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Mangrt (2055 m) Mangart, Lahnscharte

Schöne Abfahrt zwischen gefrästen Schneewänden.

Auffahrten

Die Auffahrt beginnt im Dorf Log pod Mangartom, einer auf 650 m gelegenen idyllischen Siedlung mit etwa 100 Einwohnern. Hier merkt man doch noch etwas von dem Meereseinfluss, da der Golf von Triest nicht mehr als 100 km südlicher liegt. Von hier aus geht es nach Norden Richtung Passo del Predil. Nach 5,5 km bei Steigungen zwischen 8 und 12 % erreicht man Strmec, das letzte Dorf an der Auffahrt. In Strmec (950 m) gibt es am Ortsaugang einen kleinen Brunnen mit etwas Schatten, an dem man noch einmal kurz rasten kann. Eine Gaststätte sucht man im Ort vergebens. Vielmehr besteht Strmec aus vielen kleinen Appartementhäusern.
Die Straße führt weitere 2 km aufwärts bis zu einer Pontonbrücke, die nach dem riesigen Erdrutsch von der Armee errichtet wurde. Gleich danach kommt die Abzweigung auf 1094 m Höhe. Geradeaus führt die Straße zum Passo del Predil (1156 m), nach rechts zweigt die Stichstraße zum Mangrt ab.
Die folgenden 11 km sind das Härteste, was man hier in der Nähe erleben kann. Schon nach wenigen 100 m sieht man die gewaltigen Überreste des oben angesprochenen Erdrutsches. Die Straße wechselt die Talseite (früherer Schotterabschnitt, inzwischen instandgesetzt). Nach 1,5 km kommt dann gleich das steilste Stück des Anstieges. Durch die Sanierung sind hier die Steigungsspitzen bei ca. 15-16 % (vormals 19%) zu bewältigen. Danach wird es wieder normal steil mit 8 bis 9%.
Bei km 2,5 folgt der Abzweig zur Mangrtalm, die ein wenig abseits der Straße auf 1300 m Höhe liegt. Hier erhält man im Sommer Schafe, Schafskäse, Milch und andere einheimische Erzeugnisse. Nach 4,5 km erreicht man auf 1450 m den ersten (natürlich unbeleuchteten) Tunnel, dem noch weitere 3 folgen. Hier beginnt auch ein Abschnitt mit vielen kleinen Serpentinen, über die man schnell an Höhe gewinnt. Auf einer Höhe von 1600 m fuhr ich in einer Kurve über einen Ast, der sich bei näherer Betrachtung dann doch als Otter zu erkennen gab. Er wollte mich zunächst angreifen, ist dann aber nach dem Fotografieren doch lieber im nahen Gebüsch verschwunden.
Kurz nach Km 7,5 (1730 m) ist rechts am Straßenrand das letzte Wasser auf dem Weg zu finden, das auch im September fließt. Meine subjektive Meinung ist, dass das Wasser sogar besser als Trinkwasser ist - aber vielleicht kommt das von der Müdigkeit. Der letzte Tunnel wird auf 1810 m passiert. Kurz danach wird ein Wildbach überquert. Die Straße ist in diesem Bereicht etwa 200 m in den Fels gehauen und teilweise geschottert. In den schattigen Ecken findet man hier noch bis weit in den Sommer hinein Schneereste. Beim Km 9 passiert man auf 1850 m den Abzweig zur Mangrt-Hütte (1905 m).
Dann kommen die letzten 2 km, auf denen man sein Ziel schon vor Augen hat. Die Straße führt über eine Schleife zum Pass. Erst wendet sie sich nach rechts um dann nach links mit gemächlicherer Steigung zum Sattel anzusteigen. Hier oben verläuft direkt am Parkplatz die Grenze zu Italien. Auf der italienischen Seite gähnt dabei ein Abgrund, an dem man tief unter sich auf 900 m Höhe zwei schöne Bergseen (Laghi di Fusine) liegen sieht. Es bietet sich ein grandioser Ausblick auf die Ostalpen, wo sogar Richtung Nordwesten der Großglockner zu erkennen ist.

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01:06:26 | 15.07.2015
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