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Monte Cesen (1504 m) Malga Mariech

Mit dem MTB wäre es noch weitergegangen...

Auffahrten

Von quältsichgern – Der Anstieg beginnt direkt im Dorfzentrum von Valdobbiadene an einem länglichen Kreisverkehr, wo eine schmale, von Schatten spendenden Bäumen gesäumte Straße abzweigt. Es geht unmittelbar sanft bergauf, bald nach rechts am Nordrand des Dorfes entlang und über eine langezogene, von Zypressen gesäumte Linkskehre zur Kirche San Floriano, die über dem Dorf thront und von der aus sich bereits herrliche Ausblicke eröffnen.
Bald werden die Zypressen von Wald abgelöst, der angesichts der Südwestausrichtung des Anstiegs wohltuenden Schatten spendet. Ansonsten ändert sich wenig: in langen Kehren geht es bei sehr moderater Steigung stetig bergauf. Überhaupt ist der gesamte Anstieg – wie der Italiener sagt – äußerst pedalabile, d.h. mit konstant hoher Trittfrequenz machbar. Tempobolzer können sich hier herrlich austoben. Allerdings sind insgesamt deutlich mehr als 1000 Höhenmeter zu bewältigen, und nach hinten raus kann sich die Auffahrt ziemlich in die Länge ziehen.
Irgendwann wird der Wald lichter und erste Almwiesen tauchen auf. Kurz vor Pianezze zieht die Steigung dann etwas an, Wochenendhäuschen und Höfe säumen die Straße und es wird ein großer Parkplatz erreicht, wo sich eine Kirche, ein Brunnen, eine Trattoria und die Einmündung der Alternativstrecke befinden. Wer nun glaubt, von hier würde ein schmaler und steiler Schlussanstieg beginnen, irrt sich. Im Gegenteil: auf der nach links führenden, immer noch relativ breiten Straße geht es nun flach dahin. Einige Höhenmeter werden dabei sogar wieder verloren.
Das Getrödel rächt sich ab der nächsten Kehre, wo die Straße nun deutlich anzieht. Bald taucht vor einem ein baumloser, antennenbewehrter Gipfel auf, den man spontan für das Ziel des Anstiegs hält. Aber stattdessen geht es um ihn und die davor liegende Almwirtschaft herum und bei nun wieder sehr gemäßigter Steigung zwischen einigen Wiesenkuppen hindurch. Das eigentliche Ziel erreicht man dann ziemlich abrupt, denn die Malga Mariech wird während der letzten hundert Meter noch von einem kleinen Hügel verdeckt. An einer Art Passhöhe endet schließlich der Asphalt und über eine kurze geschotterte Zufahrt kommt man zur Almwirtschaft, die aus einem Rifugio mit Restaurant, einem kleinen Hofladen und den Wirtschaftsgebäuden besteht. Eine Einkehr oder gar Übernachtung ist unbedingt zu empfehlen (der Autor wird die Gnocchi in Ricottasoße bestreut mit der geraspelten geräucherten Kruste sein Lebtag nicht vergessen)!
Fazit: ein gleichmäßiger, langer Anstieg mit zumindest wochentags spärlichem Verkehr, bei dem man den Härtegrad mittels Schalthebel selbst bestimmen und in der Abfahrt dank langer Geraden und guten Straßenbelags hohe Geschwindigkeiten erreichen kann.

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01:39:32 | 14.05.2017
gigi
Dolce Vita
Von quältsichgern – Die Variante vom gut ausgeschilderten Abzweig zwischen Combai und Guietta hat einen völlig anderen Charakter als die Südwestauffahrt. Sie beginnt zwar auf größere Höhe, aber da vor der Einmündung auf den Schlussanstieg ein Zwischenpass (Malga di Budui, 1218 m Höhe) mit anschließender Abfahrt zu absolvieren ist, halten sich die Höhenmeter insgesamt in etwa die Waage. Die größere Härte besteht darin, dass bis zu diesem Zwischenpass auf gut 8 km fast 800 Hm zu klettern sind. Diese werden auf einer schmalen Straße gewonnen, die gleich nach dem Abzweig in den Wald eintaucht und sich in enger werdenden Kehren mit einigen giftigen Rampen emporschraubt. Längere Steilstücke über 20 % sind aber nicht vorhanden, so dass auch diese zumeist schattige Auffahrt erträglich bleibt. Der Asphalt ist bis zum vorläufigen Höhepunkt, der sich bei abnehmender Steigung mit dem Austritt aus dem Wald ankündigt, größtenteils erneuert worden, aber die wenigen verbliebenen älteren Abschnitte sind in der Abfahrt auch aufgrund des Spiels von Licht und Schatten mit Vorsicht zu genießen.
Nach der Malga di Budui, wo man einkehren kann, gehen etwa 150 Hm wieder verloren, diesmal leider auf einer splittbedeckten und schlaglochübersäten Asphaltpiste, wobei sich das Gefälle zum Glück auf gut 4 km verteilt. Dann erreicht man Pianezze, wo der bereits beschriebene Schlussanstieg zur Malga Mariech beginnt.
Fazit: ein bis zur Zwischenhöhe intensiver und einsamer Anstieg für Freunde des Wiegetritts, der auch in der Abfahrt dank mehrheitlich neuen Belags erträglich bleibt. Ab Pianezze ist dann der Finisseur mit dem runden Tritt gefragt.

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