Pässetour Berchtesgaden 2008 / Einroll-Tour zum Hirschbichl

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Erlebnisbericht: Pässetour Berchtesgaden 2008

Erlebnisbericht von martin_s (weitere...)

Tag 1: Bischofswiesen - Bischofswiesen: Einroll-Tour zum Hirschbichl
73,2 km / 1319 Hm

Bischofswiesen (0,0 km) - Mitterbach (7,9 km) - Schönau (11,3 km) - Unterschönau (12,5 km) - Hirschbichl (32,5 km) - Schwarzbachwachtsattel (45,7 km) - Unterjettenberg (51,9 km) - Bad Reichenhall (59,7 km) - Bayerisch Gmain (61,9 km) - Winkl (70,5 km) - Bischofswiesen (73,2 km)

Beschreibung

Blick aus dem Fenster am ersten Morgen...das kann ja was werden!Nach der Anreise am Tag zuvor und nachdem ich mich im beschaulichen Bischofwiesen häuslich eingerichtet habe, soll es am frühen Vormittag gleich losgehen zu einer kleinen Erkundungsrunde in die nähere Umgebung. Als erste Kraftprobe habe ich die steile Nordauffahrt des Hirschbichl auserkoren, leider macht strömender Regen meinen Plänen zunächst einen Strich durch die Rechnung.
So warte ich bis zum frühen Nachmittag, bis die Regenfront sich verzogen hat und fahre dann hinunter in das wolkenverhangene Berchtesgaden.
Von hieraus geht es über Schönau am Königssee auf der breiten Bundesstraße bis zum Hintersee, immer entlang der Ramsauer Ache. Ab Ramsau verläuft die Straße leicht ansteigend und schlängelt sich durch sanfte Hügel und Waldstücke. Leider versperren heute dicke Wolkenschleier die Aussicht auf die umliegenden Gebirgszüge der Reiter Alpe, aber das tiefgrüne Wasser des Hintersees eignet sich ebenfalls für zahlreiche tolle Fotos.

Als nächstes steht der Hirschbichlpass (1183 m) auf dem Programm, der mit mehreren Steilrampen aufwartet, die mir alles abverlangen. So befinde ich mich nach den ersten leicht ansteigenden Kilometern plötzlich mitten in einer der bis zu 25%-steilen Rampen und bin heilfroh über das dritte Kettenblatt an meinem Rad. Der Puls steigt rapide in die Höhe und einsetzender Nieselregen erschwert das Fahren im Wiegetritt. Auf der nassen Straße rutschen und drehen die Reifen des Öfteren durch.
Auf der folgenden Flachpassage kann ich mich wieder etwas erholen, doch schon wenig später stellt sich ein weiteres Steilstück in den Weg. Mit aller Kraft trete ich in die Pedale und meistere schließlich auch diese Hürde. Die Passhöhe befindet sich dann unweit hinter der österreichischen Staatsgrenze recht unscheinbar im Wald.
Nicht lange dort verweilend, stürze ich mich nach einigen hastigen Selbstporträts wieder auf gleichem Wege in die Abfahrt, wo wegen der Nässe und Steilheit besondere Vorsicht geboten ist.
Zurück am Hintersee durchquere ich die gleichnamige Ortschaft und bewältige die anschließende, mäßige Steigung des Schwarzbachwachtsattels (890 m) im lockeren Wiegetritt. Bei mittlerweile strömendem Regen geht es zum Ende der Tour mit 70 Sachen hinunter nach Unterjettenberg und schließlich über Bad Reichenhall zurück nach Bischofwiesen, wo ich ziemlich durchgefroren und bis auf die Knochen nass ankomme.