"Deuter-Test-Team" auf dem Weg zum Lago di Lugano

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Erlebnisbericht: "Deuter-Test-Team" auf dem Weg zum Lago di Lugano

Erlebnisbericht von Vollhorst (weitere...)

7 Tage / 937,5 km / 14966 Hm

Ersatzlaufrad kann nicht schaden.Seit Jahren fahre ich mindestens einmal im Jahr an den Luganer See nach Porto Ceresio. Meistens geschieht das an Ostern um mit den Jungs ein paar bergige Runden in der Nähe des Sees zu drehen und abends das dolce vita zu genießen. Oft habe ich mich auf der 550 km Anreise gefragt wie es wohl wäre, nicht mit dem Auto, sondern mit dem Rad dort hin zu fahren.

Da letztes Jahr schon klar war, dass wir dieses Jahr unseren Sommerurlaub mit Kind und Kegel am am Luganer See verbringen, konkretisierte ich im Winter diesen Gedanken und arbeitete eine Strecke für sieben Tage aus.
Mitstreiter waren schnell gefunden. Fränki, Daniel und mein Bruder wollten sich ebenfalls mit auf die Reise begeben.

Ich gab bis Anfang August 6.000 Kilometer und mehrere 200km Runden als Trainingsleistung aus, die jeder von uns großzügig verfehlte. Egal, wird schon schief gehen. Irgend ein norwegischer 50km-Langläufer sagte mal auf seine Taktik angesprochen "Ich gebe am Anfang Vollgas, und hinten hilft der liebe Gott". Gesagt - getan.

Wir waren uns einig, dass im Flachland zusammen gefahren wird, und zwar nicht im Renntempo. Am Berg kann jeder machen, was er will. Beim Transport des Gepäcks hingegen waren wir uns nicht so einig. Drei von uns fuhren mit Rucksack (daher auch der Name Deuter-Test-Team), einer mit einer Konstruktion an der Sattelstütze. Aus anderen Mehrtagestouren hatten wir schon ein wenig Vorkenntnisse was es mitzunehmen gilt, und was nicht. Jeder von uns hatte zwischen 6 und 7 Kilo zusätzlich dabei. Der Idee aus dem Forum, um Gewicht zu sparen, Socken nachzukaufen und die alten wegzuwerfen sind nun einige Fische im Bodensee zum Opfer gefallen.

Bei der Auswahl der Tagestouren ging es hauptsächlich darum schnellstmöglich in die Alpen zu kommen, und dort viele Höhenmeter zu sammeln. Daher verliefen die ersten beiden Tage auch recht unspektakulär. Ich für meinen Teil freute mich am meisten auf die Tage 5 und 6 in den Bergamasker Alpen.

Fazit: Wir hatten Schwein mit dem Wetter. Wir hatten, bis auf eine Ausnahme, Schwein mit dem Material. Bei einem Trainingstand von ungefähr 4500km bis Anfang August war die Tour sportlich, aber machbar. Es waren pro Etappe im Schnitt 10 km mehr am Tag als der Routenplaner ausgeworfen hat (wie das nun mal so ist mit dem Verfahren). Ich denke wir werden so etwas wieder machen, allerdings die Etappen etwas kürzer gestalten, da zum Fotografieren nicht immer Zeit blieb. Die Anreise in die Alpen wird dann bestimmt auch nicht mehr mit dem Rad geschehen. Die zwei Flachetappen haben dem Hintern doch ganz schön geschadet, so das wir recht froh waren wenns bergauf ging - Druck auf dem Pedal vermindern den Druck am Ar....