Alpentour Wetzel 2003 / Cross am Parpaillon

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Erlebnisbericht: Alpentour Wetzel 2003

Erlebnisbericht von DragAttack (weitere...)

Tag 9: Embrun - Embrun: Cross am Parpaillon
60 km / 1950 Hm / 17.08.2003

Embrun (0,0 km) - Col de Parpaillon - Embrun (60,0 km)

Beschreibung

Sonntag, eigentlich hab ich für heute kein Programm. Andererseits ist schon der morgige Tag als Ruhe- bzw. Werkstatttag eingeplant. Nachdem ich vormittags auch die Laufstrecke aufgezeichnet habe, beschließe ich anschließend den Col de Parpaillon in Angriff zu nehmen. Je nachdem, wann ich oben ankomme, kann ich die gleiche Strecke wieder hinab fahren oder ihn mit dem Col de Vars zu einer etwa 110 km Runde verbinden. Die ersten 20 km bis auf gut 1800 m sind bei asphaltierter Straße gut befahrbar. Die letzten 8 km bis zum 2645m hohen Pass sind lt. Denzel "nicht staubfrei". Ich würde das eher als üble Schotterpiste bezeichnen. Bergauf ist das eine anständige Herausforderung und macht richtig Spaß. Unterwegs verabschiedet sich meine Geschwindigkeitsanzeige vollkommen. Ich hoffe, die haben morgen in der Werkstatt auch neue Batterien für Sender und/oder Empfänger vorrätig.
Ein besonderes Erlebnis war der 500 m lange unbeleuchtete Scheiteltunnel. Insbesondere im schwachen Schein der Fahrradbeleuchtung kann ich die vor mir liegenden Unebenheiten und Pfützen höchsten erahnen. Leider ist es für die geplante Runde schon zu spät ist. In Ruhe genieße ich nochmals den Ausblick genießen und kehre durch den Tunnel zurück wie gekommen.
Auf der anderen Seite ist es wesentlich dunkler, und Gewitter liegt in der Luft. Leider bin ich nicht auf die Idee gekommen, das Unwetter im Tunnel abzuwarten und so wurde ich auf der Abfahrt bis zum nächsten Ort völlig durchnäßt - besonders, da die Piste keine schnelle Abfahrt zuläßt. Nochweniger jedoch erlaubt das Wetter materialschonende Fahrweise zu und irgendwo unterwegs verliere ich die Hälfte des hinteren Schutzblechs. Im ersten Ort angekommen rette ich mich ins erste Restaurant und wärme mich bei überteuerten Crepes (andere fleischlose Kost gibt die Speisekarte leider nicht her). Nach einer knappen Stunde lassen Sturm und Regen nach, und ich kann endlich weiterfahren. Die weitere Abfahrt verläuft zügig, wenn auch auf Grund der noch feuchten Klamotten fröstelnd. Mit einem gefederten MTB würde ich die geplante Runde gern mal nachholen, ungefedert fahr ich dort nicht nochmals hoch!

Ruhetag

Ruhetag! Das Rad ist in der Werkstatt (es soll glücklicherweise heute noch fertig werden), der HAC hat vollständig seinen Geist aufgegeben. Es funktioniert nicht mal mehr das Display - hier kann's eigentlich nicht an den Batterien liegen, da diese erst wenige Monate alt sind. Am Nachmittag, nachdem ich das Rad abgeholt habe, breche ich in Embrun auf und wechsle auf einen Campingplatz bei Guillestre. Unterwegs merke ich, warum die Reparatur so schnell ging, und so billig war: das Hinterrad eiert wie zuvor. Von Guillestre aus will ich morgen zur Königsetappe aufbrechen: Ein Rundkurs von ca. 250km Länge über 5 Pässe mit ca. 6700 Hm. Früh ins Bett, der Wecker steht auf 5 Uhr. Als Cutoff Time setzte ich fest: Wenn ich nicht bis spätestens 12 Uhr in Demonte bin, wird umgekehrt.