Grand Colombier (1501 m)

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Grand Colombier (1501 m)

Jura, Rhône-Alpes.
Lac de Bourget und die Rhone
Der Grand Colombier im Department Ain ist einer der höchsten Gipfel des südlichen Teils des Jura. Dementsprechend ist der fast bis unter die Gipfellagen bewaldete Gebirgszug von Westen kommend bereits einige Zeit vorher als markantes Ziel auszumachen. Der höchste Punkt (1525 m) mit dem riesigen Gipfelkreuz ist innerhalb weniger Minuten von der Passhöhe auf 1501 m zu erreichen, wo sich einer der zahlreichen Wanderparkplätze des Gebirgszuges befindet.
Die Passhöhe selbst ist nicht mehr als ein Wanderparkplatz, von dem man das riesige Gipfelkreuz des Grand Colombier in wenigen Minuten zu Fuß erreichen kann. An klaren Tagen hat man jedoch einen spektakulären Blick auf die Hochsavoyer Alpen mit dem übermächtigen Mont Blanc.
Insgesamt existieren vier Möglichkeiten, die Passhöhe auf 1501 m zu erreichen. Bislang sind jedoch nur die Varianten von Artemare (über Assin) und Culoz beschrieben worden.
Für die Beschreibung danken wir Niklas Mail an Absender

Liste der Auffahrten

Westrampe von Artemare über Assin15,8 km1245 HmSchön: 3 SterneHart: 5 Sterne
Südrampe von Culoz18,3 km1250 HmSchön: 4 SterneHart: 4 Sterne
Ostrampe von Anglefort15,5 km1200 HmSchönheit nicht bewertetHärte nicht bewertet

Westrampe von Artemare über Assin  15,8 km / 1245 Hm Schön: 3 Sterne Hart: 5 Sterne

Von Artemare aus folgt man zunächst der D31 in nördlicher Richtung, bis man nach ca. zwei Kilometern rechts in Richtung Virieu-le-Petit abbiegt. Diese Anfangspassage durch Artemare selbst und über die folgenden sieben Kilometer bis Virieu-le-Petit steigt nur mäßig mit 4 bis 7 Prozent an, so dass man genug Zeit hat, die reizvolle Wiesenlandschaft oberhalb von Artemare zu bewundern, und den ein oder anderen Blick nach Süden ins Rhônetal zu erhaschen. Allerdings sollte man diese ersten Kilometer zum Warmfahren nutzen und sich nicht durch die angenehme Steigung schon zu Beginn zum Tempobolzen hinreißen lassen. Denn wenn in Virieu-le-Petit die D120c nach rechts abzweigt, sollte man noch möglichst viele Körner übrig haben. Ab hier beginnt der zweite Teil des Anstiegs, auf dem in 8,8 Kilometern bis zur Passhöhe noch 860 Höhenmeter überwunden werden müssen.
Praktisch mit Verlassen des Ortes wird die Straße merklich steiler (8,2 Prozent bis Kilometer 9), und der Straßenbelag wechselt auf den üblichen groben französischen Asphalt, der das Fahren nicht unbedingt erleichtert. Nach der Einfahrt in den Wald gibt es für den Fahrer nach jeder der insgesamt vier Spitzkehren eine neue Überraschung; es wird tatsächlich immer noch steiler als zuvor. Die Krönung dieser vier Kilometer langen Rampe stellt der „Le Mur“ genannte Abschnitt zwischen Kilometer 10 und 11 dar. Hier werden auf nur 400 m Strecke über 75 Höhenmeter zurückgelegt. Wer nach der Kehre diese Passage erblickt, wird unweigerlich den Spitznamen verstehen.
Nach insgesamt 4,5 Kilometern Quälerei erreicht man mit Verlassen des Waldes einen Wiesensattel. Hier trifft die Straße die von Lochieu kommende D 120. Auf den kommenden 1,5 Kilometern kann man dann endlich den Ausblick auf das französische Alpenvorland und die bereits geschafften Höhenmeter genießen, denn zum einen behindert der Wald nicht mehr die Sicht, und zum anderen verläuft die Strecke mit 3,5 Prozent Steigung jetzt praktisch eben. Das Vergnügen währt jedoch nur kurz, denn auf den letzten knapp 3 Kilometern müssen dann noch einmal die letzten Kräfte mobilisiert werden. Der Wind kann hier oben merklich auffrischen und die durchschnittlich 9,8 Prozent bis zur Passhöhe deutlich steiler erscheinen lassen.
Für die Beschreibung danken wir Niklas Mail an Absender

Highscores

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Platz   Fahrer     Zeit                    Datum            Aktion
stb72 Mail an Absenderohne Zeit03.06.2007
Toaster81 Mail an Absenderohne Zeit01.01.1980

Südrampe von Culoz  18,3 km / 1250 Hm Schön: 4 Sterne Hart: 4 Sterne

Die Anfahrt zum Colombier ab Culoz ist durch die gute Beschilderung im Ort einfach zu finden. Zudem informiert am Fuß des Anstiegs, der auf den ersten Metern durch einen Weinberg verläuft, eine Informationstafel über die anstehende Aufgabe. Die prognostizierten 6,9 Prozent Durchschnittssteigung für die kommenden 18 km werden jedoch auf den ersten sieben Kilometern deutlich überboten, denn nachdem man den Weinberg durchquert hat, steigt die Straße bei rauem Belag mit durchschnittlich 8,4 Prozent an. Dabei verläuft die Straße teilweise sehr spektakulär, zunächst in einigen achterbahnartigen Serpentinen, anschließend neben steilem Abgrund direkt an der Bergflanke entlang, dabei immer mit tollem Ausblick auf das Rhônetal. Auf diesem Abschnitt, der praktisch geradlinig am Berg entlang verläuft, hat man das steilste Stück (3 km bei 9,7 Prozent, Spitzen bis zu 12 Prozent) des Anstiegs zu bewältigen. Anschließend flacht die Straße jedoch merklich ab und man kann den Schatten des sich nun auf beiden Seiten ausbreitenden Waldes genießen.
Die Verschnaufpause währt allerdings nur kurz, denn nach der Hälfte der Strecke trifft die Straße auf die Route von Anglefort. Dies ist der Startschuss für letzte echte Prüfung bis zum Gipfel. Immer steiler werdend zieht sich die Straße auf den nächsten drei Kilometern fast ohne Kurven durch den dichten Wald, anfänglich mit 8 Prozent, später mit Spitzen bis zu 14 Prozent. Nach der zweiten Haarnadel flacht die Straße jedoch wieder merklich ab, bleibt aber bis ca. 3 Kilometer vor dem Gipfel unrhythmisch. Zuvor hat man bereits den Wald verlassen, und der Blick wird endlich frei auf den Gipfel. Dabei führt die Straße über offenes Almgebiet (Vorsicht! Kühe und Kuhgitter auf der Straße) mit nur noch mäßiger Steigung, bevor es auf den letzten 500 Metern bis zum Kulminationspunkt noch einmal knapp 9 Prozent Steigung zu überwinden gilt.
Für die Beschreibung danken wir Niklas Mail an Absender

Highscores

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Platz   Fahrer     Zeit                    Datum            Aktion
1.Niklas Mail an Absender1 h 51 m 00 s23.07.2006
2.FROSCHBIKER Mail an Absender1 h 53 m 00 s31.07.2009

Ostrampe von Anglefort  15,5 km / 1200 Hm Schönheit nicht bewertet Härte nicht bewertet

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