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Oberreute (Westallgäu) (853 m) Irsengrund

Serpentinen Blick über den Irsengrund Richtung Oberstaufen.

Auffahrten

Von Flugrad – Wer vom Hochhäderich, von Hittisau oder vom Hochlitten kommt, dem bietet sich dieses sehr versteckte Sträßchen an. Man muss es nur finden. Und man kann auf diesem Weg auch sehr schön und anspruchsvoll nach Sulzberg fahren.
Der Einstieg findet sich an der L 205 (Weißachtalstraße Oberstaufen–Krumbach) am Meierhof, Abzweig nach Riefensberg Ort hinauf. Wir wählen an dieser Kreuzung jedoch den unscheinbar westlich abzweigenden Weg zu den Höfen Riebinger und Hasen, und verlieren auf den ersten zwei Kilometern bis zur Weißachbrücke fast 100 Höhenmeter. Bei den Höfen Hasen geht es in einer Kehre hinunter zur Weißach – gegenüber grüßt malerisch und respekteinflößend Sulzberg auf dem Höhenzug.
Achtung: Kurz vor der Weißachbrücke lauert ein 10 Meter langes, nicht asphaltiertes Wegstück. Dieses ist in der Abfahrt leicht zu übersehen und damit gefährlich, auch wenn es Umbrail-Qualität hat. Warum man den ansonsten tadellosen Asphalt nicht durchgezogen hat, erschließt sich nicht so ganz. Nach Überquerung der Weißachbrücke geht es richtig zur Sache: 2 km, 210 Hm bis Simlisgschwend. Dort erreichen wir die Hangstraße von Doren her an einem Hähnchenmastbetrieb. Talwärts ist dieser gut asphaltierte Güterweg nur für Anlieger freigegeben.

Weiter geht es auf dieser Hangstraße bergwärts, an einem weiteren Hof vorbei bis zur L21 von Aach nach Sulzberg (Südostauffahrt). Links geht es hinauf nach Sulzberg, wir fahren jedoch geradeaus an der Holzkapelle Hermannsberg vorbei bis zum gleichnamigen Weiler. Die L21 biegt hier scharf rechts talwärts ab, wir dagegen nehmen den wegweiserlosen Weg nach links. Dieser durchbricht einen kleinen Nagelfluh-Felsriegel und verliert ebenfalls ein wenig an Höhenmetern. Auf diesem Abschnitt ist die Qualität des Asphaltbelages eher mäßig.

Nach einer Rechtskehre wird dieser aber wieder feiner, dafür auch steiler. Noch sind wir in Vorarlberg und die passierten Höfe stattlich. Eine Geländestufe höher passieren wir die Staatsgrenze. Dieses Wegstück ist erst wenige Jahre durchgehend asphaltiert. Nun sind wir im Irsengrund, und wir verlieren wieder einige wenige Höhenmeter. Von rechts mündet die Südostauffahrt von Aach ein, und vor uns können wir ein unglaublich steiles Sträßchen entdecken. Dieses ist unseres, und da müssen wir hinauf. Zwei Kehren mit bis zu 14 %.

Wenn wir dieses Stück hinter uns haben, geht es nur noch mäßig bergauf durch den Ortsteil Irsengrund. Dann verlieren wir wieder einige Höhenmeter, um uns diese schließlich wieder innerhalb des Dorfes Oberreute bis zum Zentrum zu erarbeiten.
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Von Flugrad – Diese Auffahrt eignet sich besonders für Touren, die den Hagspiel oder die Staufner Stichstraßen einbeziehen.
Kurz nach Überqueren der Grenze in Aach verlassen wir die Vorarlberger L 205 (Weißachtalstraße) am Abzweig zum Golfplatz und folgen den Wegweisern nach Sulzberg. Dies ist auch der Beginn der Südostrampe nach Sulzberg. Unser einspuriges Sträßchen verliert bis zur Brücke über die Weißach noch einige Höhenmeter, nur um sich auf der anderen Talseite gleich mit einer 15 %-Rampe dafür zu revanchieren.
Nach insgesamt 1,5 km (vom Abzweig der L 205 gerechnet) weist der Wegweiser scharf links nach Sulzberg. Wir aber folgen geradeaus dem wegweiserlosen Asphaltsträßchen. Ab jetzt können wir uns nur noch nach Wanderwegweisern (Irsengrund) orientieren.
Nun kommt auch gleich der schönste Abschnitt: Unser Güterweg (so die Bezeichnung für Feld- und Erschließungswege hierzulande) folgt dem Eibelebach, der gleichzeitig Grenzbach nach Bayern ist. Dieser erfreut uns im kurzen Waldstück mit einem schönen Wasserfall. Wir befinden uns hinter dem Hof Zellers (der auf bayrischem Gebiet liegt) in einem Vorarlberger „Sack“, der in bayrische Lande vordringt.
Hier heißt es aufpassen: Der gut asphaltierte Güterweg führt zum letzten Vorarlberger Hof in diesem Sack und damit in eine Sackgasse. Wir müssen uns schräg links orientieren, auf einen schlecht asphaltierten Weg, dem Wanderwegweiser zum Irsengrund folgend. Dies ist das vor uns liegende Gelände mit einigen stattlichen (bayrischen) Höfen.
Unser Weg flacht kurz ab und verliert an der nur durch einen Grenzstein markierten Staatsgrenze den Asphalt vollständig, allerdings nur für einige wenige Meter. Die folgende Rampe ist wieder asphaltiert, dann fehlt dieser aber wieder für ca. 200 m, und dann haben wir die Straße von Hermannsberg her erreicht (Südauffahrt vom Meierhof Riefensberg), der wir bis Oberreute folgen.
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Dolce Vita
Von Flugrad – Ausgangspunkt ist das Zentrum des Marktes Weiler mit seinen stattlichen Häusern, der markanten Kirche, wo auch die Abfahrt von Sulzberg einmündet, und natürlich einer stattlichen Brauerei, der Post Brauerei.
Zunächst folgen wir der B 32 in Richtung Heimenkirch. Nach 600 flachen Metern erreichen wir den Abzweig der Straße nach Simmerberg. Diese ist übrigens Teil der alten Salz-Handelsstraße, und der Salzhandel mitverantwortlich für die stattlichen Häuser in Weiler.
Unser Sträßchen zeigt jetzt schon vor dem Ortsausgang, dass der zweite Teil des Doppelortes Weiler-Simmerberg 120 m höher liegt. Bis zur Kreuzung mit der Deutschen Alpenstraße B 308 geht es ziemlich direkt den Hang hoch, mit bis zu 10 %. Neben der Straße findet sich ein Radweg, der ausnahmsweise sogar zu empfehlen ist.
Die Kreuzung mit der B 308 war einst ein Unfallschwerpunkt. Inzwischen ist dieser durch einen schön gestalteten Kreisverkehr vollkommen entschärft und mit einer überdimensionalen Metallskulptur eines Salzfuhrwerkes verschönert. Und wenn wir den Radweg benutzen, werden wir auch noch sehr elegant neben dem Kreisel unter der B 308 durchgeführt. So macht man intelligente Radwegeführung!
Nun lohnt auch immer wieder mal ein Blick zurück über das schon tief unter uns liegende Weiler hinüber zum aus dieser Perspektive imposant aufragenden Höhenzug von Scheidegg-Lindenberg. Man erahnt die beiden nach Lindenberg hinaufführenden Steilrampen Schreckenmanklitz und Ruppenmanklitz.
Kurz nach dem Kreisel erreichen wir Simmerberg, und die Straße flacht ab. Nicht zu übersehen und für eine Pause einladend ist die Bräustatt Simmerberg, mitten im Ort am Abzweig nach Ellhofen. Diejenigen, die auch die Brauerei Nummer 2 der Auffahrt ignorieren, fahren auf der Hauptstraße weiter, die sich noch im Ort in zwei Kehren nach oben schraubt.
Nach der zweiten Kehre und einer Fußgängerfurt heißt es aufpassen: Eher schlecht zu sehen ist der kleine Wegweiser nach Langenried, der nach rechts in ein kleines Siedlungssträßchen weist. Diesem folgen wir, und bei den letzten Häusern wartet eine weitere kurze Steilrampe auf uns. Nun lohnt auch wieder ein Blick zurück übers hügelige Westallgäu, während vor uns die Nagelfluhkette mit dem Hochgrat und dem Rindalphorn aufragt.
Ab jetzt wird unser Sträßchen zu einem der liebenswerten welligen Allgäuwege. Langenried liegt schon fast so hoch wie Oberreute und präsentiert sich als etwas sehr groß geratener, ehemals kleiner Weiler. Vor uns sehen wir den Zwiebelturm von Oberreute fast auf gleicher Höhe. Dazwischen verläuft aber noch die B 308, Hitlers Alpen-Panoramastraße.
Wir haben nun die Qual der Wahl: geradeaus runter Richtung Beule und dann diese Straße unterquerend nach Oberreute, oder rechts ab (3,5 t-Beschränkung) ohne Höhenverlust und die B 308 auf einer Fuß-/Radwegbrücke querend direkt ins Ortszentrum von Oberreute.
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