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Pässe der Südlichen Provenzalischen Alpen

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Regionsbeschreibung

Von majortom

Die Südlichen Provenzalischen Alpen sind neben den Seealpen der südlichste Teil der französischen Alpen. Im Osten und Norden sind sie klar abgegrenzt durch das Tal des Var, den Col des Toutes Aures und das Tal des Verdon. Jenseits der Grenze schließen sich die Seealpen bzw. die Hochprovence-Alpen. Im Süden und Westen hingegen ist eine Grenze schwieriger zu ziehen, da hier die Alpen unscharf auslaufen und in ein hügeliges Gebiet übergehen, das wir auf quäldich aus pragmatischen Gründen als Pays de l'Argens führen. Die Grenze verläuft in etwa von Ost nach West in einer gedachten Linie entlang der Orte Vence, Grasse, Draguignan und Aups, dann knickt sie nach Nordwesten ab und endet am Lac de Sainte Croix, wo der Verdon zu einem See aufgestaut ist.

In unserer quäldich-Aufteilung der Alpen (siehe Regionenbeschreibung) haben wir das Gebiet, das die SOIUSA als „Provenzalische Voralpen” bezeichnet, noch weiter in drei Teilregionen unterteilt. Dies sind neben den Südlichen Provenzalischen Alpen noch die Hochprovence-Alpen zwischen Durance- und Verdon-Tal und die Westlichen Provenzalischen Alpen westlich der Durance.

Das entsprechende Gebiet ist sehr zerklüftet, und die diversen Flusstälel haben sich, vermutlich aufgrund des enormen Gefälles zwischen Alpengipfeln und Meer, tief und teilweise schluchtartig ins Gestein eingegraben. So ist insbesondere der östliche Teil im Grenzgebiet zu den Seealpen von einigen teils bekannteren, teils völlig unbekannten Schluchten geprägt. Als Paradebeispiel führen wir hier den Gorges du Loup auf. Auch im Grenzgebiet zu den Hochprovence-Alpen verläuft mit dem Gorges du Verdon die möglicherweise bekannteste Schlucht Europas (siehe Route des Crêtes und Col d'Ayen für die auf der Nordseite verlaufende Panoramastraße bzw. Col d'Illoire, Le Petit Saint-Maymes und Tunnel du Fayet für diejenige auf der Südseite). Lediglich im Südwesten der Region liegt eine ausgedehnte Hochfläche, auf der sich mit dem Camp du Canjuers ein Truppenübungsplatz der französischen Armee befindet.

Die Südlichen Provenzalischen Alpen sind einerseits geprägt von touristischen Hotspots wie der Verdon-Schlucht mit dem Lac de Sainte-Croix oder der Küstenzone rund um Nizza, Grasse und Cannes. Auf der anderen Seite findet man nur wenig entfernt davon eine einsame, dünn besiedelte Gebirgsregion vor. Selbst die von Cannes über Castellane Richtung Sisteron führende Route Napoleon ist – im Gegensatz zu ihrem nördlicheren Verlauf zwischen Gap und Grenoble – teilweise kaum befahren.

Rennradfahrer finden in den Südlichen Provenzalischen Alpen demzufolge ein ideales Betätigungsfeld vor. Einsame Passstraßen, wildromantische Schluchten und ursprüngliche provenzalische Bergdörfer gibt es zahlreich. Die größten Höhenunterschiede findet man im Südosten im Hinterland von Grasse und Vence vor, wo man am Col de Vence oder am Col de l'Êcre etwa 1000 Höhenmeter am Stück überwinden kann. Der höchste Pass der Region ist - gewissermaßen eine Bergkette dahinter gelegen - mit 1439 m Höhe der Col de Bleine.

Wie in Südfrankreich üblich ist im Mai oder Juni sowie im September die beste Reisezeit. Im Hochsommer ist es einfach zu heiß. Als Standort für einen Rennradurlaub ist die Gegend um Castellane gut geeignet, oder die Gegend westlich von Nizza, wo man das sensationelle Gebiet dies- und jenseits des Var in den Südlichen Provenzalischen Alpen sowie in den Seealpen in Angriff nehmen kann.

quäldich bietet drei geführte Rennradreisen an, die Teile der Südlichen Provenzalischen Alpen beinhalten: Das Bergtraining in den Seealpen und die Rennradwoche an der Côte d'Azur, beide meist im April, die Tour de Provence Relaxed im Juni, sowie die Rundreise Monumente der Südalpen im August/September.

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