Rouge Gazon (1100 m)
Rouge Gazon (1100 m)
Vogesen, Lorraine (Lothringen).
Das Vallée de la Thur, was ungefähr bei Thann beginnt und seinen Abschluß im Col de Bramont findet, wird im Westen durch eine nicht allzu lange Bergkette begrenzt, welche beinahe parallel zum Vogesenhauptkamm mit der Route des Crêtes verläuft. Zu dieser Bergkette gehören zum Beispiel der Grand Ventron oder der Petit Drumont, während der Col dOderen oder der Col de Bussang über diese Berge hinweg die Départements Haut-Rhin und Vosges verbinden. Südlich des Col du Bussang steht auf einem Kamm zwischen dem Tête du Rouge Gazon (1186 m Höhe) und dem seltsam getauften Tête des Perches (1222 m Höhe) (müsste „Karpfenkopf” bedeuten, wenn mich nicht alles täuscht, hat aber den deutschen Namen „Seehorn”) das Hotel-Restaurant Rouge Gazon, zu dem auch ein kleines Skigebiet mit allerdings nicht allzu langen Pisten gehört - der Skilift überwindet gerade mal 200 Hm. Warum das Hotel von dem auf Deutsch „roter Rasen” bedeutenden Namen geziert wird, weiß ich nicht, aber ich kann berichten, dass Rouge Gazon zwar nicht vom oben erwähnten Vallée de la Thur erreicht werden kann, aber durch eine gut ausgebaute Straße mit dem oberen Vallée de la Moselle verbunden ist; Ausgangspunkt der Straße ist Saint-Maurice-sur-Moselle, das bekanntlich am Fuß des berühmten Ballon dAlsace liegt.
Diese Straße, die mehr oder weniger am Nordhang des kleinen Vallèe des Charbonniers verläuft, ist aber nicht die einzige asphaltierte Zufahrt zum Hotel. Es gibt noch einen engen holprigen Waldweg vom Weiler Les Charbonniers aus, der am Südhang des Tals der Köhler entlangführt, und dessen Kulminationspunkt noch ein paar Meter höher als das Hotel liegt.
Bei der Abfahrt von Rouge Gazon versuchte ich diesen Weg zu benutzen, drehte aber nach etwas mehr als einem Kilometer wieder um, da ich mir noch mehr von dem fürchterlichen Gerüttel ersparen wollte, was sich kurz hinter dem Kulminationspunkt, der nicht weit weg vom Hotel entfernt ist, einstellte; tatsächlich ist der Asphalt dieser Piste stellenweise aufgebrochen, und Moos quillt aus den Fugen. Zur Auffahrt dürfte sich der Weg aber ohne größere Probleme nutzen lassen, wobei er nach meiner Einschätzung einige steile Rampen haben dürfte. Grund für meine Einschätzung: der Weg ist von Les Charbonniers aus kürzer als die Hauptstraße, und der letzte Kilometer, den ich wieder zurück zum Hotel fuhr, hat nur eine Durchschnittssteigung von unter 5 %. Sprich irgendwo weiter unten im Wald müssen ordentlich Höhenmeter gewonnen werden. Wo in Les Charbonniers der Weg abzweigt, und ob er gekennzeichnet ist, kann ich nicht sagen.
Für die Beschreibung danken wir AP 

Liste der Auffahrten
| Westanfahrt von Saint-Maurice-sur-Moselle | 11 km | 550 Hm | ![]() | ![]() |
Westanfahrt von Saint-Maurice-sur-Moselle 11 km / 550 Hm

Um ehrlich zu sein, ist der Weg zum Hotel-Restaurant Rouge Gazon nicht der allerattraktivste Anstieg der Vogesen. Allerdings hat man dort eine der nicht allzu häufig anzutreffenden Möglichkeiten in den Vogesen, abseits der Route des Crêtes über die 1000-Meter-Grenze hinauszukommen.Rouge Gazon ist an der Hauptstraße von Saint-Maurice-de-Moselle ausgeschildert; der Abzweig ist ein paar Meter weit nördlich des Abzweigs zum Ballon dAlsace. Auf den folgenden ca 3,5 km bis zum Dörflein Les Charbonniers passiert nicht viel, bei geringer Steigung von um die 2 % führt die Straße nach Osten in ein Vogesental hinein, das von einem Nebenbach der Mosel durchflossen wird, der auch das „Charbonniers” im Namen trägt. Jetzt fehlt nur noch, dass die Straße ebenfalls so heißt, und man könnte dem Einfallsreichtum der dortigen Bevölkerung einen Preis verleihen. Na gut, anderswo ist es auch nicht anders, oder?
Im Tal stehen immer mal wieder Häuser am Wegrand, sogar eine kleine Fabrik meint der Autor gesehen zu haben. In Les Charbonniers zieht die Steigung an, und dann geschieht etwas Seltsames: Wider Erwarten strebt die Straße nicht weiter dem oberen Teil des Tales zu, wo am Ende auf dem Kamm das Hotel steht, sondern sie biegt nach Norden in ein allmählich immer dichter bewaldetes Seitental ein, macht mittels einer Serpentine kehrt und erreicht erst nach Kilometer 6 hinter einer prägnanten Kurve wieder das Haupttal oberhalb von Les Charbonniers. Ungefähr an dieser Stelle hat man auch den ersten und einzigen Blick auf das Dorf. Die Straße ist übrigens ziemlich breit ausgebaut, was zusammen mit dem großen Parkplatz vor dem Hotel oben darauf schließen läßt, daß auch mal mit mehr Betrieb gerechnet werden muss.
Auf dem letzten Teil der Auffahrt ist man bis kurz vor Erreichen des Hotels im Wald unterwegs, was vereint mit der nun langweiligen Streckenführung (immer weiter geradeaus) dazu führt, dass sich beim Treten kein rechter Freudenschauer oder Höhenrausch einstellen will. Bisweilen liegt die Steigung mal um die 8 %, ist aber alles in allem sehr zurückhaltend. Hinter einem relativ flachen Abschnitt ist dann die 1000-Meter-Grenze ausgeschildert.
Auf den letzten Metern macht der Wald einer weiten Alm Platz, in deren Mitte man das Hotel nicht übersehen kann. Der große Parkplatz der Anlage ist nur geschottert, ebenso wie die Esplanade vor dem Hotel. Hinter dem letzten Hotelgebäude fängt allerdings der Asphalt wieder an; das ist dann der in der Allgemeinbeschreibung erwähnte Waldweg.
Obwohl die Gegend oben sehr offen ist, kann man leider nicht bis nach Saint-Maurice-de-Moselle hinunterschauen. Dazu müßte man wahrscheinlich auf einen der Berge links oder rechts hochsteigen.
Für die Beschreibung danken wir AP 












