Obere Gelchenwang Alp (1595 m)

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Obere Gelchenwang Alp (1595 m)

Alpen, Allgäu, Allgäuer Alpen, Bayern.
Blick zur Oberen Gelchenwangalp.
Wer die Scheidwangalp bezwungen hat und noch nicht genug hat bzw. noch ein bisschen was steileres fahren möchte, der hat mit dem Alpweg zur Oberen Gelchenwanger Alp die Gelegenheit dazu. Dieser schmale Weg führt noch für knapp 300 Hm weiter in Richtung Hochgrat und verlangt einem noch mal alles ab. Der Belag ist richtig festgefahrener Splitt, der bergauf gut zu fahren ist, die Reifen greifen gut und drehen nicht durch, auf Verschmutzungen muss man natürlich hier oben gut aufpassen.
Einem Rennradler hier zu begegnen ist wahrscheinlich fast wie ein Sechser im Lotto, auf MTB-Kollegen kann man aber durchaus treffen. Dem Autor sind davon zwei begegnet, einer hat geschoben, der andere war dann doch etwas „schneller” unterwegs.
Kombiniert mit der Scheidwangalp ergeben sich (je nach Anfahrtsvariante von Immenstadt oder Sonthofen) z.T. über 1000 schweißtreibende Höhenmeter, was bei der Härtewertung (als Verlängerung der Auffahrt) berücksichtigt ist.
Die Obere Gelchenwanger Alp soll bereits im Jahre 820 bewirtschaftet gewesen sein, die erste urkundliche Erwähnung datiert aus dem Jahr 1130, so dass wir durchaus geschichtsträchtigen Grund unter den Rädern haben.
Für die Beschreibung danken wir stb72 Mail an Absender

Liste der Auffahrten

Ostauffahrt von der Scheidwangalp2,1 km279 HmSchön: 4 SterneHart: 5 Sterne

Ostauffahrt von der Scheidwangalp  2,1 km / 279 Hm Schön: 4 Sterne Hart: 5 Sterne

Kommt man schwer keuchend an der Scheidwangalp an, sieht man nach rechts einen Alpweg abbiegen, der noch steiler nach oben führt. Da der Belag gut fahrbar aussieht, ist ein Versuch natürlich sehr verlockend. Wer hier weiterfährt, sollte aber beachten, dass er die gleiche Strecke auch wieder zurück fahren muss. Mit etwas Fingerspitzengefühl geht das aber schon (Höchstgeschwindigkeit 20 km/h). Wenn das Weizenbier auf der Scheidwangalp gegenüber der Befahrung dieses Wegs gewinnt, ist das nur allzu verständlich und sicher die vernünftigere Wahl.
Die Durchschnittssteigung ist mit ca. 14 % nicht überaus dramatisch und im Allgäu keine Seltenheit und wird von manchen Almwegen hier auch oft noch übertroffen. Trotzdem ist dies eine grenzwertige Rampe. Völlig unregelmäßig verläuft der Weg den Bergrücken nach oben und ständig wechseln sich Steilrampen mit flacheren Stücken ab, so dass keinerlei Fahrrhythmus gefunden wird. Für die Maximalsteigung von 16 % bis zur Scheidwangalp hat dieser Weg recht bald nur ein müdes Lächeln übrig. Die Befahrung ist ein dauernder Wechsel zwischen dem Versuch, sich bei den flacheren Stücken (8-12 %) etwas zu erholen und im Wiegetritt über die Rampen zu kommen. Diese sind selten länger als 20 bis 30 m bei Steigungen zwischen 14 und 22 %, vielleicht ganz oben auch mal 24 %.
Nach ca. 1,7 km folgt dann ein 250 m langes Flachstück auf 1570 m Höhe, bevor noch eine ganz kurze Rampe in einer Rechtskurve um den Leiterberg herum zum höchsten Punkt führt. Hier hat man dann den Hochgrat (1834 m) mit Bergstation schön vor Augen. Die Obere Gelchenwanger Alp liegt am Südhang des Hochgrats, und wer hinüber will, muss eine Senke durchqueren, eine zusätzliche Abfahrt auf der ganz oben doch recht verschmutzten Straße ist dann doch nicht zu empfehlen. Landschaftlich ist das alles übrigens sehr schön und völlig einsam. Mit einer Höhe von knapp 1600 m zählt dieser Almweg auch zu den höchsten anfahrbaren Punkten im Allgäu, so dass doch ein paar Gründe für die Auffahrt geboten sind.
Für die Beschreibung danken wir stb72 Mail an Absender

Highscores

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Platz   Fahrer     Zeit                    Datum            Aktion
1.Moritzel Mail an Absender0 h 19 m 42 s27.08.2009
stb72 Mail an Absenderohne Zeit19.07.2008
kletterkünstler Mail an Absenderohne Zeit14.07.2010