Iggelbacher Stich (524 m)

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Iggelbacher Stich (524 m)
Brandbuche

Pfälzerwald, Rheinland-Pfalz.
In der Nord- und Westhälfte des Pfälzerwaldes kann man mit dem Rennrad wunderbare Bummeltouren unternehmen. Man fährt auf herrlichen schmalen Straßen, immer im Wald und ohne besonders lange oder steile Anstiege bewältigen zu müssen. Ob am Stall, Stüterhof, Krottenbuckel, Speyerbrunn oder Karlstal – selten sind es mehr als 100–150 m am Stück, und die Steigungen gehen meist nicht über 6 % hinaus. An der hier beschriebenen Rampe von Elmstein über Iggelbach hinauf zur Brandbuche aber scheiden sich die Geschmäcker. Für die einen ist diese Auffahrt die erste echte Herausforderung nach der Winterpause, für die anderen ganzjährig eine unzumutbare Quälerei, die man besser respektvoll umkurvt oder allenfalls hinunter fährt. Manche Zeitgenossen haben sogar eine fast allergisch anmutende Abwehrreaktion entwickelt, die bis in den Frühsommer hinein anhält und möglicherweise mit dem Pollenflug der namengebenden Brandbuche (Lat. Fagus ambusta) zusammenhängt.
Anhand seiner Rohdaten dürfte dieser Anstieg, abgesehen von der hierzulande eher ungewöhnlich großen Höhendifferenz, niemanden sonderlich beeindrucken. In Natura weist die exakt 5 km lange Strecke jedoch einige Flachstücke auf, die dann entsprechend kompensiert werden müssen. Sie bietet wenig Abwechslung, wenig fürs Auge und (da die Straße nach der Buche noch immer ganz leicht ansteigt) weder einen echten Hochpunkt noch eine Abfahrt. Insgesamt also eher was für den Kopf!
Das Dorf Iggelbach ist auf zwei verschiedenen Routen anfahrbar. Wer es auf die harte Tour liebt, startet natürlich in Elmstein, dem Hauptort des gleichnamigen Tals, das sich vom Eschkopf bzw. vom Johanniskreuz über 30 km durch den Wald windet und bei Neustadt in die Ebene austritt. Im Talgrund strömen der Speyerbach, der größte Fluss des Pfälzerwaldes (von West nach Ost, ganzjährig) sowie der Ausflugsverkehr (morgens von Ost nach West, abends von West nach Ost, an Sonn- und Feiertagen ganztägig in beiden Richtungen). Elmstein liegt recht hübsch in einer weit verzweigten Talerweiterung und wird von den Ruinen einer pfalzgräflichen Burg aus dem 12.  Jahrhundert überragt, die leider bereits 1689 wieder zerstört wurde und auch nicht besichtigt werden kann. Ansonsten ist das Dorf Endstation des Kuckucksbähnles von Lambrecht bzw. Neustadt aus. Im Sommerhalbjahr stampfen alle zwei Wochen sonntags dampflokbespannte Ausflugzüge durch das Tal. Sehr nett für Kinder, aber Vorsicht: auch mit Schnapsnasen rechnen...

Iggelbach für Mädchen beginnt einige Kilometer unterhalb von Elmstein am ehemaligen Sägewerk Helmbach und soll auf Wunsch interessierter Kreise hier der Vollständigkeit halber erwähnt werden. Die 2008 frisch asphaltierte Piste führt durch ein stilles Tal, anfangs sehr bequem, dann etwas steiler, zuletzt im Ort sogar recht fordernd bis zum Abzweig der Eschkopfstraße. Insgesamt etwas länger, dafür einen Tick abwechslungsreicher. Und die bei dieser Variante eingesparten Kräfte können nun voll und ganz in die Bewältigung des oberen Abschnitts investiert werden.
Wie bereits erwähnt erreicht man mit der Brandbuche keinen Gipfel, sondern nur den Kamm eines Bergrückens, der sich mit mehreren Erhebungen und kleinen „Pässen” dazwischen vom Bloskülb bis zum Eschkopf erstreckt. Die hier verlaufende Höhenstraße ist wegen der geringen Verkehrsbedeutung für Radler sehr angenehm zu befahren. An den drei Steinen (550 m) mündet sie schließlich in die B48. Nach links geht es hinunter ins Wellbachtal und zurück an die Weinstraße, nach rechts zum Johanniskreuz und in den Kaiserslauterer Raum.
Für die Beschreibung danken wir bruchpilot Mail an Absender

Liste der Auffahrten

Auffahrt von Elmstein5 km300 HmSchön: 2 SterneHart: 2 Sterne

Auffahrt von Elmstein  5 km / 300 Hm Schön: 2 Sterne Hart: 2 Sterne

Profile und Tracks

Im Zentrum von Elmstein (223 m) biegt man von der Talstraße Lambrecht–Johanniskreuz ab in Richtung Iggelbach. Nach flachem Beginn geht es noch im Ortsausgang, hinter dem Abzweig Rödertal/Schafhof, gleich ins steilste Stück der ganzen Auffahrt hinein. Nach knapp 400 m mit ca. 8–10 % nimmt die Rampe gemütlicheren Charakter an und führt die restlichen 2 km bis ins Dorf mit sehr gleichmäßigen 5–6 % nach oben. Viel zu sehen gibt es während der Kurbelei nicht, der Verkehr ist schwach bis mäßig, und wegen des schattigen Hochwaldes sind die Bedingungen hier unten meist sehr angenehm. Nach dem Ortsschild Iggelbach passiert man eine Gastwirtschaft mit dem ulkigen Namen „Zur Waldtante” und erreicht den Rechtsabzweig der Eschkopfstraße in Richtung Johanniskreuz (374 m). Hier hat man exakt die Hälfte die Auffahrt geschafft. Die leichtere.
Ein ziemlich ruppiger Buckel gleich zu Beginn zwingt eventuell aus dem Sattel, doch keine Panik: unmittelbar nach dem Ortsausgang hat man für 200–300 m nochmal Gelegenheit zum Durchschnaufen. Danach legt die Steigung auf die gewohnten 5–6 % zu, welche sich – man will es kaum glauben – irgendwie nicht mehr so locker treten lassen wie untere Passage mit den gleichen Werten. Das psychologisch anspruchsvollste Stück beginnt nach der markanten Rechtskurve: eine breit ausgebaute und weit einsehbare Rampe zieht sich gleichförmig den Berghang empor, jetzt bei rund 7–8 % und im Sommer fast immer gnadenlos heiß. Die Steigung lässt über 1,5 km nicht nach, im Gegenteil, ab dem grünen Schild (500 m) ist man geneigt zu glauben, dass heimlich noch mal ein Prozent draufgepackt wurde. Doch nach der leichten Linksbiegung ist es beinahe geschafft. Das rumpelige Schutzhüttchen am Straßenrand vor Augen kann man nun getrost den Zielsprint ansetzen.
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Highscores

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Platz   Fahrer     Zeit                    Datum            Aktion
1.Lothar63 Mail an Absender0 h 18 m 52 s10.05.2009
2.roadrunner mipmip Mail an Absender0 h 22 m 40 s25.08.2010
kadir Mail an Absenderohne Zeit06.05.2009
Ense Mail an Absenderohne Zeit13.04.2009
paelzman Mail an Absenderohne Zeit29.09.2009
indiana Mail an Absenderohne Zeit13.06.2010
Heidelberger Bergstier Mail an Absenderohne Zeit23.05.2007