Passo del Vivione (1828 m)

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Passo del Vivione (1828 m)

Alpen, Bergamasker Alpen und Lago d'Iseo, Lombardei.
Der Passo del Vivione (1828 m) führt vom Val Camonica mitten in die Bergamasker Alpen, ein landschaftlich reizvolles Gebiet, das bei den Italienern als Urlaubs- und Wandergebiet sehr beliebt, bei uns aber wohl eher unbekannt ist. Der nordöstliche Ausgangspunkt liegt etwa 10 km südlich von Edolo, wodurch sich der Vivione leicht mit einem der bekannteren Pässe der Region, etwa dem Gavia oder dem Mortirolo, kombinieren lässt. Im Rahmen einer längeren Tour bietet es sich an, den Passo del Vivione in eine Ost-West-Durchquerung der Bergamasker Alpen einzubauen, wo man über den Passo Presolana, den Colle die Zambla und schließlich über den Passo San Marco wieder das Veltlin erreicht. Eine weitere Kombinationsmöglichkeit besteht von Breno aus im Goletto di Cadino in Richtung Lago d'Idro/Gardasee.
Die Passhöhe kann trotz der Einsamkeit mit einer bewirtschafteten Hütte aufwarten, die sogar mit 6 Doppelzimmern auf Übernachtungsgäste vorbereitet ist.
Die Befahrung des Vivione ist einsames Genussradeln in reinster Form. Praktisch kein Verkehr, schmale Straße mit ausgezeichnetem Straßenbelag und einer Straßenführung, die jeden Modelleisenbahnbauer stolz machen würde. Hierbei sind aus Nordosten 9 Kehren, aus Südosten 15 Kehren zu absolvieren. Bei der Befahrung von Nordosten bieten sich nur wenige spektakuläre Ausblicke, da die Strecke die meiste Zeit durch bewaldetes Gebiet führt. In der Gegenrichtung bietet sich hingegen ein großartiger Panoramablick auf die Adamello-Gruppe.
Der nordöstliche Ausgangspunkt für die Befahrung des Passo del Vivione ist Forno Allione (500 m) im Val Camonica. Die westliche Seite geht man entweder von Dezzo (750 m), dem Anschlusspunkt zum Passo della Presolana, oder von Boario Terme (221 m) im unteren Val Camonica an.
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Liste der Auffahrten

Nordostanfahrt von Forno Allione20 km1328 HmSchön: 4 SterneHart: 3 Sterne
Südostauffahrt von Boario Terme37,5 km1607 HmSchön: 5 SterneHart: 3 Sterne

Nordostanfahrt von Forno Allione  20 km / 1328 Hm Schön: 4 Sterne Hart: 3 Sterne

Profile und Tracks

Profil der Auffahrt Nordostanfahrt von Forno Allione
Von Forno Allione aus geht es zunächst über einige Kehren am Talhang bergauf, bis sich die Straße schließlich nach 2 km hinein in das Tal zum Passo del Vivione wendet. Die Steigung ist recht angenehm bei vielleicht 7 bis 8 %, wird jedoch immer wieder von kurzen Steilstücken bis etwa 12 % Steigung unterbrochen.
Nach 5,5 km in einer almenähnlichen Umgebung erreicht man Paisco (853 m), die einzige größere Häuseransammlung im Tal. Nach dem Ort zieht sich die Straße stetig etwa 7 bis 8 km mit mäßiger Steigung an der rechten Talseite bergan, welche nur ein- oder zweimal durch kurze zwölfprozentige Steigungen unterbrochen werden.
Kurz nach der Ortschaft fährt man in einen lauschigen Wald hinein, und ein sprudelnder Wildbach begleitet einen bis zum Talschluss. Dort wendet sich im Angesicht eines mächtigen Wasserfalls die Straße nach links und zieht über einige wenige Kehren Richtung Passhöhe. Die Steigung nimmt in diesem Bereich auf etwa 10 % zu, die über eine längere Strecke beibehalten wird.
Etwa 1 km vor der Passhöhe endet der Nadelwald und die Straße führt fast eben bis zur Passhöhe. Dort sollte man sich einige Minuten am reizvollen See vom Aufstieg erholen, damit man die spektakuläre Abfahrt auf der schmalen, kurvenreichen Straße richtig genießen kann.
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Highscores

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Platz   Fahrer     Zeit                    Datum            Aktion
1.Izoard Mail an Absender1 h 18 m 00 s22.06.2010
2.Bergsprinter1 Mail an Absender1 h 25 m 00 s28.06.2008
radfrettchen Mail an Absenderohne Zeit01.08.2010
tintifaxx Mail an Absenderohne Zeit08.05.2011
LeRoy Mail an Absenderohne Zeit27.08.2010
FranzHacki Mail an Absenderohne Zeit10.07.2000
christoph Mail an Absenderohne Zeit01.07.2010
Mika972 Mail an Absenderohne Zeit15.04.2002
tomac1 Mail an Absenderohne Zeit02.09.2007
Brati Mail an Absenderohne Zeit12.06.2009
Vollhorst Mail an Absenderohne Zeit12.08.2009
quältsichgern Mail an Absenderohne Zeit30.08.2009
roman wannersdorfer Mail an Absenderohne Zeit22.08.2008
thomasg Mail an Absenderohne Zeit01.01.1999
greyback58 Mail an Absenderohne Zeit16.08.2011

Südostauffahrt von Boario Terme  37,5 km / 1607 Hm Schön: 5 Sterne Hart: 3 Sterne

Profile und Tracks

Profil der Auffahrt Südostauffahrt von Boario Terme
In Boario Terme biegen wir aus Norden kommend in der Ortsmitte nach rechts ab in Richtung Passo del Vivione / Angolo Terme. Noch im Ort durchfahren wir eine erste Linkskehre. Schon hier steigt die Straße merklich. Ohne landschaftliche Höhepunkte erreichen wir das Bergorf Angolo Terme, kurz nachdem wir auf die rechte Talseite des Fiume Dezzo gewechselt sind.
Im Dorf zieht die Steigung kurz merklich an. Hier beginnt auch der eigentliche Anstieg, denn schon hier können wir uns über schöne Ausblicke in die enge, rechts von uns liegende Schlucht des Fiume Dezzo freuen, über der die charakteristischen Dolomitenstöcke in den Himmel ragen.
Etwa 2 km nach Angolo Terme durchfahren wir einen 1,5 km langen, unbeleuchteten Tunnel, der einer der dunkelsten ist, den ich je durchfahren habe. Hier waren wir froh, dass unser Begleitfahrzeug hinter uns fahrend für Licht sorgen konnte.
Im Nachhinein habe ich der Karte entnehmen können, dass dieser Tunnel noch auf einer alten Strecke umfahren werden könnte, kann aber im Moment nichts sicheres dazu sagen. Kurz darauf folgt ein 580 m langer, gut beleuchteter Tunnel.
Direkt hiernach wird deutlich, was den Tunnel nötig gemacht hat: das Tal des Dezzo zieht sich hier so eng zusammen, dass neben dem Fluss kaum Platz für eine Straße ist. Umso eindrücklicher ist das Naturerlebnis, und umso kälter war am frühen morgen dieses schattige Tal.
So geht es durch zwei weitere, beleuchtete Tunnel von 1,2 und 0,8 km Länge in den Ort Dezzo di Scalve hinein, der bei Kilometer 16 erreicht wird. Bis hier hat die Anfahrt außer der Tunnels keine Ungemütlichkeiten gezeigt - fast unglaublich locker geht es hier bergauf. Und entgegen manch anderem Anstieg bleibt es auch bis zum Gipfel beim lockeren Rollen, auch wenn es später noch etwas steiler wird.
Unterdessen hat sich das Tal seit Dezzo di Scalve wieder geweitet. Zwar haben wir weiterhin Aussicht auf einige Bergstöcke, aber der mittlere Abschnitt über Ronco, nach dem wir eine kurze Abfahrt durchfahren, und Schilpario, das wir flach durchfahren, kann getrost als unspektakulär bezeichnet werden. Am Ende dieses Abschnitts, kurz vor dem Eintritt in den Wald liegt rechter Hand das Gasthaus Captiolo.
Aber ab dem Eintritt in den Wald bei Kilometer 28,5, der mit einer Verschmalerung der Straße auf 2 m Breite einhergeht, können wir vor lauter Staunen über so viel spektakuläre Schönheit und Einsamkeit fast nicht mehr Radfahren. Nun beginnen auch die Kehren, die erste liegt auf 1270 m bei Kilometer 29.
Von nun an reiht sich, mal im Wald, mal inmitten sattester Alpenwiesen, Kehre an Kehre, und abgesehen von Kehre 11 sind alle locker und leicht bei geringer Steigung zu durchfahren. Die Kehrensammlung endet bei Kehre 15 an einem Restaurant. Nun geht es noch, mit begeisternden Blicken auf das Adamello-Massiv im Osten bis zur Passhöhe, immer das Tal zur Linken.
Die Straße biegt noch mal nach rechts in einen weiten Sattel ein, in dem man auf einen kegelförmigen Berg zufahrt, wie ihn Kinder malen würden. Nach einigen weiteren Kurven ist am Kilometer 37,5 der Passo del Vivione mit seinem malerischen Bergsee erreicht. Wer hier nicht im Passhaus einkehrt und die himmlische Ruhe genießt, ist selber Schuld.
Jan Mail an Absender

Highscores

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Fahrer     Zeit                    Datum            Aktion
Schnellste Zeit: Burki Mail an Absender2 h 12 m 00 s28.07.2010
Mittlere Zeit: masch Mail an Absender2 h 16 m 00 s06.08.2008
Langsamste Zeit: 2 h 31 m 00 s12.08.2009