Passo di Fletta (1160 m)
QD-Reisen & Events:
DLRF: 0
Passo di Fletta (1160 m)
Alpen, Bergamasker Alpen und Lago d'Iseo, Lombardei.
Obwohl der Passo di Fletta (1160 m) im oberen Val Camonica in
unmittelbarer Nachbarschaft zu zahlreichen bekannten Pässen wie
dem Passo di Gavia, dem Mortirolo und dem Apricapass im Norden
sowie dem Passo del Vivione im Süden liegt,
ist er nahezu unbekannt. Er ist in den wenigsten Karten verzeichnet
und auch nirgends ausgeschildert - selbst ein Passschild sucht man
vergebens. Der Grund für diese Unbekanntheit liegt zum einen wohl darin, dass er nicht den geringsten verkehrstechnischen Zweck erfüllt. Parallel zur Talstraße verbindet er die Orte Edolo im Norden und Malonno im Süden. Zum anderen werden wohl selbst Anwohner der an der südlichen Anfahrt gelegenen Weiler von den teils grauenvollen Straßenverhältnissen im oberen Teil abgeschreckt den Umweg durchs Tal bevorzugen.
Für den Pass dagegen spricht seine Schönheit. Insbesondere die Nordanfahrt Von Edolo, die lange Zeit über Dutzende kleiner Serpentinen durch einen traumhaften Wünschelwald führt, ist ein echter Geheimtipp. Für Radler, die in Edolo übernachten und nach einem Tag am Mortirolo noch ein kleines Betthupferl benötigen, sind die viereinhalb Kilometer und 400 Hm bis zum Endes des Asphaltbelags ideal. Verkehr braucht man überhaupt nicht zu fürchten - wahrscheinlich begegnet man keiner Menschenseele.
Wer die Überfahrung wagt, um die im Tal liegende Hauptstraße zu meiden, kann in Malonno geschickt Richtung Passo del Vivione anschließen, indem er sich in Richtung des südlichen Ortsrandes orientiert. An einer Bahnunterführung weist ein Schild einen kleinen, verkehrsarmen Weg zum Vivione.
Für die Beschreibung danken wir thomasg 

Liste der Auffahrten
| Nordanfahrt von Edolo | 6,2 km | 485 Hm | ![]() | ![]() |
| Südanfahrt von Malonno | 8,5 km | 660 Hm | ![]() | ![]() |
Nordanfahrt von Edolo 6,2 km / 485 Hm

Der Ausgangspunkt des Passo di Fletta liegt an der südlichen Umgehungsstraße
von Edolo. Aus dem Ortskern erreicht man ihn am besten wenn man den Bahnhof
umrundet (die Schienen enden hier) und der Straße etwa 200 m folgt. Anschließend
fährt man kurz Richtung Aprica, wo ein Schild "Monte Faeto" den richtigen Weg
weist. Nach wenigen Metern geht es auf einem schmalen Weg über zahlreiche
kleine Kehren kräftig bergauf. Die Straße führt zunächst durch baumbestandene
Wiesen und nach ca. 1 km in einen lauschigen Wald, den man bis zur Passhöhe
nicht wieder verlässt. Die Straße ist am Beginn sehr gut, wird aber mit der
Zeit immer öfter durch kurze Stücke mit gröberem Asphalt unterbrochen. Da die
Steigung fast durchgängig 10 % beträgt, ist der fehlende Rollkomfort in der
Auffahrt aber leicht zu verschmerzen. Nach 4,6 km endet an einer markanten Kehre mit Bildstock der asphaltierte Belag. Auf den nächsten 800 m überlegt man sich dann öfters abzusteigen. Zu Beginn ist der Weg zumindest noch betoniert, wobei die Oberfläche eher an ein Wellblechdach als eine Straße erinnert. Wenig später gibt es dann aber nur noch einen grobschlächtigen Waldweg, der außerdem von zahlreichen breiten Ablaufrinnen aus Metall gequert wird. Zu allem Übel kommt noch, dass die Steigung in diesem Bereich weiter anzieht und fast 20 % erreicht.
Hat man dieses Stück hinter sich ist das Schlimmste aber bereits geschafft. Die Steigung lässt rasch nach und man erreicht nach 5,4 km eine Weggabelung, an der ein Schild den weiteren Weg nach Malonno weist. Nach einem kurzen Anstieg in der Kehre wird auch die Straße wieder besser und ist z. T. sogar wieder asphaltiert. Ohne spürbaren Höhengewinn fährt man mit schönem Talblick Richtung Passhöhe, die man nach 6,2 km erreicht.
Nach kurzer Abfahrt (ca. 1 km) auf fester Naturstraße erreicht man die ersten Behausungen und man kann bis Malonno das Rad schön auf Asphalt laufen lassen.
Für die Beschreibung danken wir thomasg 

Südanfahrt von Malonno 8,5 km / 660 Hm

Von der Hauptstraße SS 42 biegt man etwa 8,5 km südlich von Edolo Richtung
Malonno ab (500 m) und gewinnt innerhalb des Ortes schnell an Höhe. An den
zahlreichen Einmündungen und Verzweigungen orientiert man sich zunächst
Richtung Loritto, später findet man auch den Hinweis auf den Fletta. Im
Ortskern (590 m) ist ein etwa 200 m langes Steilstück mit etwa 16 - 18 %
zu überwinden. Anschließend wird die Straße wieder flacher, führt aus dem
Ort heraus und führt mit wenigen Serpentinen und etwa 8 % Steigung am Hang
entlang. Die Straße ist knapp zweispurig und hat bis ca. Km 8 einen glatten Asphaltbelag. Auf einer Höhe von ca. 1100 m beginnt an einer letzten Almhütte die festgefahrene Schotterpiste, die einen rasch nach weiteren 1000 m zur Passhöhe führt.
Für die Beschreibung danken wir thomasg 















