Passo del Mortirolo (1852 m)

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Passo del Mortirolo (1852 m)
Passo della Foppa

Alpen, Lombardei.
Der Passo del Mortirolo ist ein in offiziellen Karten selten eingezeichneter ehemaliger Militärpfad, der das Veltlin mit dem oberen Val Camónica verbindet. Umgeben wird er von den Bergspitzen Monte Serottini (2967 m), Cima Cadi (2449 m) und Monte Pagano (2348 m). Besonderheit: Der eigentliche Pass ist der Foppapass (1852 m), der eigentliche Mortirolo (1892 m) liegt in Richtung Monno etwas oberhalb.
Der klassische Anstieg auf einem der sagenumwobensten Alpenpässe erfolgt auf der Route, die der Giro d’Italia schon oft unter die Reifen genommen hat, nämlich von Mazzo di Valtellina aus.
Der Mortirolo ist besonders gut mit dem östlich parallel verlaufenden Gaviapass kombinierbar. Die Runde Bormio–Mortirolo–Gavia–Bormio über die beiden schöneren Seiten der Pässe misst 110 km und 3020 Hm. Wem das nicht genug ist, fährt vor dem Mortirolo noch Foscagno, Eira und Forcola di Livigno, und ist mit 177 km und 4892 Hm sicherlich gut bedient. Südlich des Passes liegt Edolo, von wo aus sich drei Pässe zur Weiterfahrt anbieten. Direkt westlich schließt sich der niedrige, doch stark befahrene Passo di Aprica an.
Neben der Südanfahrt über Monno lässt sich der Apricapass auch über eine sehenswerte Militärstraße erreichen, die an der Passhöhe des Mortirolo nach Westen abzweigt und über den Passo di Guspessa führt, bevor man sich entscheiden muss, nach Aprica oder über Trivigno nach Tirano zu fahren. Zwar ist der Belag in meist gutem Zustand, jedoch leidet das Sträßchen zunehmend an strukturellen Schwächen. Stellenweise beginnt die Straße abzurutschen: Vorsicht ist geboten!
Weiter südlich führt zunächst der Passo del Vivione nach Westen, bevor man Breno und damit den Abzweig über den Goletto di Cadino/Passo di Croce Domini nach Osten in Richtung Gardasee erreicht.

Liste der Auffahrten

Südrampe von Monno12,5 km1000 HmSchön: 3 SterneHart: 4 Sterne
Nordrampe von Mazzo12,6 km1300 HmSchön: 4 SterneHart: 5 Sterne
Nordostrampe von Grósio14,8 km1222 HmSchön: 3 SterneHart: 4 Sterne
Römerstraße aus dem Valle Camonica über Monno9,8 km990 HmSchön: 3 SterneHart: 5 Sterne

Südrampe von Monno  12,5 km / 1000 Hm Schön: 3 Sterne Hart: 4 Sterne

Profile und Tracks

Der Weg vom Süden zum berühmten und gefürchteten Passo di Mortirolo beginnt als Abzweig von der Strasse SS42 (welche vom Passo del Tonale oder Passo di Gavia im Osten in Richtung Edolo und Passo dell’Aprica im Westen führt). Die Hauptstraße verlässt man etwas westlich von Incudine, auf etwa 850 Metern über dem Meeresspiegel gelegen.
Die Straße ist gut asphaltiert und verläuft zunächst mäßig steil bis zum auffallend großen Dorf Monno. Das auf einer Terrasse gelegene Dorf bietet wunderschöne Ausblicke über das Valle Camonica. Nachdem man das Dorf hinter sich hat, lässt die Steigung vorübergehend nach, ehe sie wieder plötzlich zunimmt. Dann folgen einige Kilometer mit Steigungen oft deutlich über 10 %.
Unterhalb des Passes gibt es einige Gasthäuser, die gemäß einem der Wirte nur im August ausgebucht sind. Von dort sind es nur zwei Kilometer bis zur Passhöhe.
Die Straße ist, wie immer öfter in Italien, in exzellentem Zustand, ist jedoch ab Monno nicht besonders breit. Die Einheimischen haben ihren eigenen Fahrstil, deshalb ist Vorsicht geboten.
Wer den Tag im Camonica-Tal startet, wird keine große Mühe haben, den Mortirolo vom Süden her zu erklimmen. Wer dagegen Stilfser Joch und Gaviapass in den Beinen hat, wird sich nicht enorm freuen über die recht steilen Passagen auf der Südseite dieses Passes.
Für die Beschreibung danken wir Renko Mail an Absender

Highscores

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Fahrer     Zeit                    Datum            Aktion
Schnellste Zeit: Passjäger Mail an Absender1 h 02 m 00 s28.06.2006
Mittlere Zeit: st_pauli30 Mail an Absender1 h 18 m 08 s27.05.2008
Langsamste Zeit: 1 h 37 m 40 s13.07.2009

Nordrampe von Mazzo  12,6 km / 1300 Hm Schön: 4 Sterne Hart: 5 Sterne

Profile und Tracks

Beschildert sind beide Anstiegsmöglichkeiten, sowohl die Variante ab Grósio (656 m) als auch die etwas härtere von Mazzo (552 m) aus (obwohl sich beide nicht viel nehmen). Am Ortsausgang von Mazzo zweigt ein schmales Sträßchen von der Hauptroute ab, noch geht es eben dahin vorbei an grünen Weinhängen. Doch schon bald nimmt die Steigung erheblich zu, und ehe man sich versehen hat, ist man bereits mittendrin im wohl schwersten Passanstieg der Alpen. Die Steigung fällt so gut wie nie unter 10 %, schwerere Fahrer benötigen somit häufiger den Wiegetritt. Die Durchschnittssteigung beträgt auf den ersten 10,5 Kilometern schätzungsweise rund 11 bis 12 Prozent, da man am Foppapass „nur“ ca. 7 bis 8 Prozent zu bewältigen hat, ehe man nach 12,3 m den Passübergang Mortirolo erreicht. Der Weg dorthin ist meist umgeben von dichtem Waldbewuchs und befindet sich in relativ gutem Zustand, allerdings ist das Sträßchen sehr schmal (zu vergleichen mit dem Pragelpass/Schweiz) und wirklich bocksteil.
Nach ungefähr der Hälfte des Anstieges, bei Madonna di Pompei, vereinigen sich die beiden Wege von Grósio und Mazzo und folgen nun einer einheitlichen Trasse. Auf der Passhöhe steht neben einem alten Passschild nur ein Bergwertungsanzeiger vom Giro, ansonsten ist man allein mit sich und der Natur.
Die Ostrampe von Monno ist nicht ganz so steil wie die Westseite, sie hat auch nicht annähernd soviel Höhenmeter und weniger Kilometer. Zahlreiche enge Serpentinen im oberen Teil verlangen auf der Abfahrt Erhebliches von den dünnen Bremsbacken und −belägen, an einigen Stellen muss wegen der schmalen Strassen mit Gegenverkehr gerechnet werden!
Der Passo del Mortirolo sollte auf gar keinen Fall in einer Pässesammlung fehlen, er gehört zu einem der letzten Abenteuer in den Alpen. Wer will nicht den härtesten Alpenpass einmal bezwingen? Allerdings sollte man eine einigermaßen gute Form mitbringen, und es ist zu empfehlen, den Pass als ersten des Tages zu nehmen, ansonsten wird er im wahrsten Sinne des Wortes tödlich (morti). Tipp: Ein Rundkurs von Bormio aus Richtung Tirano (Achtung: Nicht die Hauptstrasse fahren, sondern durchs Valdisotto) bis nach Mazzo, dann Mortirolo, Monno, Ponte di Legno und Gaviapass!
Für die Beschreibung danken wir Chris99 Mail an Absender

Highscores

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Fahrer     Zeit                    Datum            Aktion
Schnellste Zeit: fausto Mail an Absender1 h 02 m 40 s23.07.2008
Mittlere Zeit: Lothar63 Mail an Absender1 h 22 m 28 s11.08.2009
Langsamste Zeit: 1 h 50 m 00 s30.07.2008

Nordostrampe von Grósio  14,8 km / 1222 Hm Schön: 3 Sterne Hart: 4 Sterne

Profile und Tracks

Die zweite und weniger bekannte Auffahrt aus dem Veltlin zum Giro-Klassiker Passo del Mortirolo beginnt in Grósio, etwa vier Kilometer von Mazzo entfernt. Schon bald nach dem Anfang biegt man nach rechts, und es folgt ein ziemlich konstantes erstes Teilstück mit einer Durchschnittssteigung von etwa 10 %. Nach etwa drei Kilometern lässt die Steigung nach, und man fährt recht gemütlich im Wald. Man beginnt sich zu fragen, weshalb diese Auffahrt als nur ein bisschen weniger hart eingestuft wird als diejenige aus Mazzo.
Nach insgesamt sieben Kilometern beginnt eine längere Passage mit recht unterschiedlicher Trassenführung. Einige Rampen sind ziemlich giftig, andere Abschnitte sehr flach, was diese Strecke recht mühsam macht. Bei 11 Kilometern mündet die Auffahrt in diejenige aus Mazzo. Noch etwa drei Kilometern verbleiben bis zum Pass.
Wer zum ersten Mal in der Gegend ist, wählt sicher den bekannten Aufstieg ab Mazzo. Hat man dies schon gemacht, dann macht es Sinn, die Grosio-Variante in Angriff zu nehmen. Sie ist jedoch spürbar einfacher als der Zwillingsbruder aus Mazzo. Ich hatte eigentlich mehr erwartet.
Für die Beschreibung danken wir Renko Mail an Absender

Highscores

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Fahrer     Zeit                    Datum            Aktion
Schnellste Zeit: Roul Mail an Absender1 h 10 m 00 s25.07.2009
Mittlere Zeit: Niklas Mail an Absender1 h 33 m 00 s25.07.2007
Langsamste Zeit: 1 h 52 m 00 s28.08.2008

Römerstraße aus dem Valle Camonica über Monno  9,8 km / 990 Hm Schön: 3 Sterne Hart: 5 Sterne

Profile und Tracks

Wie die „normale” Südauffahrt beginnt auch diese Variante an der SS42 im Valle Camonica wenig westlich von Incudine. Auf der gleichen breiten Straße und bei gleichmäßiger Steigung von rund acht Prozent gewinnt man rasch an Höhe, um schließlich nach zwei Kehren den Ortseingang von Monno zu erreichen.
Im Ort folgen weitere vier Kehren, in der letzten befindet sich ein Brunnen, und man hat immer wieder einen schönen Blick auf die Kirche sowie hinunter ins Valle Camonica. Am Ortsende nach knapp drei Kilometern zieht die Steigung deutlich an, und bei Kilometer 4,1 muss man sich entscheiden. Für die klassische Südanfahrt folgt man der Straße durch die Kehre, für die hier beschriebene Variante fährt man einfach geradeaus weiter.
Eine Tafel kündet davon, dass nur Einheimische, und diese auch nur mit PKWs oder Motorrädern, auf der Straße unterwegs sein dürfen. Auf den nächsten 2,9 km liegt die durchschnittliche Steigung bei fast 14 %. Nachdem das erste, rund 500 m lange Steilstück bewältigt ist, folgt (zumindest im Jahr 2009) eine 250 m lange Passage auf uraltem Kopfsteinpflaster. Dieser Abschnitt ist zwar nicht so steil, dennoch verlangt er vollen Krafteinsatz, damit das Rad über den welligen Untergrund vorwärts bewegt werden kann. Doch irgendwie schafft man dieses Stück, und danach lässt die Steigung vorbei an einem Haus kurz nach.
Im weiteren Verlauf folgen einige Rampen, die Steigungen von an die 20 % – oder sogar darüber – aufweisen, und zwischen denen es nur ganz wenige flachere Meter zur Erholung gibt. Zudem sind diese Stücke der Nachmittagssonne voll ausgesetzt und mehrere Wasserrinnen erschweren auch das Vorwärtskommen. Jeder Meter, an dem man kurz Durchatmen und zur Wasserflasche greifen kann, sollte genutzt werden, denn bereits nach der nächsten Kurve türmt sich die Straße wieder vor einem auf – kein Wunder, schließlich spart man gegenüber der normalen Südauffahrt auch 2,7 km. Die letzte Rampe führt schließlich doch wieder in den Wald, und an einem kleinen Marterl ist dieser Abschnitt fast überstanden. Gefühlt fast flach pedaliert man zur von rechts kommenden Hauptvariante (7,0 km).
An dieser Kreuzung fährt man einfach geradeaus weiter, und durch einige nochmals steile Kehren hindurch erreicht man eine kleine Kapelle, bereits im Almgebiet des Mortirolo. Die letzten knapp 700 m vorbei an der Bar Mortirolo, den Abzweigungen zum Col Carette di Val Bighera, zum Lago del Mortirolo (nur geschottert) und der Kammstraße hinüber zum Passo Guspessa sind wieder deutlich flacher. Das (neue) Passschild weist korrekterweise den Passo della Foppa aus, nur in Klammern ist Mortirolo vermerkt.
Für die Beschreibung danken wir Roli Mail an Absender

Highscores

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Platz   Fahrer     Zeit                    Datum            Aktion
1.Roli Mail an Absender0 h 58 m 48 s12.08.2009
christoph Mail an Absenderohne Zeit27.06.2010