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Col de la Croix de Boutieres (1506 m)

D 247: Ziegenhof, Sucs

Auffahrten

Von Flugrad – Aus Richtung St-Martin-de-Valamas kommend biegen wir bei den letzten Häusern unseres Startortes Lachapelle-sous-Chanéac scharf rechts auf die D 247 in Richtung St-Clément ab. Rasch gewinnen wir mittels Doppelkehre gegenüber dem Talgrund an Höhe. Unser schmales, weitgehend verkehrsfreies Sträßchen schlängelt sich mit bis zu 8 % am Hang hinauf, mit schönem Blick übers Dorf und das Tal der Saliouse.
Das Sträßchen flacht etwas ab. Wir umrunden den Weiler Paillares. Bis zur nächsten Kehre werden nun wieder 7 % Steigung erreicht. Auf dem folgenden Kilometer durchqueren wir einen schmalen Waldgürtel, ehe wir wieder offenes, karges Weidegebiet erreichen. Rechts begleiten uns nun zunehmend offene Basaltfels-Formationen, während linker Hand das immer weiter werdende Panorama der Sucs, allen voran der markante Zuckerhut des Gerbier de Jonc und der mächtige Mont Mézenec, fasziniert. Vor uns auf dem Höhenzug tauchen zwei Windräder auf. Diese markieren unseren erste Passhöhe, den Col de la Scie.
Erst einmal wird es aber richtig wild: Wir durchqueren eine Basaltfelslandschaft, klettern mittels zweier Serpentinen auf diese Felsformation und stehen recht unvermittelt am Ortseingang von St-Clément. Die D 247 steigt unverändert weiter bis zum Dorfausgang. Dabei erhaschen wir erstmals Ausblicke über den Bergkamm gen Westen in die Auvergne. Nun geht es nahezu eben weiter, bis wir einen Kilometer hinter dem Dorf die Passhöhe des Col de la Scie auf 1206 m Höhe erreicht haben.
Es folgt ein Kilometer Abfahrt mit 50 m Höhenverlust bis zu einer Bachbrücke. Kurz darauf erreichen wir eine von oben spitzwinklig einmündende Straße. Wir verlassen die nach Fay-sur-Lignon weiterführende D 247 und biegen in dieses Sträßchen ein, die D 410 in Richtung Gerbier de Jonc. Diese breitere, aber genauso verkehrsarme Straße steigt auf den nächsten zwei Kilometern um 130 Meter bis zu dem auf einer Hochfläche liegenden Col du Viallard (1321 m), dem zweiten Vorpass, an.
Nun folgt wieder eine Abfahrt durch Basaltfelsen, wobei wir in der Kehre anhalten und das einmalig schöne Sucs-Panorama auf uns wirken lassen sollten. Die D 410 schlängelt sich um einige felsige Ausläufer des Mézenec herum, bis sie auf 1231 m Höhe den Tiefpunkt bei Vialaret an der Abzweigung nach Borée erreicht. Diese Straße ist eine der vielen Alternativauffahrten, z.B. durchs Saliouse-Tal oder über den Col de l’Ardéchoise.

Wir bleiben auf der nun wieder ansteigenden D 410 und erreichen nach gut einem Kilometer unseren dritten Vorpass, den Col de Médille (1332 m), am Fuß des Mont Mézenec. Nun können wir uns schon wieder erholen, denn eben bis leicht bergab fahren wir am östlichen Fuß des Mézenec entlang. Nach einen Kilometer sehen wir hoch oben leicht ungläubig Autos glitzern. Ja, das ist unsere Passhöhe! Wir haben den Cirque des Boutières erreicht und passieren einen aufgegebenen Skilift im Bereich der Quelle der Saliouse.

Nach einem weiteren Kilometer erreichen wir im Wald eine Kreuzung. Unsere D 410 führt weiter geradeaus in Richtung Gerbier de Jonc. Wir wählen die scharf rechts hinaufführende D 400 in Richtung Mont Mézenec und Les Estables. 2,5 Kilometer und 200 Höhenmeter liegen am Rande des Cirque des Boutières noch vor uns. Herrliche Ausblicke ins Vivarais erwarten uns, im Sommer aber auch ein brütend heißer Kessel. Vor uns thront immer der Klotz des Mont Mézenec. Zum Schluss folgt noch eine einzige Kehre an der Kante des Bergkammes, dann haben wir die am Waldrand liegende Passhöhe erreicht.
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