Hermersbergerhof (540 m)

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Hermersbergerhof (540 m)

Pfälzerwald, Rheinland-Pfalz.
Der Hermersbergerhof ist mit 540 m Höhe die am höchsten gelegene dauerhaft bewohnte Siedlung der Pfalz. Diese Rodungsinsel mitten im Pfälzerwald entstand bereits im frühen Mittelalter und wird im Jahre 1165 in einer Besitzurkunde der Abtei Eußerthal bei Annweiler erstmals erwähnt. Heute erinnert nur noch ein Gedenkstein in der Ortsmitte an das Eußerthaler Klostergut. Eine Handvoll Häuschen liegen noch verstreut auf dem flachen Bergplateau, dazu unübersehbar ein Steinmetz-Betrieb, ein (zwischenzeitlich leer stehendes) Sanatorium und zwei Gaststätten. Landwirtschaft wird nicht mehr betrieben. Die Wiesen und Weiden sind weitgehend ungenutzt. Eine Hochspannungsleitung zieht sich wenig attraktiv am Ortsrand vorbei.
Der riesige Parkplatz kurz unterhalb des Ortes irritiert den Besucher, ist er doch meist leer. Wenn aber Frau Holle es gut meint und auch diese Regionen einmal mit Schnee bedenkt, dann verwandelt sich das Dorf für wenige Tage in das pfälzische St. Anton und alles was im Umkreis auf einem oder zwei Brettern stehen bzw. auf einem Schlitten sitzen kann, pilgert dann hinauf auf den Berg, wo ja bekanntlich die Freiheit wohnt und eine Rodelbahn und mehrere Skihänge locken. Auf dem dann vereisten, normalerweise für den Durchgangsverkehr gesperrten Sträßchen hinüber zum Luitpoldturm und zum Johanniskreuz kann dann endlich mal wieder das SUV ausgefahren werden, während am Straßenrand spazierengehende Mütter und Väter verzweifelt versuchen, ihren Nachwuchs in Sicherheit zu bringen. Aber wie gesagt: das ist selten der Fall. Die Winter werden auch in der Pfalz milder, so dass der einst vorhandene große Skilift bereits abgebaut wurde.
In der übrigen Zeit ist der „Hermersberger” eines der lohnendsten Rennradziele im Pfälzerwald, im Aufstieg eines der härtesten und längsten, in der Abfahrt eines der aussichtsreicheren. Während die Rampe von Wilgartswiesen noch zweispurig ausgebaut ist, führt die Zufahrt von Norden über eine einspurige, für den öffentlichen Verkehr freigegebene Forststraße. Diese schlängelt sich sehr reizvoll über den Kamm des zentralen Pfälzerwaldes und trifft nach rund 6 km auf die quer verlaufende L496 von Leimen zum Eschkopf. Nach links geht es von dort zurück in den Raum Pirmasens, nach rechts zur B48 nach Johanniskreuz oder zurück ins Queichtal. Bis auf den unvermeidlichen Sonntagnachmittagsverkehr ist die Strecke wenig befahren und auch belagstechnisch up to date.
Interessant ist sicher noch zu wissen, dass es sich bei der gesamten Route um eine so genannte Altstraße handelt, die bereits in grauer Vorzeit benutzt worden ist. Die ursprüngliche Trasse aus dem Queichtal heraus war sogar noch deutlich steiler angelegt als der heutige Straßenverlauf. Unmittelbar an der ersten Linkskurve hinter der B10-Brücke führt die alte Straße heute als Wanderweg direkt den Berghang hinauf, kreuzt die neue Trasse knapp unterhalb der Hochspannungsleitung und erreicht über einen Felseinschnitt den Kamm. Tiefe Hohlwege, altes Sandsteinpflaster und die Rillen der Wagenräder im Felsboden zeugen noch heute von diesem alten Verkehrsweg.
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Liste der Auffahrten

Auffahrt aus dem Queichtal von Wilgartswiesen9 km330 HmSchön: 3 SterneHart: 3 Sterne

Auffahrt aus dem Queichtal von Wilgartswiesen  9 km / 330 Hm Schön: 3 Sterne Hart: 3 Sterne

Profile und Tracks

Profil der Auffahrt Auffahrt aus dem Queichtal von Wilgartswiesen
Der Ausgangspunkt für diese Auffahrt ist mit dem Rennrad etwas kompliziert zu erreichen. Der freundliche Ort Wilgartswiesen (210 m) mit seiner markanten doppeltürmigen Sandsteinkirche am Fuß der sehenswerten Falkenburg liegt zwar an der stark frequentierten B10 (Karlsruhe–Saarbrücken), da diese sich aber seit einigen Jahren zwar zäh, aber beharrlich in eine vierspurige Schnellstraße verwandelt, haben Radfahrer im Queichtal mittlerweile das Nachsehen. Von Osten aus dem Raum Annweiler kann man den unlängst asphaltierten Queichtalradweg von Rinnthal nach Wilgartswiesen benutzen, von Westen her ist eine Anfahrt nur über Hauenstein möglich.
Von der Ortsmitte folgt man der reichlich überdimensionierten alten Bundesstraße in Richtung Pirmasens, zunächst unter der Umgehungsstraße hindurch, dann leicht ansteigend hinauf zur Überführung über die B10. Nach der Anschlussstelle verschärft sich die Gangart, und eine steile, im Sommer gnadenlos heiße Rampe führt hinauf zum Waldrand. Nach der oben erwähnten Linkskurve heißt es dranbleiben, die nächsten 500 m sind wirklich hart (ca. 12 %), doch bereits nach einer scharfen Rechtskehre ist der schlimmste Teil überstanden, und man pedaliert wieder flüssiger bei 5–7 % aufwärts.
Nach einer längeren Passage im schattigen Hochwald erreicht man eine Hochspannungstrasse, und die Straße wird für kurze Zeit eben. Das Hinweisschild zum „Ruheforst” wird vielleicht manchen irritieren. Hier hat man seit 2007 die Möglichkeit, sich nach seinem Ableben in einer kompostierbaren Urne zu Füßen einer der uralten Buchen zur letzten Ruhe betten zu lassen. Das ist sicherlich Geschmackssache, aber angeblich kann sich die Forstverwaltung vor Anfragen potentieller Kunden kaum retten. Nach dem Ruheforst steigt die Trasse dann wieder an und wird auf 400–500 m etwas unangenehmer (heiß und steil).
Dann folgt wieder ein längeres ebenes Stück im Schatten, bevor man in den finalen Aufstieg geht. In schön schwingendem Verlauf gewinnt man am Nordwesthang des Katzenkopfes an Höhe, passiert ein Parkplätzchen mit markanter Hügelsitzbank, eine letzte Rampe von rund 600 m bei maximal 8 % muss noch gemeistert werden, dann ist das Plateau erreicht, und den letzten Kilometer bis zum Ziel fliegt man nur so dahin.
Für alle, die vom Hof auf der Forststraße weiter nach Norden fhren möchten, sei noch erwähnt, dass nach kurzer ebener Strecke und kleiner Abfahrt noch ein kleines, bissiges Monster von 200 m Länge und gut 10–12 % wartet, welches dann zum höchsten Punkt der ganzen Auffahrt auf ca. 565 m führt. Der Rest des Weges Richtung Kaiserslautern ist harmlos. Sehr zu empfehlen ist noch der kurze Fußaufstieg von den Parkplätzen Luitpoldstein oder Holländerklotz zum Aussichtsturm. Von dort oben wird man verstehen, warum die Lokalpatrioten den Pfälzerwald für das schönste geschlossene Waldgebiet Deutschlands halten.

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Highscores

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Platz   Fahrer     Zeit                    Datum            Aktion
1.mayer_moo Mail an Absender0 h 22 m 37 s24.04.2008
2.Lothar63 Mail an Absender0 h 23 m 27 s01.06.2008
Horst56 Mail an Absenderohne Zeit02.04.2011
Heidelberger Bergstier Mail an Absenderohne Zeit17.06.2007
Schorsch Mail an Absenderohne Zeit08.06.2010
indiana Mail an Absenderohne Zeit13.06.2010
Gepäcktour Mail an Absenderohne Zeit08.08.2009
paelzman Mail an Absenderohne Zeit29.09.2009
kadir Mail an Absenderohne Zeit04.05.2009
smk r Mail an Absenderohne Zeit08.08.2010