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Val d'Ayas (1685 m) Saint-Jaques-des-Allemands

a6.

Auffahrten

Von Droopy – Die Kleinstadt Verrés verstopft wie ein Pfropfen die Flasche das Val d’Ayas. Im Ort ist einiger Trubel, es gärt und zischt. Der Druck lässt sich schnell aus dem Kessel nehmen, denn die Straße steigt bereits im Ortskern mächtig an und windet sich über die Dächer der Stadt. Auf einer langen Gerade steigen wir parallel zum Castello di Verrés ins Tal. Das Bauwerk wirkt wuchtig wie ein antiker Bunker und scheint den Talkessel von oben zu verschließen. Über drei weitere Kehren klettern wir steil weiter, noch ist von einer entspannten Talatmosphäre nichts zu merken.
Nach knapp fünf Kilometern erreichen wir die Ortschaft Tangnod. Erst hier lehnt sich die Straße zurück. Bis hier haben wir sicherlich eine mittlere Steigung von acht Prozent hinter uns. Das Tal weitet sich und wir schlängeln uns auf einer gut ausgebauten Hauptstraße von Ort zu Ort. Am Ortseingang von Challand-Saint-Victor zweigt scharf links die Straße zum Col d’Arlaz ab. Wer etwas Zerstreuung sucht, kann am Ortsausgang der Ortschaft Tilly rechts abbiegen und über die Dörfer Tollegnaz und Allesaz eine schöne Nebenstrecke wählen. Da wir hierzu zunächst den Talboden wieder queren müssen, verlieren wir einige Höhenmeter. Der kleine Umweg lohnt aber.
Wer zum Col Tzecore möchte, bleibt hingegen auf der breiten Hauptstraße. Nach sechzehn Kilometern ist auf 1310 Metern Höhe der Touristenort Brusson erreicht. Halbzeit. Links geht es zum Col de Joux, rechts kann das Skigebiet Estoul erkundet werden. Wer keinen Bock mehr hat, kann sich hier auch an einen türkisblauen See legen, den der Flusslauf hinter Brusson bildet, und andere strampeln lassen. Die Steigung ist für sich gesehen harmlos, die Herausforderung auf dieser Strecke liegt allein in der Länge. Nur langsam rücken die großen Gipfel näher.
In Corbet kann die Strecke wieder mit Abwechslung gewürzt werden: Links ab geht es über einen Anstieg auf eine Höhenstraße über die Dörfer Lignod und Antagnod. Diese zweigt in Champoluc wieder auf die Hauptstraße. Falls man diese Strecke für den Rückweg wählt, ist sie allerdings etwas einfacher, da der Anstieg von Norden her kürzer ist.
Hinter Champoluc verengt sich das Tal und die Bergkette an der Schweizer Grenze kommt näher. Dominierender Gipfel ist hier das Breithorn. Kurz vor Zielschluss bäumt sich die Straße doch nochmal auf. Wir erreichen das Bergsteigerdorf Saint-Jacques. Wie weit sich hier die Stichstraße hinauffahren lässt, hat der Autor nicht erkundet. Nach einer kleinen Rampe im Ort wartete rechter Hand eine kleine Osteria mit Freiluftgastronomie.

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