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Großglockner-Hochalpenstraße (2504 m) Hochtor, Fuscher Törl

Blick von der Edelweißspitze auf das Fuscher Törl, die Fuscher Lake und das Hochtor.

Auffahrten

Von Torsten – Die Auffahrt beginnt in Bruck (755 m) mit einer sehr moderaten Steigung von 2 %. Die 9 km über Fusch bis zur Embachkapelle (863 m) sind schnell erledigt und man ist warmgefahren. Ein erstes Steilstück mit 9 % bis zur Bärenschlucht (1021 m) ist nur 1,5 km lang. Danach geht es mit 4 bis 5 % weiter zur Mautstation Ferleiten (1145 m). Um die Mautstation werden die Radfahrer herum geleitet, an einer Zeitmessstation vorbei, die leider bei unserer Tour nicht in Betrieb war.
Unmittelbar nach der Mautstation beginnt die Steigung mit 10 % (max. 12 %), und dabei bleibt es auch bis zur Passhöhe. Über viele Kehren mit Namen wie Piffkar (1620 m), Hexenküche (2058 m) und Edelweißwand (2230 m) geht es zum ersten Hochpunkt, dem Fuscher Törl (2394 m). Unterwegs gibt es immer wieder Rastplätze mit Informationstafeln zur umliegenden Bergwelt.
Von etwas unterhalb vom Fuscher Törl führt eine 2 km lange Stichstraße über Kopfsteinpflaster mit bis zu 14 % auf die 2571 m hohe Edelweißspitze, den höchsten Punkt der Großglockner-Hochalpenstraße.
Am Fuscher Törl fährt man ähnlich wie an der Cime de la Bonette im Gegenuhrzeigersinn um einen Felsvorsprung herum. Vorher sieht man rechts die Strecke, auf der man sich heraufgekämpft hat. Danach öffnet sich der Blick in Richtung Fuscher Lacke (2262 m), die 150 Hm tiefer liegt. Nach dieser ungewollten Abfahrt geht es wieder hinauf, nun aber endgültig zum Hochtor (2504 m). Bei einem unbeleuchteten Tunnel (Mittertörl) ist erhöhte Vorsicht geboten. Das Hochtor ist selbst auch ein Tunnel, auf dessen Südseite man einen völlig neuen Blick auf die Bergwelt hat, weshalb man unbedingt noch einmal anhalten sollte.
Nach dem Hochtor-Tunnel stürzt man sich in die steile Abfahrt auf der Südseite. Unterwegs passiert man die Abzweigung (1950 m) zur Franz-Josephs-Höhe (2362 m). Die Strecke haben wir uns gespart und sind weiter nach Heiligenblut gerollt. Gibt man sich die Strecke zur Franz-Josephs-Höhe, so wartet nochmal eine ca.9 km lange Steigung mit ca. 8 %, an dessen Ende man den Großglockner und den Pasterzengletscher bewundern kann.
Insgesamt ist die Straße gut und breit ausgebaut, weshalb hier auch viel Ausflugsverkehr (Pkw ggf. mit Anhänger, Busse, Motorräder und Wohnmobile) herrscht. Eigentlich von jeder Stelle der Strecke gibt es sehr schöne Ausblicke über die Hochgebirgslandschaft der Hohen Tauern. Nur den Großglockner sahen wir nirgends...
497 Befahrungen Befahrung eintragen
Schnellste Zeit
00:56:36 | 17.07.2014
willisteffl
Mittlere Zeit
02:22:00 | 22.08.2008
hai
Dolce Vita
20:30:00 | 29.07.2009
sugu
Von tfonline – Es gibt im Wesentlichen zwei verschiedene Anfahrtswege nach Heiligenblut, dem Startort des südlichen Teils der Großglockner-Hochalpenstraße. Zum Einen gibt es die Bundesstraße 107 über den Iselsberg-Pass (1209 m) von Lienz kommend. Dieser hat den Vorteil, dass man sich schon etwas warm fahren kann, dafür hat man aber mit starkem Verkehr zu kämpfen. Die andere Variante ist der Radweg R8 von Spittal kommend, der sich immer am Fluss Möll entlang schlängelt. Der Radweg selber ist mäßig ausgebaut und teilweise unasphaltiert.
Kurz vor Heiligenblut gibt es den letzten Zeltplatz. Das Zelten im Nationalpark ist natürlich verboten.
Kurz nach dem Ortseingangsschild von Heiligenblut beginnt die Straße merklich anzusteigen. Vor der imposanten Kirche (1300 m) macht die Straße eine 180-Grad-Kurve und es folgt ein Schild, welches auf eine Steigung von 18 % hinweist. Nach ca 400 m lässt der Steigungsgrad jedoch wieder merklich nach. Dann dümpelt man bis zur Mautstation (1690 m) bei etwa 8 bis 12 % herum. Der ersten Kilometer bietet noch etwas schattenspendenden Wald, während man später auf Wolken hoffen muss oder einfach die gnadenlose Sonne genießt.
Eine gute Gelegenheit für eine Pause bietet sich an der Raststätte Kasereck (1900 m), zumindest die Motorrad-Fahrer sind davon überzeugt. Entsprechend groß ist dort auch der Andrang. Nach der Raststätte kommt ein ca 1 km langes Teilstück, in dem man zur Abzweigung in Richtung Großglockner-Blick hinunterrollt.
Danach geht es bei maximal 12 % über die Baumgrenze. Ab jetzt durchfährt man auch schöne Serpentinen. Zahlreiche Schilder mit Höhenangaben am Straßenrand ersetzen den Höhenmesser. Der Tunnel unter dem Hochtor (2504 m) gerät erst auf den letzten 100 m ins Blickfeld. Hinter dem Tunnel wartet ein großartiges Panorama auf die Tauern. Die Fahrt geht dann weiter in Richtung Edelweißspitze (2571 m), zuerst aber hinunter zur Fuscher Lacke (2262 m). Dann sollte man sich aber noch einmal auf einen kleineren Anstieg (166 Hm) zum Fuscher Törl (2428 m) gefasst machen. Wer immer noch Reserven hat, kann die 2 km Kopfsteinpflaster zur Edelweißspitze hinaufradeln. Das ist sicher nicht nur wegen der Aussicht ein einmaliges Erlebnis.

Einige Worte zum Verkehr

Die Strecke ist gerade in der unteren Hälfte noch wenig kurvenreich, weshalb die Autofahrer und Motorradfahrer mit hoher Geschwindigkeit von hinten angeschossen kommen. Oben gibt es zwar mehr Kurven, dafür ist die Straße stellenweise zweispurig ausgebaut. Wer eine Phobie gegen motorisierte Fahrzeuge hat, sollte die Großglockner-Hochalpenstraße meiden. Hier noch ein Tipp am Rande: Abends lässt der Verkehr zusehends nach, wenn man kurz vor Sonnenuntergang sich in die Abfahrt stürzt und es nicht gerade Hochsaison ist, hat man zeitweilig die Straße für sich allein.

151 Befahrungen Befahrung eintragen
Schnellste Zeit
01:02:32 | 11.07.2012
Jens Berger
Mittlere Zeit
01:42:00 | 13.08.2011
Wallydee
Dolce Vita
03:33:00 | 10.07.2012
Ozean2380
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