (von West nach Ost:) Pfaffendorf, Gohrisch, Krippen oder Reinhardtsdorf nach Cunnersdorf, das man auf einem reizvollen, asphaltierten Waldweg am Freibad vorbei Richtung Süden verlassen kann. 5 km später teilt sich der Weg und bietet an einer Gabelung eine steilere Variante mit unnötigem Höhengewinn nach Rosenthal oder links eine gemütlichere und kürzere Variante, die kurz vor der Grenze auf die bekannte Hauptroute trifft.

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Diese Beschreibung ist kürzlich bei uns eingegangen und befindet sich momentan noch in Redaktion. Sie endet voraussichtlich am 19.10.2013.
Zuständiger Redakteur: Jan Mail an Absender - mehr zur Redaktion erfahren.
Von Jan – Auch direkt aus Tetschen ergibt sich eine Auffahrtsmöglichkeit auf den Hohen Schneeberg.
500 m nördlich der Elbbrücke in Tetschen biegt diese nach Westen ab und führt über den Tetschener Ortsteil Jalůvčí (deutsch: Kalmswiese). Die eigentliche Schwierigkeit wird auf den ersten zweieinhalb Kilometer absolviert, auf denen kehrenfrei durchschnittlich knapp 10 % Steigung anstehen. Ausblicke sucht man hier vergebens.
Der weitere flache Abschnitt verläuft durch schöne Moorwälder, die durch die Bäume hindurch Blicke auf die nördliche Sandsteinwand des Hohen Schneebergs gewähren.
Nach 11,2 km biegt man nach links in die nördliche Auffahrt ein, 2 km später steht der Schlussanstieg an.

Bemerkung zu meiner Schönheitswertung: ich habe die Schönheit mit 4 Sternen bewertet. Nicht, weil ich die Auffahrt schöner finde als die anderen (die ich nicht kenne), sondern weil die Ausblicke oben, insbesondere mit der Möglichkeit, direkt auf die Felswand zu kommen, einfach sensationell sind. Da finde ich die Wertungen der anderen Auffahrten untertrieben.
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