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Pässe Wasatch Range

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Regionsbeschreibung

Von PatrickG

Allgemeines


Die Wasatchkette ist ein etwa 390 Kilometer langer Gebirgszug, der sich vom südöstlichen Idaho exakt in Nord-Süd-Richtung bis ins zentrale Utah erstreckt. 85 % der Bevölkerung Utahs leben entlang dieser Gipfelkette, die meisten davon in den unmittelbar westlich gelegenen Tälern (Wasatch Front). Salt Lake City liegt vom Breitengrad her etwa in der Mitte, sodass sowohl Nord- als auch Südhälfte gut erreichbar sind. Die zahlreichen Canyons und Skigebiete führen zu einer hohen Passdichte, was die Wasatchkette in Kombination mit dem trockenen und relativ heißen Sommerklima zu einem sensationellen Rennradrevier macht.

Rennradfahren


Die Region bietet (fast) alles, was das Rennradfahrerherz begehrt: spektakuläre Canyons, bestens asphaltierte Straßen, Höhenmeter satt und im Sommer permanentes Kaiserwetter. Bei der Tourenplanung kann man sich auch von der Streckenführung der Tour of Utah inspirieren lassen. Für den europäischen Besucher etwas ungewohnt sind die kapitalistischen Besitzverhältnisse, bei denen teilweise ganze Bergrücken in Privatbesitz und somit für die Öffentlichkeit nicht zugänglich sind (z.B. hier). Aber wie wusste schon Proudhon: La propriété, c’est le vol.

Hall of Fame:

Höchster: Guardsman Pass (2964 Meter)
Meiste Höhenmeter: Mount Nebo (1597 Meter)
Längster: Passo di Monte Cristo (39,8 Kilometer)
Schönster: American Fork Canyon (★★★★★★)
Härtester: Powder Mountain (Quäldich-Härte 131,0)
Hall of Shame: Ogden Canyon (siehe Beschreibung)

Im wesentlichen einziger verbleibender weißer Fleck aus Quäldich-Sicht ist der Logan Canyon. Das Passbeitragsformular findet sich hier!

Verkehr & Transport


Grundsätzlich ist man in Salt Lake und Umgebung besser auf Radfahrer eingestellt als man erwarten würde. Die Straßen sind extrem breit und verfügen größtenteils über Fahrradstreifen. Allerdings ist der Straßenzustand stellenweise überraschend schlecht. Die Autofahrer verhalten sich zumeist sehr zivilisiert, und was vielleicht am wichtigsten ist: Es gibt kaum Motorradfahrer!

Auch der öffentliche Nahverkehr ist recht fahrradfreundlich. Sämtliche Busse verfügen vorne über Fahrradhalter, sodass die Fahrradmitnahme (wie auch in der Straßenbahn) kein Problem ist. Für längere Entfernungen gibt es den FrontRunner, einen Nahverkehrszug für Pendler, der die Wasatchkette rauf- und runterfährt. So kann man auch ohne Auto zu vielen der entlegeneren Pässe gelangen. Vorsicht: Sonntags fahren keine Züge!

Wetter


Das Klima längs der Wasatch Front ist grundsätzlich kontinental, wird aber durch den Großen Salzsee etwas gemäßigt. Das bedeutet stärker ausgeprägte Jahreszeiten als z. B. in Mitteleuropa. Die Sommer sind trocken und heiß, Tageshöchstwerte von 35 bis 40 °C sind völlig normal und auch nachts sinken die Temperaturen nicht unter 20 °C. Oft ist wochenlang keine Wolke am Himmel zu sehen und es gibt ununterbrochen Kaiserwetter. Das gilt allerdings nur für die Täler westlich der Wasatchkette, im Gebirge selbst ist es naturgemäß etwas kühler und auch schon mal bedeckt oder gar regnerisch.

Die Winter hingegen sind recht kalt, wenn auch nicht so sehr, wie man angesichts der Höhe (1300–1500 Meter) erwarten würde. Temperaturen von unter −10 °C sind keine Seltenheit und von November bis März liegt (mit kurzen Unterbrechungen) Schnee. Selbst kälteresistente Rennradfahrer haben hier im Winter nichts verloren, da viele Pässe unter meterweise famous powder begraben sind.

Fazit: Die besten Reisemonate sind Mai, Juni, August und September. Je nach Hitzeresistenz ist auch der Juli zu empfehlen, allerdings wird man sich Gedanken über die Wasserversorgung machen müssen, wenn man nicht gerade ein Begleitfahrzeug sein Eigen nennt. Alle 28 Pässe der Region ansehen