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Masserberg (784 m)

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Auffahrten

Von Velocipedicus – Den Startort für diese Auffahrt festzulegen, fällt gar nicht so leicht. Denn ab Waldau, auf einer Höhe von 412 Metern, geht es über 14 km bergan, doch zwischendurch gehen auch wieder etliche Höhenmeter verloren.
So legen wir den Startort nach Fehrenbach, einen Ortsteil Masserbergs, in die Dorfmitte am Abzweig Zur Werraquelle auf einer Höhe von 602 Metern. Den lang gestreckten Ort durchfährt man noch 800 m. Im Anschluss schmiegt sich die Straße an der linken Talseite oberhalb eines Wiesengrunds hübsch am Berg. Der Wald wurde etwas zurechtgestutzt, was die Felsen deutlicher werden lässt.
Nach 2,2 km ist waldfreies Gelände erreicht. Nach einer Rechtskurve kommt unvermittelt Masserberg ins Blickfeld. Mit dem Ortseingang bzw. mit dem querenden Rennsteig (zur Rennsteigwarte geht es auf einer Schotterpiste 900 m und 63 Hm) ist auch schon der Hochpunkt erklommen. Ein schöner Aussichtspunkt befindet sich im Ortskern, von wo man rechter Hand auf den Großen Farmdenkopf blicken kann.

40 Befahrungen Befahrung eintragen
Schnellste Zeit
00:11:08 | 10.05.2018
Reinhard
Mittlere Zeit
00:13:21 | 26.05.2018
Reinhard
Dolce Vita
00:15:30 | 15.04.2015
mario20826
Von Fleischooo – Eine außerordentlich attraktive weitere Variante der Auffahrt nach Masserberg führt uns über den ausweislich des vorhandenen Kartenmaterials 672 Meter hohen Hinteren Schmiedebacher Kopf. Dieser liegt unweit der gigantischen und beeindruckenden Goldisthal-Sperre, deren Oberbecken uns durch die Auffahrt zum Großen Farmdenkopf bekannt ist.
Weitaus ruhiger geht es hier zu: Der Gipfel, der unmittelbar an der nahe Goldisthal entspringenden Fahrstraße liegt, verdankt die Existenz seiner Auffahrt wie so oft der Tatsache, dass das nur für Baufahrzeuge freigegebene einsame Sträßchen der Zufahrt zur Baustelle der ICE-Trasse durch den Thüringer Wald diente. Damit wurde ein offensichtlicher Vorteil der Auffahrt bereits genannt: Es handelt sich um ein verkehrsarmes, einsames, schmales Sträßchen inmitten fast unberührter Natur. Darüber hinaus punktet die Auffahrt mit tollen Aussichten auf den Thüringer Wald und bietet eine schöne Mischung aus Wald-, Hang- und Hochplateau-Episoden. Im oberen Bereich flacht die zunächst am Hang entlanglaufende und sehr steile Auffahrt etwas ab und auf offener Fläche wird der Zugang zum ICE-Tunnel passiert sowie eine Stromtrasse unterquert.
Der Gipfel des Hinteren Schmiedebacher Kopfes selbst ist – von der tollen Aussicht und der Einsamkeit mal abgesehen – recht unspektakulär auf dem Hochplateau erreicht, die Goldisthal-Sperre ist von dort leider nicht zu sehen. Dafür aber Masserberg, welches sich über nur gut einen Kilometer Schotter erreichen lässt (Stand November 2021: Das Sträßchen befand sich im Bau, ob eine komplett asphaltierte Verbindung nach Masserberg hergestellt wird, war nicht zu sagen). Es liegt auf der Hand, dass sich hier schöne Touren, etwa auch zur Werraquelle oder zum Triniusstein kreieren lassen. Außerdem gibt das Wirrwarr an Straßen und Wegen für Abenteurer (wohl) auch eine Umrundung der Talsperre her.

Was für eine schöne Strecke also, die uns so ganz ungestört zur Verfügung steht und ihren Ursprung im hübschen Schwarzatal zwischen Goldisthal und dem Abzweig zum Triniusstein nimmt. Rein geht es in eine kaum zu übersehende, bestens asphaltierte Einfahrt für Anlieger = Baufahrzeuge. Die Straße knickt sogleich steil nach rechts oben ab und führt nun zunächst mit knapp 10 % am Hang entlang, Tendenz steigend. Die Befestigung des Hanges zur Linken und die Ausweichbuchten an der Strecke zeugen von der wohl mal hohen Bedeutung als Zufahrt zur ICE-Baustelle.
Die Straße macht eine lange Kurve nach links und das Gelände öffnet sich, es bieten sich ausgezeichnete Aussichten auf den Thüringer Wald und das Tal, in dem die Straße zum Triniusstein liegt. Für einen guten Kilometer fällt die Steigung nicht mehr in den einstelligen Bereich und liegt in der Handvoll Rampen bei ca. 15 %. Nach einem weiteren Linksknick ist das Ziel bereits in Sichtweite, kurz vor dem Hochpunkt wird gar eine kleine Senke durchfahren.
Vor der Nase ist nun Masserberg zu erkennen; bis dahin steigt der Weg ca. weitere 120 Hm bei gleichmäßiger Steigung an: Nach einer kurzen Senke führt die geschotterte Strecke kerzengerade bei gleichmäßigen 6 bis 8 % auf Masserberg zu. Schon bald ist der asphaltierte Anschluss zum Ort am Rennsteig erreicht und wir fahren weiter geradeaus durch den Ort, bis schließlich die Passhöhe auf 784 Metern Höhe überquert wird.
Eine Weiterfahrt nach Fehrenbach und etwa zur Werraquelle bietet sich nun an. Tritt man am Ende des Asphalts indes schon den Rückweg an, so ist Vorsicht geboten: Die Abfahrt verleitet zu hohen Geschwindigkeiten. Dafür ist die Aussicht gleich noch herrlicher!
Fazit: Wer den Thüringer Wald und absolute Einsamkeit liebt und von einem knappen Kilometer mit weit über 10 % Durchschnittssteigung sowie einem moderat ansteigenden Schottersektor nicht abgeschreckt wird, ist hier genau richtig.
5 Befahrungen Befahrung eintragen
Schnellste Zeit
00:21:13 | 20.11.2021
Reinhard
Mittlere Zeit
Dolce Vita
00:26:17 | 16.10.2021
Martin K
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