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Schollbergmeder (2015 m) Gafiental, Döfji

Blick ins Gafiental.

Auffahrten

Von Uwe – Um es vorweg zu sagen: Der Weg zum Ausgangspunkt hinter St. Antönien (Slogan: Hinter dem Mond links) ist schon eine Tour mit ca. 700 Höhenmetern auf ca. 13 Kilometern und einem Maximum von 13 %!
Wir befinden uns in einem Seitental des Prättigaus in Graubünden, welches abseits der großen Touristenströme liegt. Hier gibt es einige nicht ganz einfache Anstiege zu mehr oder weniger unbekannten Zielen, deshalb haben wir auch kaum motorisierten Verkehr zu erwarten und könnten uns voll und ganz auf den Landschaftsgenuss konzentrieren. Aber solche Wege wie hier zum Schollbergmeder fordern uns auf eine ganz eigene Art heraus bis zum Letzten.
Kurz hinter der kleinen Ortschaft St. Antönien kommen wir an eine Abzweigung: links geht es nach Partnun und nach Carschina Mittelsäss und rechts geht es nach Gafia. Letzteres ist unsere Richtung, wo wir erst an einigen Höfen vorbei ansteigen und nach wunderschöner Fahrt bei Kilometer 2,3 in Dörji das Ende der Asphaltstraße auf 1650 m Höhe erreichen.
Bis jetzt haben wir maximal 13 % zu überwinden, und schon eine Fahrt nur bis hier lohnt sich, da der Talkessel des Gafientals wunderschön ist. Man könnte mit dem MTB oder zu Fuß eine Tour noch weiter ins Gafiental unternehmen. Geradeaus sehen wir die Gargeller Köpfe und rechts die Madrisa (2826 m) und in der Mitte des Talkessels den Schlangenstein.
Kurz vor dem Ende der Asphaltstraße beginnt links der Betonfahrweg zum Schollbergmeder. Eine Beschilderung gibt es keine, aber es ist der einzige Weg, der noch nennenswert weiter geht. Da dieser Weg sehr steil ist (Spitzen bis 23 %!) und nur wenige kurze etwas flachere Passagen hat, ist hier ein Dreifachkettenblatt oder ein MTB sehr zu empfehlen.
Zusätzlich wird die Fahrt dadurch deutlich erschwert, dass außer in den wenigen Kehren nur zwei Fahrspuren von einem guten halben Meter Breite zur Verfügung stehen. Also im Wiegetritt schaukeln ist nicht angesagt! Gummikappen für Pedalplatten sind eine gute Empfehlung, dass man notfalls auch eine kurze Strecke zu Fuß gehen, was hier keine Schande ist (es sieht einen auch niemand, da sich hierhin fast kein Mensch verirrt). Gelegentlich kann auch etwas Erde oder Kies auf der Fahrspur liegen, besonders wenn es erst vor kurzem geregnet hat.
Nach all der Quälerei, um ein Ziel zu erreichen, welches einfach nur daraus besteht, dass es eben nicht mehr weiter geht, können wir die Aussicht auf die Bergwelt um uns herum genießen, und wenn die Wiesen noch nicht abgeerntet sind, ist der ganze Hang eine einzige Blumenwiese, die eine Augenweide ist.
Richtung Westen sehen wir auf der anderen Seite des St. Antönier-Tals das Chüenihorn (2413 m), einen grünen Berg mit Lawinenverbauung im Gipfelbereich. Dort hinauf gibt es auch eine kleine Fahrstraße zum Bärgli bis zu einer Höhe von 2137 m, diesen Weg kann man teilweise von hier einsehen.
Vorsicht in der Abfahrt! Einen Sturz in dieser Einsamkeit auf einem Betonweg muss man nicht haben!
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