Bocchetta degli Alpini (1496 m)

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Bocchetta degli Alpini (1496 m)

Alpen, Venetien.
Bocchetta degli Alpini
Der etwa halbwegs zwischen Rovereto und Asiago liegende Bocchetta degli Alpini liegt im nicht besonders übersichtlichen Grenzgebiet zwischen den Provinzen von Trentino und Veneto. Er stellt eine Verbindung zwischen Arsiero im Val d’Astico und das Gebiet um den Passo del Sommo nordöstlich von Rovereto dar.
Mit viel Verkehr ist hier nicht zu rechnen, denn die SP350 im Val d’Astico führt ebenfalls zum Passo del Sommo. Der interessanteste Abschnitt dieser Verbindung ist zweifelsohne die Serpentinenauffahrt aus dem Tal mit ihren 24 dicht aneinander folgenden, sehr engen Kehren.
Für die Beschreibung danken wir Renko Mail an Absender

Liste der Auffahrten

Südostauffahrt von der SP350 bei Arsiero 23,7 km1140 HmSchön: 3 SterneHart: 3 Sterne

Südostauffahrt von der SP350 bei Arsiero   23,7 km / 1140 Hm Schön: 3 Sterne Hart: 3 Sterne

Die Auffahrt beginnt in der Kleinstadt Arsiero. Aus Westen kommend treffen sich hier die Straßen von den Übergängen Passo di Borcola sowie Passo di Xomo. Zwar ist die nun gemeinsame Straße ebenfalls mit Tonezza ausgeschildert, kluge Radfahrer wählen aber nach Tonezza und weiter zum Pass einen anderen und versteckteren Weg und folgen stattdessen der großen SP350 in Richtung Nord. Nach rund fünf Kilometern erreicht man einen Abzweig nach links, welchen man wählen muss: es handelt sich um die alte, für den Durchgangsverkehr geschlossene Serpentinenstraße nach Tonezza...

Nun folgt einer der spannendsten Straßenabschnitte weit und breit, denn auf den nächsten sechs Kilometern folgen stolze 24 sehr enge Kehren. Die Höhe wird vom begeisterten Fahrer rasch gewonnen, der Wald lässt immer wieder freie Ausblicke hinunter ins Tal und hinüber zu den Sieben Gemeinden (Sette Comuni) zu. Nach fast 12 Kilometern erreicht man schließlich Kehre 24 und gleichzeitig die Einmündung in die ausgebaute Straße aus Arsiero. Noch weitere 3,5 km bei moderater Steigung, und man kommt zur Ortschaft Tonezza.
Der Aufstieg geht hinter der Ortschaft weiter. Bis dahin hatte mich die Auffahrt begeistert. Sie war im Gegensatz zum vorigen Passo di Borcola schneefrei, die Kehrenpassage war genial, und oberhalb von Tonezza war es sonnig. Nun ist die Sonne leider verschwunden. Die Straße ändert ihre Richtung und führt nun nach Westen hin. Der nach Norden abfallende Hang ist komplett sonnenarm. Links und rechts der trockenen, von Streusalz bleich gefärbten Straße liegt Schnee, die Temperaturen entsprechen eher Januarwerten. Nun folgt eine erste, am Eingang vereiste Lawinenschutzgalerie. Es ist nun der sechste Tag bei zu kalten Temperaturen, der Spaßfaktor ist schon recht tief gesunken und nur der Walkman kann noch helfen.

In dieser kalten Hölle verharrten die italienischen Soldaten zwei Kriegswinter lang, ehe sie von den auf der gegenüberliegenden Talseite verschanzten Soldaten Österreich-Ungarns ersetzt wurden. Ich kann nur mitfühlen. Schließlich ist der Pass bald erreicht. Links biegt die Straße zum Cima Valbona und die nachfolgende Abfahrt nach Folgaria ab.

Die lange, von sanften Abfahrten und ebenso sanften Gegenaufstiegen geprägte Weiterfahrt zum Passo del Sommo wäre unter normalen Bedingungen sicher schön, bei dieser Kälte reichen aber die kurzen Aufstiege völlig, um ins Schwitzen zu kommen, was die folgenden Abfahrten recht unangenehm macht. Schließlich reicht es: ich halte an bei einem Skilift und tauche ein in ein warmes Café.
Danach folgen die letzten Kilometer zum Passo del Sommo und anschließend die Abfahrt über Carbonare und den Passo della Fricca ins Val Sugana.
Für die Beschreibung danken wir Renko Mail an Absender

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