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Pässe Eifel

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Regionsbeschreibung

Von majortom

Geographie

Die Eifel ist ein Teil des Rheinischen Schiefergebirges und erstreckt sich linksrheinisch vom nördlichen Rheinland-Pfalz bis in den Südwesten von Nordrhein-Westfalen, liegt also in etwa in einem Viereck mit den Eckpunkten Aachen, Trier, Koblenz und Bonn. Nach Osten und Süden wird die Eifel von Rhein und Mosel begrenzt, im Westen geht sie in die belgischen Ardennen bzw. den luxemburgischen Ösling über, während sie Richtung Norden zur Niederrheinischen Tiefebene abflacht.
Das Mittelgebirge ist eine wellige Hochebene mit einigen Höhenzügen und ragt bis auf eine Höhe von über 700 m auf. Zu den höchsten Erhebungen zählen die Hohe Acht (747 m) bei Adenau, ein ehemaliger Vulkankegel, und der Schwarze Mann (697 m) im Schneifel-Höhenzug. Der Signal de Botrange (694 m) liegt im Hohen Venn auf belgischem Territorium und gehört ebenfalls zu den höchsten Gipfeln.
Die Hochebene wird von verschiedenen Flusstälern durchzogen, die in die Mosel (Sauer, Prüm, Kyll) oder den Rhein (Nette, Ahr, Erft) entwässern. Die Rur in der Nordeifel ist ein Zufluss der Maas. Diese Flusstäler haben sich zum Teil, insbesondere kurz vor ihrer Mündung, tiefe Täler gegraben, die natürlich die Möglichkeit zu diversen Aufstiegen mit dem Rennrad bieten.

Unterregionen

Naturräumlich und historisch gliedert sich die Eifel in meherere Unterregionen, eine Unterteilung, die auch für bergaufsüchtige Rennradler Sinn macht. Im einzelnen sind dies:
Nordeifel im Nordwesten,
Ahreifel oder Ahrgebirge als Höhenzug nördlich der Ahr,
Hocheifel oder Hohe Eifel im zentralen Osten,
Osteifel oder Vordereifel entlang des Rheintals,
Vulkaneifel im zentralen Süden,
(Anmerkung: Oft wird auch der gesamte durch vulkanische Aktivität entstandene Bereich der Eifel als „Vulkaneifel” bezeichnet, der neben der südwestlichen Vulkaneifel i.e.S. auch die Hoch- und Osteifel mit einschließt.)
Hohes Venn als Höhenzug im Westen im Grenzgebiet zu Belgien; es gilt als Übergang zwischen Eifel und Ardennen und wird beiden Gebirgen zugeordnet,
Schnee-Eifel oder Schneifel als Höhenzug im Südwesten, und
Süd- oder Moseleifel im Süden entlang der Mosel.

Klima und Vegetation

Zum atlantischen Klimabereich gehörend, ist die Niederschlagsmenge in der Eifel sehr hoch, so dass die Sommer feucht und kühl und die Winter nur mäßig kalt, nass und schneereich ausfallen. Allerdings nehmen die Niederschlagsmengen infolge des Lee-Effektes von Westen nach Osten hin deutlich ab. So lassen sich auch die großräumigen Hochmoore im Hohen Venn erklären. Infolge der klimatischen Bedingungen ist die Eifel dünn besiedelt und stark bewaldet. Allerdings sind viele Hochflächen aufgrund von Rodungen (z.B. während der mittelalterlichen Rodungsphasen) waldfrei und werden landwirtschaftlich genutzt.

Landschaft und Sehenswertes

Wie schon oben erwähnt, ist die Eifel eine dünn besiedelte Mittelgebirgslandschaft und gilt als eine der entlegensten Gebiete Deutschlands. Dennoch – oder vielleicht gerade deswegen – ist die Eifel auch für Touristen interessant. Natur pur gibt es beispielsweise im Nationalpark Eifel im Nordwesten, jedoch ist auch das restliche Gebiet von einem Netz von Wanderwegen durchzugen. Ebenfalls im Nordwesten stellt der Rursee ein bedeutendes Naherholungsgebiet dar (siehe auch Beschreibung der Rureifel).
Neben der Vulkaneifel im engeren Sinne mit den bekannten Maaren, beispielsweise im Raum Daun ist auch die Osteifel vulkanisch geprägt. Dies lässt sich beispielsweise am Laacher See, aber auch noch an vielen anderen Stellen im Vulkanpark Osteifel bewundern.
Viele Besucher lockt auch das Weinbaugebiet im Unteren Ahrtal an (siehe auch in der zugehörigen Regionenbeschreibung auf quaeldich.de).
Als eine Sehenswürdigkeit von eher zweifelhafter Natur erwähnen wir hier noch den bekannten Nürburgring bei Adenau. Diese Rennstrecke ist sicher (unter vielen anderen) ein wichtiger Grund dafür, dass im Sommer ausgedehnte Motorradhorden im Temporausch durch die Eifel unterwegs sind. Wir möchten jedoch auch nicht die Jedermannveranstaltung Rad am Ring unterschlagen, die jedes Jahr auf der Nordschleife des Nürburgrings stattfindet.

Rennradspezifisches

Aufgrund der vielen Flusstäler gibt es in der Eifel eine Vielzahl von Anstiegen, die für den Rennradler interessant sein könnten. Auch wenn Strecken mit über 300 Hm am Stück dünn gesät sind, so lassen sich doch durch Kombination von benachbarten Anstiegen anspruchsvolle Touren mit ausreichend Höhenmetern zusammenstellen. Das Terrain erinnert an die Klassikerregionen in den belgischen Ardennen, was wegen der geologischen Verwandschaftsbeziehungen und der geographischen Nähe beider Mittelgebirge auch niemanden verwundern dürfte. Doch fallen die belgischen Anstiege vielfach deutlich steiler aus. Die bewaldete und nur sehr dünn besiedelte Hocheifel bietet nur wenige Anstiege, von denen die Hohe Acht womöglich der prestigeträchtigste – wenn auch sicher bei weitem nicht der schönste – ist. In der Gegend um Gerolstein in der Vulkaneifel gibt es durch intensivere Landwirtschaft auch mehr ruhige Straßen und Wirtschaftswege, die Genussradler anlocken könnten, allerdings winken hier auf den einzelnen Anstiegen deutlich weniger Höhenmeter am Stück.
Einige Vorschläge für Touren haben wir hier zusammengestellt.
Aufgrund der Fülle der kurzen Anstiege können wir hier nicht im einzelnen darauf eingehen, tun dies jedoch bei den Unterregionen der Eifel.

Quellenangabe: Wikipedia Alle 177 Pässe der Region ansehen