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Eschkopf (550 m)
Wellbachtal, An den drei Steinen

Pfälzerwald, Rheinland-Pfalz.
Die B48 zieht sich zwischen Hochspeyer im Norden und Rinnthal im Süden rund 35 km über den zentralen Kamm des Pfälzerwaldes. Es dürfte in Deutschland schwerlich eine einsamere Straße geben; auf der gesamten Strecke passiert man gerademal zwei dauerhaft bewohnte Ansiedlungen, nämlich Johanniskreuz mit seinen Ausflugsgaststätten und dem Forstamt sowie das Haus Fassenteich im Wellbachtal. Ansonsten steckt man hier so tief im Wald, dass auf einem Großteil des Weges nicht einmal das Handy funktioniert. Für Ängstliche ist also das Mitführen eines Survival-Kits angezeigt.

Zentraler Knotenpunkt des pfälzischen Waldgebirges ist der 608 m hohe Eschkopf. Hier vereinigen sich die verschiedenen Bergkämme, und hier entspringen auch einige wichtige Flüsse der Pfalz. Auf seinem Gipfel steht ein alter, 1902 erbauter Aussichtsturm – aufgrund seiner geringen Höhe ist der Blick jedoch längst nicht so beeindruckend wie beispielsweise vom Luitpoldturm am Hermersbergerhof. Die Bundesstraße führt knapp unterhalb des Berges vorbei. Ihr Hochpunkt ist ein echter kleiner Pass, etwa 550 m hoch gelegen und mit dem Ritterstein™ An den Drei Steinen am Straßenrand markiert.

Während der Anstieg von Süden einen Eintrag in ein „Quäldich”-Pässelexikon gerade noch so verdient, besitzt der Weg von Norden nicht den Charakter einer eigenen, in sich geschlossenen Auffahrt. Es ist eine sehr reizvolle und kurzweilige Abfolge aneinander gereihter, kleiner Rampen, die von Flachstücken und kleinen Abfahrten unterbrochen werden. Die Aufstiege zur B48 sind die eigentlichen Herausforderungen, hat man die Höhe erstmal erreicht, passiert nichts Dramatisches mehr.

In starkem Kontrast zu diesem langsamen Höherschaukeln steht die Fahrt durch das Wellbachtal. Unten noch breit und flach, wird es nach oben hin immer enger und steiler. Den Bach ist ständig in Sichtweite, manchmal unmittelbar neben der Fahrbahn. Aussichten hat man lediglich auf hohe, bewaldete Berghänge. Brünnchen, bemooste Felsen, Farnkraut – man könnte es fast romantisch nennen, wären da nicht der bundesstraßentypische Verkehr und ganz besonders die Horden von Motorradfahrern, die das Tal an den Wochenenden in eine Rennpiste verwandeln.
Für die Beschreibung danken wir bruchpilot Mail an Absender

Liste der Auffahrten

Südauffahrt von Rinnthal13,5 km355 HmSchön: 3 SterneHart: 2 Sterne

Südauffahrt von Rinnthal  13,5 km / 355 Hm Schön: 3 Sterne Hart: 2 Sterne

Profile und Tracks

Profil der Auffahrt Südauffahrt von Rinnthal
Die Auffahrt beginnt im Queichtal, an der Einmündung der B48 in die B10 unweit von Rinnthal entfernt. Dieser Punkt (ca. 195 m Höhe) lässt sich von der Weinstraße aus auf der alten Bundesstraße über Annweiler und Sarnstall und aus dem Pirmasenser Raum über den asphaltierten Queichtalradweg von Hauenstein/Wilgartswiesen anfahren. Den Talkessel zieren ringsum einige imposante Sandsteinfelsen, die Idylle ist allerdings durch den Schwerverkehr auf der B10 mittlerweile stark getrübt. Der Kostenfels wurde untertunnelt und konnte nur durch einige Betoninjektionen vor einem vorbeugenden „Abriss” bewahrt werden. Und an den benachbarten „Drei Felsen” flattern ab und zu traurige Protestplakate gegen die immer weitergehenden Ausbaupläne.
Verlassen wir also diesen für den Pfälzerwald eher untypischen Ort und wenden uns gegen Norden in das Wellbachtal hinein. Auf den ersten 3 km ist dieses noch völlig flach, mit breitem Wiesengrund, durch den sich der klare Bach munter in Mäandern zieht. Zu Beginn fährt man direkt auf die rote Felswand des Frohndellpfeilers zu; durch seine 30 m hohe Talseite führt eine der schönsten pfälzischen Wandklettereien im mittleren Schwierigkeitsgrad. Wenig später wird die Straße von der mächtigen Nase des Bauernfelsens überragt. Die Schleifspuren an der Decke beweisen, dass hier schon öfter mal was schief gegangen ist.
Nach dem Abzweig zum Annweiler Forsthaus (zusätzlich 3,8 km und 225 Hm, schön gelegene Ausflugsgaststätte, teilweise um die 10 % steil, aber leider auch ziemlich schlechter Asphalt) verengt sich das Tal und beginnt ganz sanft anzusteigen. Bald findet man linkerhand am Ostpreußenbrunnen ein hübsches Rastplätzchen mit frischem Trinkwasser zum Auffüllen der Flaschen. Langsam zieht die Steigung an, das Tal ist jetzt schluchtartig eng und bietet nur noch Bach und Straße Platz. Besondere Attraktion dieses Abschnitts sind die zahlreichen Gedenksteine und Kreuze am Straßenrand. Jedes Jahr semmeln hier einige unserer motorisierten Zweirad-Kollegen in die Begrenzungen.
Nach insgesamt 9 km ist das erwähnte Häuschen im Fassenteich erreicht. Kurz danach zweigt links ein Sträßlein ab in das Dorf Hofstätten. Wieder eine Sackgasse (zusätzlich 2 km und 100 Hm), aber auch hier Waldidylle pur und zwei ganz ordentliche Gasthöfe. Nach dieser Abzweige wird die Steigung endlich spürbar und erreicht in Folge etwa 6 %. In einer nicht enden wollenden Abfolge von Links-Rechts-Schlenkern zieht sich die Straße gut 3 km am meist unangenehm sonnigen Talhang aufwärts. Nach dem Eintauchen in den kühlen Hochwald ist der Gipfel dann aber endlich in Reichweite – eine letzte markante Linkskurve noch, und wir passieren den kleinen Passeinschnitt bei den Drei Steinen.
Für die Beschreibung danken wir bruchpilot Mail an Absender

Highscores

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Platz   Fahrer     Zeit                    Datum            Aktion
kadir Mail an Absenderohne Zeit14.07.2009