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Col de Portet d'Aspet (1069 m)

Denkmal für Fabio Casartelli auf der Westrampe vom Portet d'Aspet

Auffahrten

Von AP – Zwei Probleme bereitet die Westseite des Col de Portet d’Aspet dem tapferen Radler. Das erste Problem: man weiß nicht so genau, wo die Auffahrt eigentlich beginnt. Ich habe mich entschlossen, als Ausgangspunkt der Westanfahrt das Dorf Sengouagnet zu nehmen. Zwar liegt der Ort Aspet noch weiter unten (ca. 30 Hm tiefer), aber kurz hinter dem Dorf kommt von Westen die Straße vom Col des Ares hinunter, der als Einstieg gefahren werden kann. Das zweite Problem ist gravierender: die letzten 4,5 km sind ordentlich steil und erinnern vom Profil her an die Pässe des französischen Baskenlands. Aber der Reihe nach:
Die Paßstraße D618 steigt hinter Sengouagnet zunächst recht mäßig an, fällt dann sogar für fast 1 km wieder ab. Rechts der Straße gibt es größtenteils Wald, links eher Felder und Wiesen. Bis Kilometer 4,5 steigt es wieder an, dann geht es flach weiter bis zu dem Weiler Henne-Morte. Der Wald wird hier allmählich dichter. Hinter Henne-Morte führt eine Brücke über den Fluß Ger. Von rechts kommt die Straße vom Col de Menté hinunter. Hinter der Kreuzung geht es in einer Linkskurve in den Wald hinein.
Und dort steigt die Straße nun auf 12% an, vorbei an der Mauer mit der Plakette, vorbei auch am Casartelli-Denkmal. Steil schlängelt es sich nach oben; das einzig Angenehme ist die Tatsache, daß man meistens im Schatten fährt. Eine Handvoll harter Passagen mit einer Maximalsteigung um die 15% müssen auf diesen letzten Kilometern überwunden werden. Auf einem Schild findet man eine Angabe von 17%-Steigung, vielleicht stimmt es, vielleicht auch nicht.
Oben auf der Paßhöhe gibt es nicht viel zu sehen. Die Auberge am Straßenrand wird von einem philosophierendem Aussteiger geführt, der erzählt, daß es Radler gäbe, die nach Erreichen des Passes vor Erschöpfung einfach umfielen.

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00:33:25 | 02.09.2016
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Tom63
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01:21:00 | 09.09.2009
Sprengmeister
Von tosmyrd – Die Ostanfahrt in den Col de Portet d'Aspet beginnt bereits ca. 30 km östlich vom Pass in St. Girons auf 390 m Höhe. Diese Anfahrt ist insgesamt recht kurzweilig und führt durch viele kleine Ortschaften. Die Straße folgt, zunächst wellig aber insgesamt recht flach, dem breiten Tal des Lez. Nach etwa zwölf Kilometern biegt man an einer Kreuzung auf freier Fläche 90 Grad nach rechts ab, um mit einer kurzen Abfahrt nach Audressein hineinzurollen. Ab hier nehmen die Wellen an Länge und Steilheit zu, bis sich das Tal nach weiteren zehn bis zwölf Kilometern in Augirein verengt. Auf den nächsten fast zwei Kilometern bis Saint-Lary rollt man immer wieder etwas abwärts und gewinnt dadurch trotz ständiger Anstiege insgesamt nur 60 Höhenmeter.
In Saint-Lary beginnt auf inzwischen 675 m Höhe der eigentliche Anstieg. Dieser ist schwerer als es der reine Höhenunterschied von 393 m vermuten lässt. Er beginnt mit einer Rampe im Wald, die über eine längere Linkskurve erstmals ordentlich anzieht. Die Steigung lässt bei der Anfahrt auf den Ort Portet d'Aspet (gute zwei Kilometer vor dem Pass) jedoch wieder nach, und die malerische Schönheit des Ortes trägt ihr übriges dazu bei, dass man wieder Fahrt aufnimmt.
Aber man hat noch über 200 Hm vor sich. So beginnt nach der Rechtskurve um die Kirche von Portet d'Aspet dann recht plötzlich eine heftige Steigung im zweistelligen Prozentbereich, die einen noch im Ort an zwei großen Brunnen (sehr erfrischend, aber kein Trinkwasser) vorbeiträgt und dann über zwei Serpentinen fast schattenlos über das Dorf führt. Auch auf der nun folgenden fast einen Kilometer langen, letzlich leicht nach links führenden Rampe bleibt die Steigung bei 10 bis 12%. Der letzte Kilometer bietet wieder einige Bäume, noch zwei weitere Serpentinen bei nicht nachlassender Steigung und eine ganz nette Aussicht zurück, bevor einen das Passschild und die beginnende Abfahrt mit beschilderten 17% belohnen.

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Jan
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