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Potzberg (562 m)

Nordpfälzer Bergland, Rheinland-Pfalz.
.flachere Passage, ansonsten ist es sehr fordernd
Der Potzberg ist mit seinen 562 m eine der herausragenden Berggestalten der Westpfalz. Wie auch die anderen Pfälzer Kuppeln ist sein Ursprung einer vulkanischen Intrusion zu verdanken. Tiefengestein wurde in die Sand- und Tonsteinlagen der Karbon- und Rotliegendzeit hineingepresst und hob die gesamte Gesteinsmasse mit sich in die Höhe. Beim Donnersberg und beim Königsberg weiter im Osten wurden diese Hartgesteine im Lauf der Jahrmillionen durch die Verwitterung freigelegt. Beim Potzberg ist dies bis heute noch nicht geschehen, weshalb seine Formen gleichmäßiger geraten sind.
Geologisch ist die Region eine der interessantesten Deutschlands. Rund um den Berg gab es im ausgehenden 18. Jahrhundert etwa 25 Quecksilbergruben, und bei Streifzügen durch die Hangwälder wird man auf Schritt und Tritt von den Spuren dieses alten Bergbaus begleitet.
Touristisch wird auf dem Westricher Hausberg einiges geboten. Ob Wildpark mit Greifvogelschau, Turmhotel mit Mittelalter-Gelagen oder der 35 m hohe Aussichtsturm mit herrlicher Rundsicht &ndash die Möglichkeiten sind vielfältig und werden von Familien und sonstigen Tagesausflüglern rege genutzt. Bei schönem Wetter am Wochenende ist auf dem Plateau kein freier Parkplatz zu finden &ndash der Autor findet es persönlich ein bisschen schade, dass der Asphalt dort oben so viel Raum beansprucht.
Alljährlich im November ist der Berg das Ziel des fast überregional bekannten Potzberglaufs. Vom Startpunkt in Gimsbach am Glan sind bis zum Turm 340 Hm auf 8,2 km zu bewältigen. Die Cracks schaffen das unter 30 Minuten – da muss man sich als Hobbyradler schon ein bisschen anstrengen, um nicht abgehängt zu werden.
Es gibt mehrere Möglichkeiten für eine Auffahrt mit dem Rad, welche alle den knapp 2 km langen Schlussanstieg hinter Föckelberg gemeinsam haben. Die beiden südlichen beginnen entweder in Oberstaufenbach im Reichenbachtal bzw. in Gimsbach im Glantal. Sie sind bis auf besagten Schlussanstieg relativ gemütlich zu nennen. Die Nordrampe von Mühlbach dagegen ist genau das Richtige für Leute mit Quäldich-Ambitionen. Um hier nicht „mit de Zung die Strooß uffzebutze”, sollte man nicht gänzlich untrainiert anreisen.
Für die Beschreibung danken wir bruchpilot Mail an Absender

Liste der Auffahrten

Nordrampe von Mühlbach am Glan4,5 km360 HmSchön: 3 SterneHart: 3 Sterne
Ostrampe von Niederstaufenbach3,7 km330 HmSchön: 2 SterneHart: 5 Sterne

Nordrampe von Mühlbach am Glan  4,5 km / 360 Hm Schön: 3 Sterne Hart: 3 Sterne

Profile und Tracks

Profil der Auffahrt Nordrampe von Mühlbach am Glan
Wie schon andernorts beschrieben: Die nackten Zahlen reichen auch hier an die bekannteren Pfälzer „Bergriesen” wie Kalmit oder Donnersberg nicht heran. Dennoch kommt man bei 4,5 km Fahrstrecke und 360 m Höhendifferenz schon einmal auf 8 % Durchschnittssteigung.
Die wenigsten Fahrer werden aus dem direkten Umfeld des Berges stammen. Für diese bietet die Minirunde von Mühlbach über den Gipfel und über Neunkirchen und Gimsbach zurück einen beneidenswerten Feierabend-Schinder. Die Runde von Kaiserslautern gefahren und am besten noch mit dem benachbarten Schneeweiderhof kombiniert, ergibt eine Tour von rund 90 km und mindestens 1000 Hm.
Wir beginnen die Auffahrt in Mühlbach am Glan, einem Ortsteil von Altenglan. Der Abzweig der Potzbergstraße K34 von der B423 ist mit exakt 203,4 m kotiert. Auf rumpeligem Pflaster geht es in das kleine Mühlbachtälchen hinein. Die Steigung lässt bis zum Ortsausgang jedoch absolut nichts Böses erahnen. Dafür kommt nach dem Friedhof der Wechsel dann umso plötzlicher. Mit Steigungswerten zwischen 10 und 12 % gewinnt man auf den nächsten 750 m rasch an Höhe. Beachtenswert: Dieser Abschnitt verläuft über einen Südhang und ist nachmittags im Sommer meist ordentlich temperiert. Ruckzuck sind die Beine dick und der Kopf hochrot!
Nach Ende des Hohlweges und mit Erreichen der Berglehne heißt es auf wenigen Metern einmal kurz den Puls zu beruhigen und die Beine zu lockern, denn die folgenden 800 m erfordern noch einmal festes Zubeißen. Bald nach Eintritt in den Wald – nach einer auffallenden scharfen Rechtskurve – ist das Schlimmste dann aber überstanden. Die verbleibenden knapp 3 km bis zum Gipfel weisen „nur” noch Werte zwischen 6 und 9 % auf und wären ohne die vorangegangenen Maximalkraftanforderungen eigentlich locker herunterzuspulen. So kann man aber sicher sein, dass eventuell bestehende Defizite bei den Grundlagen noch ganz sicher aufgedeckt werden.
Hat man Glück und ist fit, sollte man sich unbedingt der herrlichen Landschaft widmen. Gesäumt von Birken schlängelt sich das reizende Sträßchen die Hänge hinauf, im Wechsel durch Wald und Wiesen, vorbei an den berühmten Bergwerksfeldern wie dem Dreikönigszug und der Hutschbach. Im Mai ist das Farbenspiel aus dem frischen Grün der Wälder, den gelben Rapsfeldern, dem roten Boden und dem weiß-blauen Himmel am schönsten. Fernblicke gibt es allerdings während der gesamten Auffahrt nur sehr kurz zu ergattern.
Nach etwa zwei Dritteln der Strecke erreicht man einen kleinen „Pass” am Ortseingang von Föckelberg auf etwa 460 m Höhe. Hier zweigt die Gipfelstraße scharf rechts ab und leitet in einem gleichmäßigen, nicht enden wollenden Linksbogen zum höchsten Punkt empor. Anfangs noch um die 8 % steil lässt die Steigung schließlich doch nach, um mit etwa 6 % am Parkplatz auszulaufen. Biergarten und/oder Aussichtsturm rufen.
Die Abfahrt bis Föckelberg ist rasant und hindernislos. Im Dorf ein wenig Obacht geben – dann auf flacher, schwingender Straße hinüber nach Neunkirchen. Für die Rückkehr nach Lautern bieten sich zahlreiche Möglichkeiten an. Der Autor bevorzugt eine etwas verwinkelte Route über Neunkirchen, Fockenberg-Limbach, Reuschbach, Niedermohr, Miesenbach, Weilerbach und Hirschhorn. Es geht auch kürzer. Gemeinsam haben alle Strecken auf den letzten Kilometern den deutlich dichteren Autoverkehr, und spätestens da wünscht man sich zurück auf die idyllischen kleinen Landstraßen rund um den Potzberg.
Für die Beschreibung danken wir bruchpilot Mail an Absender

Highscores

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Fahrer     Zeit                    Datum            Aktion
Schnellste Zeit: mptworld Mail an Absender0 h 14 m 55 s07.07.2010
Mittlere Zeit: bruchpilot Mail an Absender0 h 21 m 15 s08.05.2009
Langsamste Zeit: 0 h 35 m 00 s17.07.2011

Ostrampe von Niederstaufenbach  3,7 km / 330 Hm Schön: 2 Sterne Hart: 5 Sterne

Profile und Tracks

Profil der Auffahrt Ostrampe von Niederstaufenbach
Die Redaktion dieses Inhalts ist abgeschlossen. Er wartet noch auf Freigabe. Dies ist der letzte Schritt der quaeldich.de-Qualitätssicherung.
Zuständiger Redakteur: paelzman Mail an Absender - mehr zur Redaktion erfahren.
Die Anfahrt wird, von Friedelhausen her kommend, am Ortsanfang Niederstaufenbach durch Rechtsabbiegen in die zweite Wohnstraße (Hebelstraße) begonnen. Diese geht direkt in einen befestigten Wirtschaftsweg über der sich ohne überflüssige Schlenker und durchgängig mit zweistelligen Steigungsprozenten den Hang hinaufzieht.
Wie das Höhenprofil schön zeigt erwartet einen gleich nach dem Ortsende die erste Prüfung mit bis zu 17 % und das folgende „Flachstück” bietet nur eingeschränkt Erholungsmöglichkeiten.
Nachdem ein ebenfalls befestigter Weg links abgezweigt ist, folgt die zweite Prüfung – diesmal aber mit bis zu 21 %.
Nach der Passage der Baumgruppe erreichen wir dann schon den Rand des Ortes Föckelberg und haben damit den heftigen Teil hinter uns. Der restliche Anstieg zum Potzberg ist identisch mit der Anfahrt von Mühlbach, erfolgt auf der Straße und weist nur noch 6–8 % auf.
Für die Beschreibung danken wir lowrider Mail an Absender

Highscores

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Platz   Fahrer     Zeit                    Datum            Aktion
Lothar63 Mail an Absenderohne Zeit13.05.2012