Sommet Bucher (2210 m)
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Sommet Bucher (2210 m)
Alpen, Cottische Alpen, Provence-Alpes-Côte d'Azur.
Im Sommer fahren zahllose Radler auf der D902 zwischen dem Genfer See und der Cote dAzur die bereits zur Legende gewordene Route des Grandes Alpes, für den Autor das großartigste Radabenteuer der Alpen. Fast ebenso viele Radler dürften die Sache in nördlicher Richtung unternehmen. Aber sicherlich sehr viel weniger Radler biegen 14 km südlich des Col dIzoard in Richtung Ville Vieille und des Queyras-Nationalparks ab. Berühmt ist dieses Stück Alpen unter Franzosen und einigen Italienern als Wandergebiet par excellence, für Radler ist lediglich die abseits liegende, nicht gerade schweißfreie Auffahrt zum 2746 m hohen Col dAgnel bekannt.An diesem Pass wurde am 11. August 2008 die Weiterfahrt ins Val Varaita und in die Cottischen Alpen infolge eines ziemlich aus dem Nichts auftretenden Gewitters versperrt, was schliesslich zum Abbruch der Tagestour führte und einer ungeplanten Übernachtung im schmucken Dorf Aiguilles bei Ville Vieille führte.
Am nächsten Tag stand deshalb der Auffahrt zum wirklich unbekannten Aussichtspunkt Sommet Bucher nichts mehr im Wege...
Im Kopf gespeicherte Angaben aus dem Internet waren kaum vorhanden, geblieben war lediglich die Erinnerung an die mindestens zweimal gestellte Frage eines Forummitglieds über die Fahrbarkeit des Aufstiegs. Das Abenteuer war deshalb vorprogrammiert...
Für die Beschreibung danken wir Renko 

Liste der Auffahrten
| Auffahrt ab Château Queyras | 11,5 km | 855 Hm | ![]() | ![]() |
Auffahrt ab Château Queyras 11,5 km / 855 Hm

Der Beginn der Auffahrt liegt 200 oder 700 Meter westlich von Château Queyras. Die erste Abzweigung links ist frisch asphaltiert, die zweite nicht.Man fährt kurz hinab und überquert den Fluss Guil. Dann biegt die Straße scharf nach links, kurz danach wieder scharf nach rechts. Dann beginnt der Aufstieg.
Bei konstanter Steigung von ca. 8 % geht es nach oben. Die Straße bleibt im Wald, bietet somit wenig Aussicht. Sie bietet Platz für ein Auto und ein Fahrrad.
Die Straße ist vorerst zu 100 % asphaltiert, aber in einem uralten Zustand. Die Asphaltierung erinnert an den Belag am Monte Zoncolàn, vor dessen Asphaltierung zum Giro dItalia 2007, oder an die Auffahrt zum östlich von Briançon liegenden Col du Gondran. Allerdings fehlen an der Auffahrt zum Sommet Bucher zum Glück die zahllosen Schlaglöcher jener Militärpiste. Aber der Belag ist oft splittbedeckt, schmutzig, und sehr rauh. Vielleicht verhält sich das so, wie wenn man 2 % zu den Steigungswerten addiert...
Dann folgt ein längeres kehrenfreies Straßenstück, und an dessen Ende biegt die Straße scharf nach links. Dann endet der Teer... Die Fortsetzung sieht nicht schlecht aus, die Straße ist nur leicht geschottert, und die Fahrspuren sind schotterfrei. Die erste Kehre ist betoniert, dann wird die Straße steiler und etwas schlechter. Geht diese Rechnung auf? – Habe ich die Sache nötig? – Warum nicht zurück nach Briançon? – bringt dies ja überh... – plötzlich kehrt die Asphaltierung wieder zurück, kurz danach gibt es wieder Erde und Schotter.
Dann wieder Asphalt, mehr schlecht als recht, staubig und mit Splitt. Aber der Abschnitt dauert wunderschön lange. Dann hört die Asphaltierung wieder auf, und bleibt ebensolange wieder fern. Aber der Zustand ist hier oben besser, es handelt sich rein um eine Erdpiste, und alle Kehren sind aus Beton.
Nach elf Kilometern nimmt die Sache langsam ihr Ende. Eine letzte Kehre ist nicht betoniert, es folgt eine kurze steilere Erdrampe, dann ist die Straße flach und endet mit einem Parkplatz. Aussichtshungrige Radler biegen nach links und fahren oder laufen die letzten Meter zur Telekommunikationsanlage auf 2257 m.
Von hier aus gibt es einen tollen Ausblick in das zum Col dAgnel führende Hochtal mit seinen Terrassendörfern auf 2000 Metern Höhe. Auch sichtbar ist das im Nachbartal befindliche, ähnlich hohe St. Véran. Von der von einem QD-Mitglied
entdeckten Auffahrt zum Pic de Château Renard allerdings keine Spur... Sonst richten sich die Ausblicke zur der kargen Bergkette östlich des Col dIzoard. Eine 360-Grad-Aussicht gibt es nicht, da Bäume in dieser milden, trockenen Ecke der Alpen bis in diese Höhenlage wachsen.Für den größeren Energieeinsatz hatte der Autor mehr erwartet, aber eigentlich bildet die Unsicherheit einer unbekannten Auffahrt den Reiz. Somit war nicht von Enttäuschung die Rede, sondern eher der englische Ausdruck: „You win some, you lose some.”
Für die Abfahrt gibt es nur den gleichen, besser langsam zu fahrenden Weg nach unten. Man sollte allerdings kurz vor dem Ende nicht hinab zur Brücke, sondern zum Schloss fahren, hier hat der Fluss eine Schlucht in die Felsen geschnitten.
Für die Beschreibung danken wir Renko 















