Passo Cinque Croci (2018 m)

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Passo Cinque Croci (2018 m)

Alpen, Dolomiten, Trentino - Südtirol.
Vor uns die Passhöhe.
Der Passo Cinque Croci ist nichts für Rennradler. Das weiß ein jeder, der schon einmal in der Region eine Radtour geplant und die reizvolle Streckenführung des Cinque Croci auf der Karte entdeckt hat. Fernab des Talverkehrs, von hohen Bergen eingeschlossen und mit einem strikten Fahrverbot belegt, drängt er sich praktisch auf, wenn man vom Südende des Passo del Manghen eine Weiterfahrt Richtung Osten sucht. Aber nach wenig Recherche erkennt man, dass die Straße eine Schotterpiste ist - und so sucht man schweren Herzens weniger reizvolle Alternativen.
Warum wir trotzdem unserem Vermieter in Feltre Glauben schenkten, wird für immer ein Rätsel bleiben. „Ja, der Pass ist mittlerweile geteert und in tadellosem Zustand”, waren seine Worte. Und: „Am letzten Wochenende gab es sogar ein Rennen über den Cinque Croci, bei dem ein 35er Schnitt gefahren wurde!” Sogar den Namen des Siegers, vermutlich eine lokale Nachwuchshoffnung, kannte er. Von soviel Kompetenz geblendet beschlossen wir natürlich sofort, das Neuland zu erkunden, das sich uns aufgetan hat. Und so nahm das Unglück seinen Lauf...
Die reinen Fakten: die Straße über den Cinque Croci verbindet Canal San Bovo im oberen Val Cortalla über den Ort Caoria mit Strigno im südlich verlaufenden Val Sugana. Die Gesamtstrecke ist etwa 40 km lang und verläuft von Canal San Bovo zunächst nordwestlich, ehe sie sich in weitem Bogen Richtung Süden wendet. Auf der Passstraße sind von Süden aus die letzten 7,5 km vor der Passhöhe vollständig für den Verkehr gesperrt. Im Norden beginnt das Fahrverbot am Rifugio Refavaie, von wo aus noch ca. 13 km und ca. 900 Hm auf übelster Schotterpiste zu bewältigen sind. Im Süden reicht der asphaltierte Teil immerhin bis auf 1570 m Höhe, was aber angesichts des restlichen sehr steilen Streckenteils eigentlich nicht ins Gewicht fällt. Bis zum Ende des Asphaltbelags scheint die Südanfahrt aber recht abwechselungsreich zu sein, da sich in sehr schöner Landschaft Rampen bis zu 16% und längere Flachstücke abwechseln.
Anschlussmöglichkeiten bieten bei Canal San Bovo der Passo di Gobbera Richtung Nordosten sowie am südlichen Endpunkt der Passo del Manghen. Die Alternative zum Passo Cinque Croci ist der 1615 m hohe Passo di Brocon, an dem man auch nach Südosten in Richtung Feltre abbiegen kann.
Für die Beschreibung danken wir thomasg Mail an Absender

Liste der Auffahrten

Nordostanfahrt von Canal San Bovo25,7 km1261 HmSchön: 4 SterneHart: 5 Sterne
Südanfahrt von Strigno21 km1554 HmSchön: 4 SterneHart: 5 Sterne

Nordostanfahrt von Canal San Bovo  25,7 km / 1261 Hm Schön: 4 Sterne Hart: 5 Sterne

Profile und Tracks

Profil der Auffahrt Nordostanfahrt von Canal San Bovo
Von Canal San Bovo (757 m) aus geht es Richtung Nordosten, wo nach einem Kilometer die Straße in Richtung des Passo di Brocon nach links abzweigt und über ein riesiges Betonbauwerk den Fluss Vanoi überquert. Wir fahren geradeaus und erreichen nach weiteren 5,5 km ohne großen Höhengewinn die Ortschaft Caoria (840 m), die letzte größere Ansiedlung im Val Cortella. Auf weiterhin tadelloser Straße folgen wir dem weiteren Verlauf des Tales. Auch hier ist die Steigung sehr mäßig, so dass wir ohne Mühen nach weiteren 5,5 km das Rifugio Refavaie erreichen, ein bewirtetes Gasthaus und offenbar beliebtes Ausflugsziel.
Ab hier wird es ernst. Zunächst einmal bietet sich auf jeder Seite des durch das Tal führenden Flusses ein Weg zum Cinque Croci an. Die aufgestellte Wanderkarte weist den rechten Pfad als Fahrstrecke (für MTB) aus. Da beide Wege aber nach einigen km wieder aufeinandertreffen sollen, scheint es zunächst egal, wie wir uns entscheiden - weil auf jeder Seite ein grob geschotterter, teils sehr steiler und mit Hunderten von Abflussrinnen gespickter Weg auf uns wartet. Wir nehmen den rechten Weg und müssen nach 3 km feststellen, dass dieser im Nirgendwo endet. Also fahren wir zurück zum Rifugio und versuchen unser Glück auf dem links des Flusses führenden Weg.
Bei Steigungen zwischen 6 und 10% führt dieser stetig taleinwärts. Um uns herum gibt der dichte Wald nur selten den Blick auf die umliegenden Berge frei, was aber nichts macht, da die Augen stets auf der Suche nach größeren Brocken den Boden absuchen müssen, und man selbst konzentriert die spitzesten Steine zu umschiffen und die metallenen Abstandshalter der Abflussrinnen zu treffen versucht. Den Weg zu finden ist kein Problem - eine ausgeschilderte Abzweigung nach ca. 5 km ist der einzige markante Wegpunkt (1470 m). Ab hier beginnt die Straße den Talboden zu verlassen und klettert in steilen Serpentinen den Berghang hinauf. Leider gilt, dass der Straßenzustand umso schlechter ist, je steiler die Straße bergan führt. Gab es auf der ersten Hälfte noch Wasser im Überfluss, so sucht man im späteren Verlauf vergebens nach einer Möglichkeit, seine Flasche zu füllen.
Auf etwa 1900 m Höhe wird die Straße dann langsam flacher, der Wald lichtet sich, und man erreicht Almwiesen, auf denen sich zahlreiches Getier tummelt - unter anderem freilaufende Esel. Jetzt endlich sieht man die das Tal umfassenden Berggipfel und kann sich an der Almhütte eine kleine Rast gönnen. Bewirtschaftet ist die Hütte nicht, allerdings kann man hier seinen Wasservorrat auffüllen.
Ab hier geht es recht zügig in weiteren 1,5 km hinauf zur knapp 40 m höher gelegenen Passhöhe, die nur durch eine metallene Stange mit fünf Kreuzen markiert wird.
Für die Beschreibung danken wir thomasg Mail an Absender

Highscores

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Platz   Fahrer     Zeit                    Datum            Aktion
ruin Mail an Absenderohne Zeit10.07.2008
thomasg Mail an Absenderohne Zeit01.07.2007
Alpencrosser2011 Mail an Absenderohne Zeit05.08.2011
christoph Mail an Absenderohne Zeit14.09.2011

Südanfahrt von Strigno  21 km / 1554 Hm Schön: 4 Sterne Hart: 5 Sterne

Profile und Tracks

Profil der Auffahrt Südanfahrt von Strigno
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Platz   Fahrer     Zeit                    Datum            Aktion
Flugrad Mail an Absenderohne Zeit21.07.2010
Bergziegenmutant Mail an Absenderohne Zeit21.07.2010
tommi Mail an Absenderohne Zeit08.06.2003