Coll de Pradell (1728 m)

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Coll de Pradell (1728 m)

Pyrenäen, Katalonien.
Im unteren Teil der Auffahrt
Wenn man die Radsportbegeisterten in Katalonien fragt, welcher Anstieg denn ihrer Meinung nach der härteste in der Region sei, wird immer wieder die Ostanfahrt des Coll de Pradell genannt, wegen ihrer letzten 5,5 km mit einem Schnitt von knapp 11% Steigung. Ein solcher Schnitt von hört sich hart, aber nicht überhart an. Tatsächlich ist der Coll de Pradell auch nicht mit dem Monte Zoncolan oder Punta Veleno zu vergleichen. Was diese letzten Kilometer des Coll de Pradell aber so schwierig macht, ist die Tatsache, dass im Bereich von flach bis 23% Steigung alles geboten ist und es nicht möglich ist, einen Rhythmus zu finden.
Der Coll de Pradell liegt im Berguedà, und zwar wie der nahe Coll de Fumanya in einem Gebiet, in dem früher Kohle abgebaut wurde. In der zweiten Jahreshälfte 2006 wurde die Piste, die beide Auffahrten verbindet, geteert, so dass es nun auch für Rennradfahrer möglich ist, die Pässe zu kombinieren. Als asphaltierte Straße existiert der Coll de Pradell auch erst seit ein paar Jahren. Vorher gab es auf der Ostseite nur einen Weg vom Bergdorf Vallcebre hoch zu den Minen und auf der Westseite einen Weg vom Coll de la Trapa (ein Zwischenpass auf dem Weg zum Coll de Josa) zu einer kleinen Langlaufskistation mit Klettergarten. Da man oberhalb der Minen ein Minenmuseum einrichten will, hat man 2004 die Piste zwischen beiden Straßen geteert und so einen neuen Pass geschaffen. Einen weiteren verkehrstechnischen Zweck erfüllt der Pass nicht; wer vom Llobregattal nach Westen will - und das sind nicht viele -, nimmt in aller Regel die breitere B-400 über den niedrigeren Alt de Maçaners (ein weiterer Zwischenpass des Coll de Josa). Im oberen Teil des Coll de Pradell kann man sich daher in aller Einsamkeit quälen.
Ein letzter Hinweis: Der Coll de Pradell sollte nicht mit dem Col du Pradel in den französischen Pyrenäen verwechselt werden.
Für die Beschreibung danken wir AP Mail an Absender

Liste der Auffahrten

Ostanfahrt von der C-1615,3 km1028 HmSchön: 3 SterneHart: 5 Sterne
Westanfahrt vom Coll de la Trapa6,5 km410 HmSchön: 4 SterneHart: 3 Sterne

Ostanfahrt von der C-16  15,3 km / 1028 Hm Schön: 3 Sterne Hart: 5 Sterne

Profile und Tracks

Profil der Auffahrt Ostanfahrt von der C-16
Auf den ersten etwa 7 Kilometern ist diese Anfahrt zum Coll de Pradell identisch mit der Ostanfahrt zum Alt de Maçaners (siehe Coll de Josa), auf die hier verwiesen wird. Bei der Abzweigung in Richtung Vallcebre biegen wir nach links ab, fahren noch ein paar Meter bergauf und erreichen einen Aussichtspunkt mit weitem Blick auf die Hochfläche um Vallcebre herum und die Berge des Naturparks Cadí-Moixeró im Norden. Dahinter fällt die Straße etwa einen Kilometer ab und bringt uns wieder ansteigend nach Vallcebre, einem kleinen Ort, der unterhalb einer Bergwand am Hang klebt.
Schon im Dorf ändert sich die Steigung dramatisch und die oben genannten letzten 5,5 km beginnen. Mit über 15% Steigung führt eine enge Straße aus Vallcebre hinaus, vorbei an vereinzelten Bauernhöfen. Links oben sehen wir schon bald eine steile Traverse an der Bergwand, die zu einem Durchlass hinweist und die wir in kurzer Zeit über zwei Serpentinen erreichen. Hinter dem Durchlass erstreckt sich die Hochebene „Pla de la Barraca“, auf der sich die Minen befinden. Es folgt ein Flachstück bis zu der Abzweigung zum Coll de Fumanya. Dann beginnt das neue Stück Straße und die Steigung zieht wieder an. Für das Auge bietet dieser Teil der Auffahrt nichts, da die Gegend durch den Kohleabbau doch ziemlich verwüstet ist. Allerdings haben wir auch kein großes Interesse an den Ausblicken, sondern viel mehr daran, die nächsten Kilometer irgendwie zu überstehen. Über ein paar Serpentinen mit deutlich mehr als 10% Steigung geht es nach oben. Hinter einem kurzen Flachstück an einem Picknickplatz und einem schäbigen Tümpel vorbei (wer um Himmels Willen macht hier Picknick?) wird die Straße steiler und steiler und führt zu einem 400m langen Zementstück mit 20% bis 23% Steigung. Das ist schon ein ziemlicher Hammer, wenn man auf diesen hellen Zement zukriecht, der von einer wirklich steilen Straße scheinbar im fast rechten Winkel abbiegt und schnurstracks in den Himmel ragt. Hinter dem Zementstück führt die Straße in den Nadelwald hinein und wird mit etwa 15% Steigung auch nicht gerade viel flacher.
Oberhalb einer Doppelserpentine steht plötzlich ein kleiner Zug am Waldrand. Zunächst denke ich an eine Erscheinung, ausgelöst durch den Puls jenseits der 300, aber genau hier soll wohl das Minenmuseum entstehen. Irgendwann folgt mal wieder ein Flachstück, aber wer jetzt denkt, der Rest sei ein Zuckerschlecken, hat seine Rechnung ohne die 18% - Rampe gemacht, die hinter dem Flachstück lauert. Die Landschaft wird wieder offener und dann endlich, endlich, ist der Pass erreicht.
Für die Beschreibung danken wir AP Mail an Absender

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Westanfahrt vom Coll de la Trapa  6,5 km / 410 Hm Schön: 4 Sterne Hart: 3 Sterne

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Platz   Fahrer     Zeit                    Datum            Aktion
1.doso99 Mail an Absender0 h 52 m 05 s13.08.2006