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Pässe Thüringen

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Regionsbeschreibung

Von Kletterkönig120Lage in Deutschland: Thüringen liegt mitten in Deutschland, umgeben von den Bundesländern Hessen, Bayern, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Niedersachsen und besitzt keine Außengrenze zu anderen Staaten. Die Nord-Süd-Ausdehnung Thüringens beträgt 160 km, die West-Ost-Ausdehnung 198 km. Der Freistaat ist mit einer Fläche von 16 172 km² und ca. 2,4 Mio Einwohner einer der kleinsten deutschen Flächenstaaten und eher ländlich geprägt.

Geografische Gliederung: Thüringen erstreckt sich über den Thüringer Wald und das Thüringer Becken, im Norden grenzt es bis an den Harz, im Westen reicht es über die Werra hinaus bis in die Rhön und im Osten über die Pleiße hinaus.
Im Zentrum Thüringens befindet sich das überwiegend flache, sehr fruchtbare Thüringer Becken, das ringsum von verschiedenen Höhenzügen umgeben ist: Am Südrand des Thüringer Beckens liegen die Fahner Höhe, der Steigerwald bei Erfurt und der Ettersberg bei Weimar, denen das Vorland des Thüringer Waldes folgt. Im Westen wird das Thüringer Becken durch den Hainich begrenzt, im Nordwesten durch das Eichsfeld. Nördlich des Thüringer Beckens schließen sich die Höhenzüge von Dün, Hainleite, Windleite und Kyffhäuser an, im Nordosten Schmücke, Hohe Schrecke und Finne. Das Thüringer Becken wird hauptsächlich von der Unstrut entwässert.

Im äußersten Norden besitzt Thüringen einen kleinen Anteil am Harz, davor erstreckt sich die Goldene Aue, eine fruchtbare Senke zwischen Harz und Kyffhäusergebirge.

Der Süden Thüringens wird hauptsächlich durch die Mittelgebirge des Thüringer Waldes und der Rhön geprägt. Der Thüringer Wald bzw. das sich östlich anschließende Thüringer Schiefergebirge bilden die Wasserscheide zwischen Elbe, Weser und Rhein. Südwestlich des Thüringer Waldes erstreckt sich das Werratal, südlich davon das Grabfeld und im äußersten Südwesten die Vorderrhön. Im Südosten geht das Thüringer Schiefergebirge schließlich in den Frankenwald über. Nördlich des Thüringer Schiefergebirges liegt die Orlasenke und trennt das Holzland vom Oberland und Vogtland

Einen weiteren wichtigen Naturraum in Thüringen bildet das Saaletal, das sich von Süd nach Nord durch Thüringen zieht. Die Saale durchschneidet in ihrem Oberlauf das Thüringer Schiefergebirge, dort bilden 5 aufeinanderfolgende Talsperren auf einer Länge von rund 80 km die sogenannte Saalekaskade. Weitere wichtige Flüsse neben Saale, Werra und Unstrut sind die Ilm, die Weiße Elster und die Leine.
Östlich der Saale schließen sich das Thüringer Holzland, das Osterland um Altenburg und der Thüringer Teil des Vogtlands um Greiz an. Das Vogtland bildet eine Hochfläche, die von der Saale und der Weißen Elster durchflossen werden.

Die höchsten Erhebungen Thüringens mit Höhen von fast 1000 m finden sich im Thüringer Wald. Der höchste Punkt Thüringens ist der Große Beerberg mit 983 Metern, weitere bekannte Berge sind u.a. der Schneekopf (978 m), der Große Inselsberg (916 m) und der Kickelhahn (861 m). Die niedrigste Stelle des Bundeslandes liegt im Norden des Landes mit 114 m am Unstrutflutgraben bei Wiehe.

Ballungsräume: Die größten und wichtigsten Städte Thüringens finden sich entlang der Thüringer Städtekette, die wie eine Perlenkette entlang der Autobahn A4 von West nach Ost aufgereiht sind: Eisenach (ca. 44.000 Einwohner), Gotha (47.000), Erfurt (201.000), Weimar (64.000), Jena (103.000) und Gera (106.000). Weitere Ballungsräume bzw. Großstädte sind Nordhausen, Suhl und Zella-Mehlis, Saalfeld und Rudolstadt, Altenburg und Mühlhausen.

Klima: Im Thüringer Becken sowie in den großen Tälern und Senken von Saale, Unstrut, Werra und Orla herrscht ein relativ trockenes, warmes und regenarmes Klima, während die Höhenzüge ein eher kühles Klima mit mehr Niederschlägen aufweisen. Insbesondere im Thüringer Wald fällt durch die exponierte Lage im Winter oft Schnee in großen Mengen, der auch oft bis ins Frühjahr liegen bleibt. Im Herbst und Winter führen gelegentliche Inversionswetterlagen zu einer Temperaturumkehrung, wenn sich in den Tälern der Nebel nicht auflöst, während die Kammlagen wolkenfrei sind.

Vegetation: Thüringen zählt zu den waldreichen Bundesländern, die größten Waldgebiete finden sich im Thüringer Wald und Schiefergebirge, im Hainich und Holzland. Das Thüringer Becken dagegen weist nur sehr geringe Waldflächen auf, hier wird hauptsächlich Ackerbau betrieben.

Kultur und Sehenswürdigkeiten: Sieht man von einer kurzen Zeitspanne im Mittelalter ab, so existiert Thüringen als eigenständiges Land erst seit 1920, davor war es in einen Flickenteppich aus vielen Grafschaften und Fürstentümern zersplittert. Dies macht sich auch noch bis heute in vielen kulturellen Aspekten und Bräuchen bemerkbar, ein gutes Indiz dafür sind alleine schon die vielen Burgen, Schlösser und Herrenhäuser. Die bekannteste davon ist sicher die Wartburg oberhalb von Eisenach, die bei einer Besichtigung Thüringens im Programm nicht fehlen darf, ebenso wenig natürlich wie ein Rundgang durch Weimar, wo einst Goethe und Schiller ihre bedeutenden Werke deutscher Literatur verfassten. Eine Aufzählung aller Sehenswürdigkeiten an dieser Stelle würde den Rahmen sprengen, deshalb sei hier auf die offizielle Homepage des Landes Thüringen verwiesen.

Früher zählten der Thüringer Wald und Südthüringen zu den ärmsten Gegenden in Thüringen, während Ostthüringen im Industriedreieck Zwickau – Chemnitz – Leipzig und Nordthüringen durch den Bergbau eher wohlhabende Landstriche waren. Insbesondere seit der Wende 1989 hat sich dies ins Gegenteil verkehrt, denn Ost- und Nordthüringen kämpfen heute als strukturschwache Regionen mit hoher Arbeitslosigkeit, während die Städtekette entlang der A4 ein hohes Wirtschaftswachstum aufweisen kann und der Thüringer Wald sein wichtigstes Standbein im Tourismus gefunden hat. Insbesondere die Region um Oberhof ist als Wintersportzentrum für ´Biathlon, Skispringen, Rodeln und Skilanglauf bekannt.

Zu den den wichtigsten kulturellen Errungenschaften Thüringens zählt, allen voran, die Thüringer Rostbratwurst, die an keinem Imbissstand fehlen darf. Außerdem kann die Stadt Weissensee, das deutschlandweit älteste Reinheitsgebot zum Bierbrauen vorweisen.

Radsport: Der Radsport in Thüringen kann auf eine lange Tradition zurückblicken, die bekanntesten Veranstaltungen sind u.a. die Internationale Thüringen-Rundfahrt, Rund um die Hainleite sowie die Thüringer Burgenfahrt, die größte Sternfahrt der Welt.
Wer auf eigene Faust unterwegs ist, dem sei natürlich besonders der Thüringer Wald und das Thüringer Schiefergebirge ans Herz gelegt. Die Straßenqualität ist inzwischen größtenteils annehmbar, auch wenn es hin und wieder (meistens in Ortslagen) noch Stücke mit Kopfsteinpflaster gibt. Das Rad- und Wirtschaftswegnetz ist leider noch recht dünn, aber es kommen immer wieder neue, selbst für Rennräder brauchbare Abschnitte hinzu. Von den größeren Haupstraßen wie z.B. der B4, B7, B19, B247 sollte man besser Abstand nehmen, da diese sehr stark frequentiert sind.
Sollte dagegen jemand besondere, nicht alltägliche Herausforderungen suchen, dem seien die Pavé-Abschnitte im Thüringer Becken empfohlen, wie z.B. der Siedlungsweg nach Gebesee oder die Ortsverbindung zwischen Frömmstedt und Niedertopfstedt. Alle 234 Pässe der Region ansehen