Mallorca - erste Sonne 2004 / Regenrunde

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Erlebnisbericht: Mallorca - erste Sonne 2004

Erlebnisbericht von marik (weitere...)

Tag 5: Son Serra de Marina - Son Serra de Marina: Regenrunde
70 km / 29.03.2004

Son Serra de Marina (0,0 km) - Son Serra de Marina (70,0 km)

Beschreibung

In Port de Pollenca suchen wir Schutz vor den Regenmassen... es half aber alles nichts, wir mussten weiter.Von wegen besseres Wetter. Das Frühstück war das einzige, was unsere Mienen aufhellte. Es regnete in Strömen, und so blieb nur die Flucht ins Tabuspiel, bis wir (Torsten, Martin, Jochen und ich) gegen 13 Uhr einfach losfuhren, bei ströhmendem Regen in Capes gehüllt, Ziel Cap Formentor auf der Nordspitze der Insel, via Muro.
Die Stimmung war auf dem Tiefpunkt. Nur die Einfahrt nach Muro, die ich schon vom Anfahrtstag her kannte, konnte uns kurzfristig aufhellen, die lange Gerade weiter nach sa Pobla und dann auf breiter Straße weiter nach Pollenca waren eine Katastrophe: Regen von oben, Spritzwasser von unten und Wind scheinbar immer von Vorne.
Das wurde nicht besser auf dem Weg nach Port de Pollenca, wo die Wellen des Mittelmeeres sich in weißer Gischt an der Uferpromenade brachen.
Hier standen wir am Abzweig nach Cap Formentor, wo Martin und Torsten gerne meinen Vorschlag folgten, den Regen möglichst schnell vom heimischen Herd aus zu betrachten. Jochen schloss sich der Mehrheitsentscheidung an, und so ging es auf der Küstenstraße PM-222 die 15 km nach Alcudia, und weitere 22 km auf der C712 nach Hause, wo Jochen noch 12 km in Richtung Arta fuhr, des Trainings halber.
Bilanz: 70 km wir, 95 km Jochen, genug vom schlechten Wetter.
Dann der Höhepunkt: Tagesschau per Sattelitenfernsehen. O-Ton Wetterfrosch: mujss man die Wolken in Deutschland heute mit der Lupe suchen. Uns war zum Heulen zumute. Nächste Grafik: Sonnenstunden in Deutschland - Hamburg 12,5. Einige von uns weinten. Schnitt. Warnung, schwarz auf rotem Grund: Sonnenbrandgefahr! Nervenzusammenbrüche aller Beteiligten.
Es konnte nicht war sein. Wir saßen hier auf der verregneten Sonneninsel, und Deutschland war Ende März der Sommer ausgebrochen.
Dann ein Hoffnungsschimmer. Während Jochen schon im Bett war, wagte sich Martin noch einmal auf den Balkon. Und was sahen wir? Der für Morgen, Dienstag, den 30.3. angekündigte Wetterumschwung auf Mallorca kündigte sich an. Hinter der nach Norden wegziehenden Wolkenwand war: Sternenhimmel.
Völlig euphorisiert sahen wir die morgige Planung plötzlich realisierbar: Wir werden bei bestem Wetter die Berge erobern: Über Caimari den Coll de Sa Bataia hinauf, am Kloster Lluc entlang auf die höchste öffentliche Straße Mallorcas: den Puig Major. Runter nach Soller, dann über den Coll de Soller nach Santa Maria und über Sineu zurück. 150 geplante Kilometer, gespickt mit einigen Höhenmetern konnten kommen.