Pässetour Berchtesgaden 2008 / Nach Salzburg zum Gaisberg
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Erlebnisbericht: Pässetour Berchtesgaden 2008
Erlebnisbericht von martin_s (weitere...)
Tag 2: Bischofswiesen - Bischofswiesen: Nach Salzburg zum Gaisberg
93,5 km / 1779 Hm
Bischofswiesen (0,0 km) - Unterau (14,1 km) - Marktschellenberg (21,2 km) - Grödig (26,7 km) - Eichet (28,7 km) - Guggenthal-Kühberg (40,4 km) - Gaisberg (51,0 km) - Guggenthal-Kühberg (61,6 km) - Eichet (73,3 km) - Grödig (75,3 km) - Marktschellenberg (80,8 km) - Bischofswiesen (93,5 km)
Beschreibung
Der zweite Tag beginnt so, wie der erste aufgehört hat – kühl und nass. Davon unbeeindruckt mache ich mich am späten Morgen auf den Weg zur Rossfeldstrasse, im Anschluss ist noch ein Abstecher in die Region um Salzburg mit dem Gaisberg (1265 m) geplant. Zunächst geht es wieder hinab nach Berchtesgaden und durch den Ortskern zur Brücke über die Berchtesgadener Ache. Direkt im Anschluss beginnt der steile Aufstieg zur Westrampe der Rossfeldstrasse und ich bin gezwungen, sofort herunterzuschalten. Im unteren Teil wachsen die Steigungswerte bis auf maximal 24%, weshalb ich nur langsam vorankomme. Mühsam klettere ich Meter für Meter und erreiche bald das Dokumentationszentrum am Obersalzberg, wo die Straße kurzzeitig wieder abflacht. An der Abzweigung auf die Mautstraße muss ich nun leider feststellen, dass der weitere Weg zur Passhöhe wegen einer Gerölllawine zurzeit gesperrt ist.
„Na toll, was für ein Glück“, denke ich und überlege kurz, wie es weiter gehen soll.
„Da muss das Rossfeld wohl noch warten“, sage ich mir und nehme etwas enttäuscht die Abfahrt auf der Obersalzbergstraße hinunter nach Unterau und zur Berchtesgadener Ache.
Wieder im Tal geht es nun in Begleitung von leichtem Nieselregen entlang des Flusses nach Marktschellenberg und über die leider stark befahrene B305 bis nach Elsbethen. Am Kreisel im Ortsteil Glasenbach startet dann der knapp 11 km lange Südwest-Anstieg zur Gaisbergspitze.
Das erste Stück der Auffahrt verläuft unspektakulär, aber recht steil durch den Wald. Dahinter flacht die Straße dann zunehmend ab. Kurz nach Passieren der ersten Häusern von Vorderfager setzt mal wieder der Regnen ein und eine kleine Straße biegt von hier nach Mitteregg ab, die jedoch – wie könnte es anders sein – wegen Bauarbeiten gesperrt ist!
„Das darf doch wohl nicht wahr sein!“
Zornig und bei mittlerweile sintflutartigem Regen entschließe ich mich diesmal für die Weiterfahrt und gelange schon bald zur besagten Baustelle. Auf dem ca. 500 Meter langen Abschnitt versinkt das Rad fast im sandigen Untergrund der aufgerissenen Fahrbahn und so ziehe ich die verwunderten Blicke der Bauarbeiter auf mich, die mich jedoch weiterfahren lassen. Wieder auf festem Asphalt geht es auf der Nordroute weiter, die von Guggenthal hinauf kommt. Vorbei an der Zistelalm sind jetzt nur noch grob zwei lange Geraden zu überwinden, dann ist die Spitze des Gaisbergs nach knapp 53 Minuten erreicht.
Oben angekommen, hört der Regen schlagartig auf und sogar die Sonne lässt sich blicken. Für eine Weile genieße ich das großartige Panorama auf Salzburg und das Salzachtal. Wieder etwas trockener mache mich dann – später abermals begleitet von Regenschauern - auf den Rückweg nach Bischofswiesen. Hoffentlich wird das Wetter bald besser!
(Achtung: Die Tourdaten im Tourenplaner stimmen leider nicht ganz mit der gefahrenen Strecke überein, da die Südwest-Auffahrt zum Gaisberg nicht vollständig eingetragen ist. Das Stück ab Vorderfager bis zur Zistelalm fehlt.)










