Ballon d'Alsace (1171 m)

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Ballon d'Alsace (1171 m)
Col du Ballon d'Alsace

Vogesen, Lorraine (Lothringen), Alsace (Elsaß), Franche-Comté (Hochburgund).
Nur ein Katzensprung bis zu den Alpen.
Der aus Radfahrersicht vermutlich bekannteste Berg der Vogesen ist der Ballon d’Alsace. Es gab einmal eine Zeit, Anfang des 20. Jahrhunderts, da war der Ballon d’Alsace der Monte Zoncolan des Radsports. Der Grund liegt darin, daß er der erste Pass war, den die Fahrer der Tour de France jemals bezwingen mußten, und zwar am 11. Juli 1905 über die Südostanfahrt. Und somit war er mangels Konkurrenten für genau fünf Jahre der härteste Pass von allen. Fünf Jahre deswegen, weil 1910 die vier klassischen Pyrenäenpässe (Aubisque, Tourmalet, Aspin und Peyresourde) für den Radsport entdeckt wurden.
Damals wechselten die Fahrer am Fuß des Berges auf Räder mit leichteren Übersetzungen, aber dennoch war es ganz gewiss eine wahre Tortur, auf einer schlechten Piste mit einem schweren Hirsch bestückt mit 22x12 kilometerweit bergauf fahren zu müssen. René Pottier hieß der harte Mann, der als Erster den Ballon überquerte (angeblich mit einem Schnitt von fast 20 km/h) und somit auch zum ersten inoffiziellen Bergkönig des Radsports wurde. Zu seinen Ehren wurde auf der Passhöhe des Ballon d’Alsace ein Stein mit einer Inschrift aufgestellt. Allerdings gewann er 1905 weder die Etappe über den Berg noch die Tour de France selbst – er mußte wegen einer Verletzung aufgeben. 1906 kam René zurück, war wieder als Erster auf der Passhöhe und lag dann auch in Paris ganz vorn. Vielleicht hätte er seinen Erfolg noch weitere Male wiederholen können, aber das war ihm nicht vergönnt: im Januar 1907 beging der physisch starke, aber psychisch labile Mann Selbstmord in seiner Garage.
Der Ballon d’Alsace war bis 1914 jedes Jahr im Programm der Tour de France, nach dem ersten Weltkrieg erstmal gar nicht mehr (vielleicht hing dies damit zusammen, dass die Vogesen Kriegsgebiet waren und die Infrastruktur wieder hergerichtet werden musste) und ab den 30er Jahren nur noch unregelmäßig. Heutzutage ist die Auffahrt wesentlich einfacher geworden. Niemand käme auf die Idee, dem Berg Hors-Categorie-Status verleihen zu wollen. Ein gewisser Zauber liegt dennoch über ihm, denn hier fing das Pässeradfahren an.
Interessanterweise liegt der Ballon d’Alsace an der Schnittstelle dreier französischer Regionen, nämlich dem Elsaß (Alsace), Lothringen (Lorraine) und dem Hochburgund (Franche-Comté). Mit 1247 m Höhe zählt er nicht zu den allerhöchsten Bergen der Vogesen und ist ein ganzes Stück niedriger als der Grand Ballon, aber wie dort oder bei den anderen Ballons ist die Auffahrt eine Passstraße, die unterhalb des Gipfels vorbei führt. Verbindungsmöglichkeiten gibt es z.B. nach Norden hin zum Col du Page oder Col de Bussang oder nach Südosten hin zum Col du Hundsrück.
Für Leute, die nicht mit dem Fahrrad zum Ballon d’Alsace hochfahren möchten, bieten sich dort oben noch viele andere Aktivitäten an: Skilaufen im Winter oder Gleitschirmfliegen im Sommer, oder einfach das grandiose Panorama genießen. An schönen Tagen scheinen die Alpen ganz nah zu sein.
Für die Beschreibung danken wir AP Mail an Absender

Nordanfahrt von Saint-Maurice-sur-Moselle  9 km / 621 Hm Schön: 4 Sterne Hart: 4 Sterne

Profile und Tracks

Profil der Auffahrt Nordanfahrt von Saint-Maurice-sur-Moselle
Diese Auffahrt ist der schwerste der drei Wege hoch zum Ballon d’Alsace und von einer selten zu findenden Gleichmäßigkeit. Die Steigung beträgt auf der gesamten Strecke ungefähr 7 %, manchmal etwas darunter, manchmal darüber, aber man wird dort weder steile Rampen noch erholsame Flachstücke finden können.
Die Abzweigung von der N66 zum Gipfel liegt im unteren Teil von Saint-Maurice-sur-Moselle. Auf den ersten 2,5 Kilometern arbeiten wir uns über mehrere Serpentinen an einem offenen Berghang hinauf, so dass sich uns ein weiter Blick ins Moseltal bietet. Im Südwesten sehen wir den Ballon de Servance, unverkennbar durch den Funkturm auf seiner Spitze. Dann führt eine lange Gerade in den Wald hinein, in dem wir über weitere Serpentinen zügig an Höhe gewinnen. Etwa ab Kilometer 6 öffnet sich der Wald ein wenig und erlaubt weitere schöne Ausblicke. Der achte Kilometer führt über eine Alm an der Skistation La Jumenterie vorbei. Zu guter letzt bringt uns eine zweite lange Gerade wieder durch den Wald hoch zur Passhöhe, die fast einen halben Kilometer breit ist.
Weder Schwierigkeit noch Schönheit der Auffahrt verdienen eigentlich vier Punkte, aber weil wir hier über den Ballon d’Alsace berichten, lassen wir Großzügigkeit walten.
Für die Beschreibung danken wir AP Mail an Absender

Highscores

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Fahrer     Zeit                    Datum            Aktion
Schnellste Zeit: deMotop Mail an Absender0 h 34 m 29 s06.09.2010
Mittlere Zeit: Sprengmeister Mail an Absender0 h 38 m 35 s10.08.2010
Langsamste Zeit: 0 h 48 m 04 s15.09.2008

Südostanfahrt von Sewen  13,2 km / 670 Hm Schön: 4 Sterne Hart: 3 Sterne

Profile und Tracks

Profil der Auffahrt Südostanfahrt von Sewen
Wenn der Axel schreibt, die Nordauffahrt sei die schwerste am Ballon d’Alsace... die Route von Sewen aus dem Doller-Tal hinauf ist ganz bestimmt die schönste. Für meinen Geschmack sogar eine der Top 5 der gesamten Vogesen. Was hier auf engstem Raum an Landschaftseindrücken geboten wird, dürfte auch „Weitgereiste’ begeistern. Hinzu kommen eine sehr abwechslungsreiche Straßenanlage, bester Asphalt und ein Profil, das fordert und gleichzeitig niemals Langeweile aufkommen lässt. Die beschriebene Strecke bildet übrigens den vorletzten Anstieg des Vogesen-Radmarathons les trois ballons mit 205 km und rund 4300 Hm, der hier im Juni stattfindet. Allerdings wird dabei bereits auf 1055 m Höhe vorzeitig nach Giromagny abgefahren und somit der eigentliche Scheitelpunkt des Ballon d’Alsace nicht berührt.
Das 56 km lange Flüsschen Doller, welches zwischen Bärenkopf und Ballon d’Alsace entspringt und nördlich von Mulhouse in die Ill mündet, bildet das südlichste der großen elsässischen Vogesentäler. Hauptort des Tals ist Masevaux (Masmünster), zugleich Ausgangsort für eine Fahrt über den Col du Hundsrück ins Thur-Tal. Insgesamt ist hier vergleichsweise wenig los. Kein Durchgangsverkehr, kein Skizirkus, keine Sessel- oder Sommerrodelbahnen, Route-des-Crêtes- und Grand-Ballon-Rummel sind weit weg. Und so gondeln wir beschaulich das flache Tal hinein, um nach etwa 8 km den kleinen Ort Sewen (501 m Höhe) zu erreichen. Einst war hier mal Endpunkt einer Eisenbahnlinie, deren Gleise allerdings 1973 demontiert wurden, und auf deren Trasse mittlerweile ein Radweg eingerichtet ist. Heute ist das Dorf mit seinen niedrigen Fachwerk- und Sandsteinhäuschen, der hübschen Kirche und dem plätschernden Brunnen davor die pure Idylle. Beim Blick auf den eindrucksvollen Talschluss erkennen wir aber auch, dass die „Unerträgliche Leichtigkeit des Seins” jetzt bald zu Ende sein dürfte.
Zunächst bleibt es aber noch ca. 2 km beim gemütlichen Dahinrollen. Erst nachdem der verlandende, mit Ried umgebene Lac de Sewen passiert ist, zieht das Sträßchen langsam an und windet sich in Folge über eine schütter bewachsene felsige Steilstufe hinauf zur Staumauer des Lac d’Alfeld (621 m). Dieser Abschnitt ist ein wahrer Genuss: schmale Fahrbahn, Begrenzungsmäuerchen, kehrenreiche Anlage, alte Gletscherschliffhöcker, oben im Bergwald ein bemerkenswerter Wasserfall, dazu guter Belag und vielleicht 6 % Steigung – einfach toll.
Am schattigen Südrand des Stausees entlang geht es weiter in den Kessel hinein. Nach einer kurzen, knackigen Rampe wechseln wir auf die Nordseite des Baches, dann beginnt die eigentliche Kletterarbeit, welche auf den nächsten 4,5 km mit gleichmäßig 8 bis 9 % Steigung schon recht anspruchsvoll ist. Schnörkellos und ohne weitere Kehren zieht die Straße in einem großen Linksbogen aus dem Kessel heraus, schlängelt sich schier endlos durch die dicht bewaldeten Schattenhänge des Grand Langenberges (sic!), wechselt bei der Kammhöhe auf die Südseite und steigt weiter bis zum Parkplatz eines kleinen Skigebiets.
Nun wird es endlich flacher, und wir gelangen bald an die oben erwähnte, großzügig angelegte Straßengabelung (1055 m), wo es links hinunter nach Giromagny und Belfort geht. Relativ flach traversieren wir unterhalb der mit zahlreichen Skianlagen und Ferienheimen verzierten Tête des Redoutes, lassen einen weiteren Abzweig hinab nach Belfort links liegen und konzentrieren uns auf den mit 5 % Steigung allerdings unkritischen Schlussanstieg, welcher jetzt endlich hinaus ins freie Wiesengelände führt und in einem weiten Linksbogen den Scheitelpunkt der Straße erreicht.
Für die Beschreibung danken wir bruchpilot Mail an Absender

Highscores

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Fahrer     Zeit                    Datum            Aktion
Schnellste Zeit: Jabba Mail an Absender0 h 44 m 38 s29.05.2011
Mittlere Zeit: freizeitbergziege Mail an Absender0 h 46 m 30 s11.09.2010
Langsamste Zeit: 0 h 52 m 00 s19.08.2010

Südanfahrt von Malvaux  12,4 km / 636 Hm Schönheit nicht bewertet Härte nicht bewertet

Profile und Tracks

Profil der Auffahrt Südanfahrt von Malvaux
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Highscores

Highscore eintragen. Alle 5 Einträge anzeigen.
Platz   Fahrer     Zeit                    Datum            Aktion
1.markom Mail an Absender0 h 46 m 00 s17.04.2011
2.MF Mail an Absender0 h 52 m 18 s03.07.2010
Ense Mail an Absenderohne Zeit09.05.2006
Maitre Pips Mail an Absenderohne Zeit10.07.2005
BelloSchach Mail an Absenderohne Zeit05.09.2008

Südostanfahrt von Sewen über den Col du Hirtzelach  16,7 km / 792 Hm Schön: 4 Sterne Hart: 4 Sterne

Profile und Tracks

Profil der Auffahrt Südostanfahrt von Sewen über den Col du Hirtzelach
Der Vollständigkeit halber führen wir auch diese Anfahrt zum Elsassballon hier auf.
Auf dieser verstecktesten aller Varianten ist zuerst der Col du Hirtzelach zu bezwingen. An der unscheinbaren Passhöhe im Wald beginnt dann eine sehr sanfte (Gefälle) bzw. sehr raue (Belag), 3,6 km lange Abfahrt, auf welcher wir lediglich ca. 80 Hm verlieren.
An der danach erreichten Kreuzung halten wir uns links (rechts führt die route forestière wieder nach unten, also pinzipiell eine weitere Variante). Der folgende Kilometer bringt uns dann zuerst steiler bei bis zu 11 %, dann sanfter bis zur Ferme Auberge du Grand Langenberg, wo ein kurzes Flachstück folgt. Danch dürfen wir durch zwei schöne Kehren hindurch das schmale Sträßlein noch etwas auskosten, bis wir dann nach insgesamt 12,3 km und 579 Hm auf die Hauptroute zum Ballon von Sewen einbiegen.
Die letzten 4,4 km und 213 hm legen wir dann gemeinsam mit dieser Auffahrt zurück, wovon insbesondere die ersten 800 m noch deutlich steiler sind, bevor der sehr wellige und einfachere Schlussteil beginnt.
Für die Beschreibung danken wir stb72 Mail an Absender

Highscores

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Platz   Fahrer     Zeit                    Datum            Aktion
stb72 Mail an Absenderohne Zeit07.08.2010
kletterkünstler Mail an Absenderohne Zeit20.08.2011
MBike Mail an Absenderohne Zeit15.05.2004