Passo di Valcava (1340 m)

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Passo di Valcava (1340 m)
Valico di Valcava

Alpen, Bergamasker Alpen und Lago d'Iseo, Laghi di Como e Lugano, Lombardei.
.. in atemberaubender Landschaft
Beim Passo di Valcava handelt es sich um ein weiteres verstecktes Kleinod der Bergamasker Alpen. Ähnlich wie beim nahe gelegenen Passo Agueglio deuten hier die wenigsten Straßenkarten auf das Vorhandensein einer anstrengenden Passauffahrt, hin und es gibt auch keine Straßenschilder, die einem den Weg zur Passhöhe weisen. Dafür gibt es ein richtiges Passschild und hochprozentige und serpentinenreiche Auffahrten, die das Rennradlerherz höher schlagen lassen.
Schon von weither sieht man die Passhöhe, denn der Passo di Valcava liegt auf dem ersten Gebirgszug der Bergamasker Alpen und wurde aufgrund seiner Höhe mit einigen Fernseh- und Radioantennen verbaut. Kommt man von Süden aus der hier endenden Poebene um Lecco oder Bergamo, welche auf etwa 200 Meter über Meer liegen, kann man über 1100 Höhenmeter am Stück fahren. Wie so oft in den Bergamasker Alpen sollte man es also mit der Planung vorsichtig angehen, denn dieser Pass ist bestimmt kein Leichtgewicht.
Geografisch verbindet der Passo di Valcava das Valle San Martino – welches durch einen kleinen Hügel von der Hauptverkehrsachse Como-Lecco-Bergamo abgetrennt wird – mit dem Valle Imagna, welches nach Bergamo führt. Aus dem Valle Imagna gibt es zahlreiche Möglichkeiten, um in nordlicher und östlicher Richtung tiefer in die Bergamasker Alpen zu fahren.
In den Jahren 1986 bis 1990 wurde die Südwestauffahrt in die Lombardeirundfahrt eingebaut. Das 18%-Teilstück 4 km vor der Passhöhe – il muro genannt – wurde unter anderem Laurant Fignon zum Verhängnis.
Neben dem sportlichen Reiz bietet der Passo di Valcava eine sehr ruhige und praktisch verkehrsfreie Auffahrt in einer landschaftlich schönen Gegend. Die Passhöhe selbst ist zwar wegen der Antennenmasten nicht sehr schön, die Aussicht sowohl in Richtung Nordosten in die Bergamasker Alpen wie auch südwärts über die scheinbar endlose Poebene sind hervorragend.
Ein weiteres Highlight der Passhöhe: Das Dorf Valcava, das hier oben liegt, hat zwei Restaurants zu bieten. Mindestens dasjenige, welches weiter südlich liegt, sollte man sich nicht entgehen lassen. Hier wird einem in einfachem, absolut authentischem Ambiente ein nahrhaftes und sehr leckeres Menu für wenig Geld geboten. Von Vorteil ist, wenn man des Italienischen mächtig ist, denn eine Speisekarte gibt es nicht und ein Schwätzchen mit den Gästen oder dem Wirt ist schon fast Pflicht.
Für die Beschreibung danken wir helmverweigerer Mail an Absender

Liste der Auffahrten

Südwestauffahrt von San Gottardo11,6 km936 HmSchön: 4 SterneHart: 4 Sterne
Südostanfahrt ab Villa d’Alme / Fiume Brembo22,2 km1090 HmSchön: 4 SterneHart: 3 Sterne

Südwestauffahrt von San Gottardo  11,6 km / 936 Hm Schön: 4 Sterne Hart: 4 Sterne

Profile und Tracks

Profil der Auffahrt Südwestauffahrt von San Gottardo
Den Ausgangspunkt der Südwestauffahrt erreicht man, indem man die vielbefahrene Verbindungsstrasse Lecco–Bergamo in Calolziocorte oder Cisano Bergamasco verlässt und Richtung San Michele oder Torre de Busì fährt. Diese kleine Straße steigt bereits ca. 100 Hm und führt durch das Valle San Martino. Am Kulminationspunkt dieser Straße liegt San Gottardo mit der Abzweigung nach Torre de Busì. Diese Kreuzung ist der Startpunkt der Auffahrt.
Die Straße ist zuerst beinahe flach und wird dann kontinuierlich steiler und pendelt sich bei ca. acht Steigungsprozenten ein. Bei diesen angenehmen Steigungen hat man die Möglichkeit, die Landschaft zu genießen, denn man wird äußerst selten von motorisierten Verkehrsteilnehmern gestört. Etwas Aufmerksamkeit verlangt hingegen der Straßenbelag, denn dieser ist recht holprig und zuweilen sogar mit größeren Rissen und Schlaglöchern durchsetzt.
Obwohl man sich mehrheitlich in nordöstlicher Richtung bewegt, beschreibt die Straße einige Richtungswechsel, so dass man über die Lage des Passes völlig im Unklaren ist. Man gewinnt aber stetig an Höhe und hat schon bald einen schönen Ausblick über die hier beginnende Poebene und die letzten Ausläufer der Bergamasker Alpen.
Nach knapp 4 Kilometern erreicht man eine Kreuzung. Hier könnte man geradeaus über den Colle di Sogno weiterfahren. Wir biegen aber rechts ab in Richtung Valcava / Valle Imagna (erneut fällt auf, dass der Passo di Valcava im Gegensatz zum tiefer gelegenen Colle di Sogno nicht ausgeschildert ist).
Aufgrund des Richtungswechsels gen Osten versucht man erneut, eine Passhöhe ausfindig zu machen und vermutet diese bei einem kleinen Sattel, welcher von einer Straße überquert wird. Dies wird sich aber als Trugschluss herausstellen, denn der härteste Teil der Auffahrt und die richtige Passhöhe liegen noch etwa 400 Hm über diesem Sattel.
Nach der Durchquerung des kleinen Weilers San Marco beginnt dann auch dieser steile Teil, welcher vorsichtshalber mit einem 18-Prozent-Verkehrsschild angekündigt wird. Gnädigerweise wird diese Rampe durch eine scharfe Rechtskurve versteckt, so dass man diese abrupte Verdoppelung der Steigungsprozente erst bemerkt, wenn man mittendrin steckt.
18 Steigungsprozente hätten ja den Beinamen il muro noch nicht verdient, jedoch sinkt die Steigung für die nächsten knapp 3 km nicht mehr unter die zweistellige Marke und erreicht durchschnittliche 12 %. Das manifestiert sich zu Beginn in einer 500 Meter langen geraden Rampe. Hat man diese erklommen, ist das Schlimmste überstanden. Denn die nächsten 2 Kilometer sind in Form einiger Serpentinen erbaut, so dass man sich in den Kurven kurz erholen kann.
Nach einer scharfen Rechtskehre macht man dann eindeutig die Ortschaft Valcava und die Antennenmaste aus, so dass man das letzte Stück bei moderater Steigung locker meistert.
Für die Beschreibung danken wir helmverweigerer Mail an Absender

Highscores

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Platz   Fahrer     Zeit                    Datum            Aktion
1.tom006 Mail an Absender1 h 28 m 00 s18.06.2009
Roli Mail an Absenderohne Zeit31.07.2011

Südostanfahrt ab Villa d’Alme / Fiume Brembo  22,2 km / 1090 Hm Schön: 4 Sterne Hart: 3 Sterne

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Auf der Südostauffahrt legt man eine ähnlich große Höhendifferenz wie auf der Südwestauffahrt zurück, aber mit geringeren Steigungen und längeren Flachstücken dazwischen. Das Straßengewirr von Villa d’Alme verlassen wir Richtung Lecco und überqueren nach einer kurzen Abfahrt den Fiume Brembo auf 250 m Höhe, wo die Beschreibung startet.
In zwei Kehren auf der Hauptstraße machen wir einige Höhenmeter gut und biegen nach 500 m rechts ab in Richtung Valle Imagna (das Schild ist im Schilderwald an der Kreuzung leider kaum auszumachen). Es geht weiter bergauf. Nach weiteren 400 Metern folgen wir links dem Schild nach Roncola. An der Kreuzung befindet sich ein Supermarkt, an dem man die Vorräte auffüllen kann. Danach wird es mager mit Verpflegung.
Es geht nun flach durch den Ort Almenno San Salvatore (300 m), kurz vor dem Ortsschild beginnt dann die Steigung wieder und pendelt sich vorerst bei ziemlich konstanten 7 bis 9 % ein. Nach sieben Kilometern folgt eine Kehre im Wald (660 m), danach steigt die Straße gerade gen Westen mit schönen Blicken in die Poebene an, bis wir nach 7,6 Kilometern das Ortsschild von Carobais (700 m) erreichen.
In Roncola (9,4 km, 859 m), dem Ort, den man am Startpunkt hoch oben auf dem Berg kleben sieht, wechseln wir von der westlichen auf die östliche Seite des Monte Linzone und blicken nun auf das tief unter uns liegende Valle Imagna. Es folgt ein längeres Flachstück auf etwa 1000 m Höhe hinüber zum Ort Costa Valle Imagna (16,4 km, 1015 m). Hinter dem Ort treffen wir auf den aus dem Valle Imagna hochkommenden Aufstieg und biegen links ab in den 320 Höhenmeter zählenden Schlussanstieg zum Passo di Valcava, der uns mit einem Passschild begrüßt.
Für die Beschreibung danken wir roger2 Mail an Absender

Highscores

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