Colletto del Moro (939 m)

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Colletto del Moro (939 m)

Alpen, Seealpen, Piemont.
Kampf gegen die Steigung.
Der Colletto del Moro ist ein kleiner, praktisch unbekannter Pass im Süden von Cuneo. Er ist für den motorisierten Verkehr mit einem Fahrverbot belegt und daher auch in kaum einer Karte verzeichnet. Er besitzt ausserdem absolut keine verkehrstechnische Bedeutung und dient daher vorwiegend als Trainingsberg für Rennradfahrer.
Der Autor wurde auch nur durch Recherchen zum nahe gelegenen Madonna del Colletto auf das Vorhandensein des Passes aufmerksam, da der Colletto del Moro vom Giro im Jahre 2002 im Anschluss an den Madonna del Colletto befahren wurde. Die Lokalisierung war aber gar nicht trivial, da auch das Internet wenig Information dazu bereit hält. Einfacher wäre es wohl gewesen, einen Lokalmatador zu befragen, denn der Colletto del Moro scheint ein beliebtes Ziel für die in Cuneo ansässigen Recken zu sein.
Ideal lässt er sich in eine Runde mit dem Madonna del Colletto kombinieren. Dabei sollte man sich aber vor Augen halten, dass der Colletto del Moro zwei sehr unterschiedliche Auffahrten hat. Die Aussage von Stefano Garzelli – interviewt zu besagter Giro-Etappe – der Colletto del Moro sei härter als der Mortirolo, steigerte das Interesse an diesem nutzlosen Pass natürlich beachtlich. Nutzlos insofern, als er das Val Vermenagna (welches zum Colle di Tenda führt) mit dem Grossraum Cuneo verbindet. Da könnte man auch flach über Borgo San Dalmazzo fahren, natürlich bei massiv höherer Verkehrbelastung. Jedenfalls die Aussage, der Pass sei härter als der Mortirolo, lässt sich so nicht bestätigen. Auf jeden Fall unter den Voraussetzungen, dass man eine bergtaugliche Übersetzung montiert hat. Am Ende einer Giroetappe jedoch, unter Renngeschwindigkeit und bestückt mit einer Heldenkurbel ist klar, dass die letzten zwei Kilometer der Westauffahrt beinahe unüberwindlich sind.
Für die Beschreibung danken wir helmverweigerer Mail an Absender

Liste der Auffahrten

Nordostauffahrt ab Cerati3,3 km329 HmSchön: 3 SterneHart: 5 Sterne

Nordostauffahrt ab Cerati  3,3 km / 329 Hm Schön: 3 Sterne Hart: 5 Sterne

Profile und Tracks

Profil der Auffahrt Nordostauffahrt ab Cerati
Wie bereits in der allgemeinen Beschreibung erwähnt, ist die Straße auf dieser Seite mit einem Fahrverbot belegt und kaum in einer Karte verzeichnet. Daher ist der Einstieg auch nicht so einfach zu finden. Zumal die Ortschaften Boves und Cerati nicht einfach als eigenständige Dörfer auszumachen sind und fließend ineinander übergehen.
Die Devise lautet also, der Nase zu folgen und in westliche Richtung zu fahren. Man sollte dabei auch nach einem kleinen Bach Ausschau halten, dem man zu Beginn der Auffahrt in ein kleines Tal folgt. Es handelt sich um ein ziemlich dicht bewaldetes Tal, eigentlich eine schöne Auffahrt, jedoch ohne Ausblicke, da man sich auf der ganzen Strecke und auch auf der Passhöhe im Wald befindet.
Der Genuss beschränkt sich aber auf den ersten Kilometer, danach zieht die Steigung stark an.
Wie so oft bei so kurzen Auffahrten ist die Bewertung nicht einfach. Auf den folgenden 2 Kilometern werden aber in ein paar kurzen Serpentinen 265 Höhenmeter bewältigt, was einer Durchschnittssteigung von 13,7 Prozent entspricht. Der Streckenverlauf ist gut einsehbar, und es wird einem deutlich vor Augen geführt, dass das ein hartes Stück Arbeit wird. Insofern scheinen die fünf Härtesterne gerechtfertigt.
Bei dieser Steigung nimmt man von der umgebenden Landschaft nicht mehr viel wahr, es geht nur noch um den Kampf.
Oben angekommen gibt es neben der Erleichterung über das Ende der Steigung auch anerkennende Blicke und Zusprüche von anderen Rennradfahrern, welche aber fast ausschliesslich die wesentlich humanere Variante von Robilante wählen.
Für die Beschreibung danken wir helmverweigerer Mail an Absender

Highscores

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Platz   Fahrer     Zeit                    Datum            Aktion
ferdi_k Mail an Absenderohne Zeit22.06.2006
helmverweigerer Mail an Absenderohne Zeit22.06.2006