Gummenalp (1533 m)

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Gummenalp (1533 m)
Staffelmad

Alpen, Berner und Luzerner Voralpen, Berner Oberland, Bern.
Dito
Die Gummenalp liegt auf ca. 1500 m unterhalb der Gipfel Amihaggen (2207 m) und Höch Gumme (2205 m) oberhalb von Hofstetten bei Brienz und damit hoch über dem Brienzersee. Von Hofstetten aus führt ein kleines, gut asphaltiertes und einsames Almsträßchen dort hinauf. Dabei liegt die Steigung meist im unteren zweistelligen Bereich, doch viele Kehren und traumhafte Blicke auf den Brienzersee und die Urner Alpen versüßen diese Auffahrt, die ein echtes Juwel ist und bei einem Aufenthalt in der Region auf keinen Fall fehlen sollte. Auf der anderen Seite des Höch Gumme, der der Gummenalp auch ihren Namen verleiht, liegt das kleine Almdorf Breitenfeld, das von Lungern aus über eine weitaus steilere Straße zu erreichen ist. Von hier aus gelangt man nur mit dem Mountainbike oder Wanderschuhen dorthin.
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Liste der Auffahrten

Südauffahrt von Hofstetten bei Brienz8,8 km883 HmSchön: 4 SterneHart: 4 Sterne

Südauffahrt von Hofstetten bei Brienz  8,8 km / 883 Hm Schön: 4 Sterne Hart: 4 Sterne

Die Auffahrt beginnt in Hofstetten bei Brienz (650 m), wo wir den Hinweisschildern in Richtung Gummenalp in die Schriederstrasse folgen. Diese zweigt von der Hauptstraße, der Schwanderstrasse, zwischen Hofstetten und Schwanden ab. Kommt man von Schwanden ab, so kann man alternativ auch über den Ortsteil Gammbiel fahren.

Die Steigung zieht durch den Ort hindurch gleich auf 8 % an und wird im weiteren Verlauf auch nur selten darunter, sondern meist darüber liegen. Auf eine Linkskurve folgt eine mehr als 90-Grad-Kurve, nach der wir den Ortsteil Schried erreichen. Nach einer scharfen Linkskurve verlassen wir dann bald den Ort und tauchen in den Wald ein. Dort folgen wir dem Sträßchen nach rechts. Geradeaus geht es weiter nach Schwanden.
Nun peilen wir die 10-Prozent-Marke an, doch glücklicherweise lenkt uns die abwechslungsreiche Streckenführung und später auch die Aussicht davon ab. In einer scharfen Rechtskurve zweigt geradeaus eine Privatstraße ab, die nach Recherchen des Autors auch auf über 1200 m führt. Ob sie allerdings auch durchgehend asphaltiert ist, ist uns nicht bekannt. Wir verlassen nun bald den Wald, klettern bei Steigungswerten um die 11 % abwechselnd durch Wiesen- und Waldstücke aufwärts und erreichen bald die erste von insgesamt zehn Kehren.
Nach der nächsten Kehre flacht das Sträßchen ein wenig ab, und bis zum Waldausgang kann man sich bei 5 bis 6 % erstmal kurz erholen. Der Sonne wieder ausgesetzt geht es im gewohnten Stil weiter. Nach der nächsten Kehre wird man dann glatt überwältigt von dem grandiosen Ausblick auf den blauen Brienzer See. Im Hintergrund erkennt man auch Interlaken und einen Teil des Thuner Sees. Den Blick auf die hohen Gipfel der Berner Alpen verhindern die vorgelagerten Gipfel, wie das Axalphorn und das Schwarzhorn. Die nächste, diesmal deutlich weiter gezogene Kehre richtet unseren Blick nun gen Osten auf die Bergwelt der Urner Alpen mit dem Sustenhorn und dem Dammastock.
Nach vier weiteren Kehren fahren wir nun in einen Taleinschnitt hinein. Die Steigung legt nun für etwas längere Zeit auf 12 bis maximal 14 % zu. Anfangs windet sich das Sträßchen an einer Felswand entlang, während es rechts steil abwärts geht. Nach der nächsten und gleichzeitig letzten Kehre endet dann am Waldrand die öffentliche Straße. Viel Verkehr treffen wir aber auf der gesamten Strecke nicht an, nur einige wenige Bauern und Anwohner. In einigen schönen Kurven windet sich die Forststraße bei nun wieder etwas geringerer Steigung zur Gummenalp hinauf, die nach rund 8 km auf einer Höhe von 1470 m erreicht ist. Wir können dem Asphaltband allerdings an der Alp vorbei und anschließend links noch ein wenig weiter folgen, bis auf einer Höhe von 1533 m endgültig Schluss ist. Dieser Punkt nennt sich laut einem Wanderschild Staffelmad. Auch hier liegt eine Almhütte. Die Aussicht hält sich hier allerdings in Grenzen.

Die Abfahrt ist nun trotz des sehr guten Belags mit Vorsicht zu genießen, denn die Straße ist sehr schmal und oft unübersichtlich, und es muss immer mit Gegenverkehr gerechnet werden. Zudem verlaufen viele Abwasserrinnen quer über den Weg, die man in den schattigen Waldpassagen mit Sonnenbrille auf der Nase häufig nur schwer erkennt. Auch von den grandiosen Blicken auf den Brienzer See sollte man sich nicht zu sehr ablenken lassen.

Insgesamt handelt es sich um einen sehr schönen, absolut lohnenswerten Anstieg im Berner Oberland, der Schönheit, Steilheit und Einsamkeit kombiniert. Wenn auch nicht besonders lang und hoch, so ist er nicht zuletzt durch seine südseitige Lage eine echte Herausforderung. Auch der Autor kam hier bei bestem Hochsommerwetter ganz schön ins Schwitzen.
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Platz   Fahrer     Zeit                    Datum            Aktion
kletterkünstler Mail an Absenderohne Zeit13.08.2009
tortenbäcker Mail an Absenderohne Zeit10.06.2011