Port Ainé (1980 m)
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Port Ainé (1980 m)
Pyrenäen, Katalonien.
In Sort, dem Hauptort der Comarca Pallars-Sobirà im Nordwesten Kataloniens, geht eine Goldhexe um. Aber sie hat keine warzige Nase, fliegt nicht im Mondschein auf einem Besen durch die Nacht, sondern lässt die Kassen klingeln. Was verbirgt sich dahinter? Eine Lotterieverkaufsstelle namens „Bruixa d´Or“. Dort wurden vor Jahren einmal Lose der spanischen Weihnachtslotterie verkauft, die einigen Bewohnern des Dorfs den vorzeitigen Ruhestand möglich machten. Und da das katalanische Wort „Sort” auch noch „Glück” bedeutet, strömen seitdem jedes Jahr Glücksjäger aus ganz Spanien herbei - in der Hoffnung, das große Los zu kaufen.Daneben ist die Gegend auch ein Paradies für Sportler. Im Sommer Wandern im Nationalpark Aigües Tortes, Rafting auf dem Fluss Noguera Pallaresa, im Winter Skifahren. Und natürlich Radfahren. Es lockt der Port de la Bonaigua, der höchste Pass Kataloniens, oder der Port del Cantó. Zudem gibt es Wege hoch zu einigen Skistationen, von denen der nach Port-Ainé wohl der anspruchsvollste ist.
Port-Ainé hat oben ein 3-Sterne-Hotel, das von sich behauptet, das höchstgelegene Hotel der Pyrenäen zu sein. Der professionelle Radsport hat Port-Ainé noch nicht entdeckt, obwohl die Auffahrt ziemlich lang und noch dazu steil genug ist, um ein spannendes Rennen möglich zu machen. Weiterhin bieten sich tolle Ausblicke und oben hat es auch Platz genug für alle Funktionäre, Werbefuzzis und lokale Honoratioren. Über die beiden oben genannten Pässe gibt es auch gute Verbindungen sowohl in Richtung Vall d'Aran und weiter nach Frankreich als auch nach Seu d'Urgell und weiter nach Andorra, so dass sich eine schöne Etappe zusammenbauen ließe. Aber es soll halt nicht sein.
Für Mountainbiker ist die Strecke eine Alternative zum Port del Cantó, da etwa 6 Kilometer vor dem Hotel eine Piste in Richtung des nächsten Skigebiets von Sant Joan de l'Erm abzweigt, von wo aus dann eine asphaltierte Straße über Castellbò runter nach Seu d'Urgell führt.
Für die Beschreibung danken wir AP 

Liste der Auffahrten
| Westanfahrt aus Richtung Rialp | 18,8 km | 1230 Hm | ![]() | ![]() |
Westanfahrt aus Richtung Rialp 18,8 km / 1230 Hm

Von Sort aus fahren wir nach Norden auf der C-13 in Richtung Vielha/Port de la Bonaigua. Etwa einen Kilometer hinter Rialp, dem nächsten Ort, biegt eine Straße rechts ab in Richtung Roní, und hier beginnt der Anstieg nach Port-Ainé auf 750 m. Es geht sofort ziemlich steil mit etwa 9% in Kurven und Serpentinen am Berghang hinauf, so dass der Talgrund unter uns schnell kleiner wird. Vor Roní passieren wir ein kurzes Flachstück, dahinter wird es dann wieder steiler, bis die Straße etwa bei Kilometer 8 nach Osten abknickt und ein weiteres Flachstück unterhalb der Einsiedlerkirche Sant Miquel folgt.
Von hier aus sehen wir zwei lange Traversen vor uns im Bergwald und ganz klein und ganz weit weg auf dem hohen Bergkamm das Hotel der Skistation. Der Wald ist schnell erreicht, und obwohl wir ihn erst kurz vor Schluss des Anstiegs verlassen werden, bieten sich über die Baumwipfel hinweg immer schönere Ausblicke auf die umliegende Bergwelt im Westen und Norden. Die Straße wird allmählich wieder steiler und pendelt sich auf ganz angenehm zu fahrende 7% bis 8% ein. Nach 13 km durchfahren wir eine Serpentine, bei der sowohl der oben genannte Waldweg nach Sant Joan de l'Erm abzweigt als auch die Straße nach Süden biegt und somit nun oberhalb der ersten langen Traverse verläuft.
Bei Kilometer 14 ist Durchschnaufen angesagt, denn über eine kurze Abfahrt geht es runter zur unteren Skistation. Dahinter verlaufen die letzten 4 km auf deutlich schlechterem Straßenbelag. Bis zu einer Serpentine etwa 2 km vor Schluss ist die Steigung sehr unregelmäßig mit kurzen Rampen und flacheren Abschnitten, dann aber kommt der steilste Abschnitt der Auffahrt mit einem anderthalb Kilometer langen Steilstück jenseits der 10%. Am Ende verlassen wir dann den Wald und kommen auf den letzten flachen Metern in den Parkplatzbereich der Skistation. Zum Hotel hoch führt noch einmal eine kurze Rampe, an der aber auch niemand mehr scheitern sollte.
Für die Beschreibung danken wir AP 















