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Passo del Vivione (1828 m)

Auffahrten

Von thomasg – Von Forno Allione aus geht es zunächst über einige Kehren am Talhang bergauf, bis sich die Straße schließlich nach 2 km hinein in das Tal zum Passo del Vivione wendet. Die Steigung ist recht angenehm bei vielleicht 7 bis 8 %, wird jedoch immer wieder von kurzen Steilstücken bis etwa 12 % Steigung unterbrochen.
Nach 5,5 km in einer almenähnlichen Umgebung erreicht man Paisco (853 m), die einzige größere Häuseransammlung im Tal. Nach dem Ort zieht sich die Straße stetig etwa 7 bis 8 km mit mäßiger Steigung an der rechten Talseite bergan, welche nur ein- oder zweimal durch kurze zwölfprozentige Steigungen unterbrochen werden.
Kurz nach der Ortschaft fährt man in einen lauschigen Wald hinein, und ein sprudelnder Wildbach begleitet einen bis zum Talschluss. Dort wendet sich im Angesicht eines mächtigen Wasserfalls die Straße nach links und zieht über einige wenige Kehren Richtung Passhöhe. Die Steigung nimmt in diesem Bereich auf etwa 10 % zu, die über eine längere Strecke beibehalten wird.
Etwa 1 km vor der Passhöhe endet der Nadelwald und die Straße führt fast eben bis zur Passhöhe. Dort sollte man sich einige Minuten am reizvollen See vom Aufstieg erholen, damit man die spektakuläre Abfahrt auf der schmalen, kurvenreichen Straße richtig genießen kann.

25 Befahrungen Befahrung eintragen
Schnellste Zeit
01:18:00 | 22.06.2010
Izoard
Mittlere Zeit
01:25:00 | 28.06.2008
Bergsprinter1
Dolce Vita
01:45:00 | 13.07.2015
Passjäger
Von Jan – In Boario Terme biegen wir aus Norden kommend in der Ortsmitte nach rechts ab in Richtung Passo del Vivione / Angolo Terme. Noch im Ort durchfahren wir eine erste Linkskehre. Schon hier steigt die Straße merklich. Ohne landschaftliche Höhepunkte erreichen wir das Bergorf Angolo Terme, kurz nachdem wir auf die rechte Talseite des Fiume Dezzo gewechselt sind.
Im Dorf zieht die Steigung kurz merklich an. Hier beginnt auch der eigentliche Anstieg, denn schon hier können wir uns über schöne Ausblicke in die enge, rechts von uns liegende Schlucht des Fiume Dezzo freuen, über der die charakteristischen Dolomitenstöcke in den Himmel ragen.
Etwa 2 km nach Angolo Terme durchfahren wir einen 1,5 km langen, unbeleuchteten Tunnel, der einer der dunkelsten ist, den ich je durchfahren habe. Hier waren wir froh, dass unser Begleitfahrzeug hinter uns fahrend für Licht sorgen konnte.
Im Nachhinein habe ich der Karte entnehmen können, dass dieser Tunnel noch auf einer alten Strecke umfahren werden könnte, kann aber im Moment nichts sicheres dazu sagen. Kurz darauf folgt ein 580 m langer, gut beleuchteter Tunnel.
Direkt hiernach wird deutlich, was den Tunnel nötig gemacht hat: das Tal des Dezzo zieht sich hier so eng zusammen, dass neben dem Fluss kaum Platz für eine Straße ist. Umso eindrücklicher ist das Naturerlebnis, und umso kälter war am frühen morgen dieses schattige Tal.
So geht es durch zwei weitere, beleuchtete Tunnel von 1,2 und 0,8 km Länge in den Ort Dezzo di Scalve hinein, der bei Kilometer 16 erreicht wird. Bis hier hat die Anfahrt außer der Tunnels keine Ungemütlichkeiten gezeigt - fast unglaublich locker geht es hier bergauf. Und entgegen manch anderem Anstieg bleibt es auch bis zum Gipfel beim lockeren Rollen, auch wenn es später noch etwas steiler wird.
Unterdessen hat sich das Tal seit Dezzo di Scalve wieder geweitet. Zwar haben wir weiterhin Aussicht auf einige Bergstöcke, aber der mittlere Abschnitt über Ronco, nach dem wir eine kurze Abfahrt durchfahren, und Schilpario, das wir flach durchfahren, kann getrost als unspektakulär bezeichnet werden. Am Ende dieses Abschnitts, kurz vor dem Eintritt in den Wald liegt rechter Hand das Gasthaus Captiolo.
Aber ab dem Eintritt in den Wald bei Kilometer 28,5, der mit einer Verschmalerung der Straße auf 2 m Breite einhergeht, können wir vor lauter Staunen über so viel spektakuläre Schönheit und Einsamkeit fast nicht mehr Radfahren. Nun beginnen auch die Kehren, die erste liegt auf 1270 m bei Kilometer 29.
Von nun an reiht sich, mal im Wald, mal inmitten sattester Alpenwiesen, Kehre an Kehre, und abgesehen von Kehre 11 sind alle locker und leicht bei geringer Steigung zu durchfahren. Die Kehrensammlung endet bei Kehre 15 an einem Restaurant. Nun geht es noch, mit begeisternden Blicken auf das Adamello-Massiv im Osten bis zur Passhöhe, immer das Tal zur Linken.
Die Straße biegt noch mal nach rechts in einen weiten Sattel ein, in dem man auf einen kegelförmigen Berg zufahrt, wie ihn Kinder malen würden. Nach einigen weiteren Kurven ist am Kilometer 37,5 der Passo del Vivione mit seinem malerischen Bergsee erreicht. Wer hier nicht im Passhaus einkehrt und die himmlische Ruhe genießt, ist selber Schuld.

38 Befahrungen Befahrung eintragen
Schnellste Zeit
02:12:00 | 28.07.2010
Burki
Mittlere Zeit
02:30:00 | 28.08.2010
wendeDE
Dolce Vita
02:40:03 | 12.08.2013
kuno
Eigenwerbung von quaeldich.de

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